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Audiocollage 3: „Und das Liebste mag’s uns scheinen“ | bpb.de

Audiocollage 3: „Und das Liebste mag’s uns scheinen“ Postwende Blicke auf sozialistische und internationalistische Brüche

von: Charlotte Misselwitz

Es gibt unterschiedliche Sichtweisen auf die DDR. Dies zeigt sich auch bei den Kindern derjenigen, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs bewusst in die DDR gegangen sind, um sie mitaufzubauen.

Inhalt

Es entstanden 2025 drei Audiocollagen im Zusammenspiel mit einer Recherche von Charlotte Misselwitz über die Kunstwerke ostdeutscher jüdischer Künstler/-innen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD).

Das Transkript zur Audiocollage 3 finden Sie Interner Link: hier >>

Die "Kinderhymne" von Brecht wird nun neben der Musik teilweise gesungen. Sie erinnert lange nach der deutschen Vereinigung an die anfänglichen Hoffnungen, begleitet die Erinnerungen an Enttäuschungen und Brüche mit dem System der DDR. Künstler-/innen wie Martin Colden oder Dorit Bereach sind mit ihren Werken nur vereinzelt in den Kunstsammlungen Dresden vertreten. Sie waren noch jung als Kunstschaffende in der DDR, interessierten sich für andere Stile als den sozialistischen Realismus und waren auch ideologisch der Elterngeneration gegenüber kritisch. Gleichzeitig führen beide das universalistische, internationalistische Denken weiter, bis hin zu einer Skepsis gegenüber religiösen oder ethnischen Definitionen des Jüdischen, selbst in den Werken der Künstler/-innen mit jüdischem Hintergrund. Die Hymne entwickelt sogar eine neue Dimension angesichts weiterer Brüche durch die Wiedervereinigung, die Begegnung mit westdeutschen Künstler/-innen, den westdeutschen Verhältnissen, wenn dort von der Begegnung mit anderen Völkern, „nicht über und nicht unter“, die Rede ist. Sie erlaubt einen positiven Selbstbezug, auch ein Erinnern an Welten, die „uns das Liebste scheinen“, trotzdem sie viel Täuschung und Enttäuschung bargen Interner Link: Hier gibt es die Lebensläufe zu den genannten Personen

Mehr Informationen

  • Redaktion: Charlotte Misselwitz, Autorin

  • Regie: Barbara Meerkötter Regie

  • Ton: Jean-Boris Szymczak

  • Musik: „Kinderhymne“ von Bertolt Brecht, Komponist Hanns Eisler

  • Gitarre und Gesang: Gidi Farhi

  • Es sprechen (in der Reihenfolge des Auftritts):

  • Viola Sandberg (geb. 1947), 1970-1990 Kuratorin an der „kleinen galerie pankow“, Tochter des Grafikers und Malers Herbert Sandberg (KZ-Überlebender Buchenwald), lebt in Berlin.

  • Martin Colden (geb. 1955), Maler und Zeichner mit Werken in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Sohn jüdischer Remigrant/-innen aus England. Lebt und arbeitet in Berlin, www.colden.arthome.info.

  • Maria Heiner (geb. 1937), Biografin und Herausgeberin des Werkverzeichnisses von Lea Grundig (www.grundig-grafik.de), war eine enge Freundin und ärztliche Betreuerin von Lea, lebt in Dresden.

  • Dorit Bereach (geb. 1958 in Israel), 1980-1985 Studium an der Hochschule für bildende Künste Dresden, seit 1985 freischaffende Künstlerin in Berlin.

  • Produktion: 2025

  • Spieldauer: 9 Min.

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

  • Verfügbar bis: 01.04.2033

Lizenzhinweise

Dieser Text und Medieninhalt sind unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 4.0 - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International" veröffentlicht. Autor/-in: Charlotte Misselwitz für bpb.de

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