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Woher kommt „Slay“? | fluter | bpb.de

Woher kommt „Slay“?

von: fluter

„Slay“ war schon zweimal fürs Jugendwort des Jahres nominiert – aber wusstet ihr schon, wo's herkommt?

Inhalt

Transkript:

Die Host sitzt auf einer Couch, sie hat einen Fächer in der Hand, den sie aufschlägt, und sagt in die Kamera: "Slay!"

Es wird ein Bild von Susanne Daubner im tagesschau-Studio eingeblendet.

Die Host sagt: "… haben wir dem queeren New York der 70er zu verdanken!"

Es wird ein Schwarzweißbild der New Yorker Skyline im Hintergrund eingeblendet.

Sie sagt: "Das englische Verb „to slay“ bedeutet eigentlich töten oder erschlagen. Es wird aber in den USA schon lange im übertragenen Sinn benutzt…Es begann alles in den 70ern, da wurde 'slay' zum Kompliment für Stil oder ein Outfit – in einer ganz bestimmten Bubble: der Ballroom-Szene in New York."

Es wird ein Bild aus dem Film "Paris is Burning" eingeblendet. Man sieht eine Gruppe aus Drag Queens und Performer*innen.

Sie sagt: "Hey, ich bin Tara von fluter.de und ich geb euch jede Woche politischen Kontext zu allen möglichen Themen, also lasst doch ein Abo da!"

"Ballroom-Events waren Wettbewerbe: Drag, Catwalks, und Tanz."

Es werden drei Bilder eingeblendet: Eine Drag Queen in den 70ern und zwei Bilder aus der Serie "Pose": Eine Frau posiert, ein Mann tanzt in einem Pailettenanzug.

Tara sagt: "Diese Szene war damals ein sicherer Raum, vor allem für queere Menschen, viele Schwarze und lateinamerikanische Personen, die zu der Zeit stark diskriminiert wurden. Sogenanntes Crossdressing war in vielen Städten der USA lange Zeit gesetzlich verboten, und noch bis in die 60er wurden regelmäßig Drag Queens auf Razzien festgenommen. Was erst im Ballroom war, kam dann später den Mainstream: Durch Fernsehformate wie RuPaul's Drag Race wurde der Begriff 'Slay' weltweit bekannter, und irgendwann landete er durch Songs und Social Media auch bei uns."

Es wird ein Bild aus "RuPauls Drag Race" eingeblendet: Eine Gruppe Drag Queens.

Es wird ein Bild von Beyoncé auf der Bühne eingeblendet.

Tara sagt: "Hier könnt ihr übrigens mehr zur Ballroom-Kultur in Europa lesen."

Sie zeigt auf diesen Artikel auf fluter.de, der in einem Smartphone dargestellt wird.

Sie sagt: "In 'Slay' steckt also auch eine Geschichte der Unterdrückung, und der Selbstermächtigung. Wie steht ihr dazu, dass wir Begriffe aus einer Subkultur mittlerweile selbstverständlich nutzen? Und welche anderen Worte kennt ihr da noch? Teilt sie mit uns in den Kommentaren und denkt dran…"

Mehr Informationen

  • Produktion: 2026

  • Spieldauer: 2 Min.

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

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