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Geboren wurde Sergei Tchoban 1962 in Leningrad (heute Sankt Petersburg). Er wuchs in einer typischen Leningrader Intellektuellenfamilie auf. Seine Mutter litt unter dem Hunger der Leningrader Blockade der deutschen Wehrmacht und verstarb früh. Schon in seiner Schulzeit widmete sich Sergei Tchoban der Kunst, insbesondere dem Aquarell und der Grafik. 1986 schloss er sein Studium an der Leningrader Kunstakademie ab. Zu Beginn der 1990er-Jahre und den politischen Umbrüchen in der Sowjetunion begann er in Deutschland zu arbeiten. 1995 wird er deutscher Staatsbürger. Als Architekt wirkte er in Dresden am größten Sandsteinbau der Nachwendezeit mit und in Berlin entwarf er zum Beispiel das Kino „Cubix“ am Alexanderplatz. Heute ist er geschäftsführender Gesellschafter des Architekturbüros Tchoban Voss Architekten. Er gilt als ein international renommierter Architekt. Bekannt sind seine Umbauten des Luschniki Stadions für die Fußball-WM 2018. Als Gründer der Tchoban Foundation überführte er seine Leidenschaft vom Sammeln architektonischer Zeichnungen in ein Museum. Seit 2013 ist das von ihm entworfene Museum für Architekturzeichnungen im Prenzlauer Berg für die Öffentlichkeit geöffnet.
Im Film spricht Sergei Tchoban über seine Leningrader Herkunft und Familiengeschichte, seine Ausbildung zum Architekten, seine Leidenschaft für Gebäude und Städte und Städte als Geschichtsbuch und das von ihm entworfene Museum für Architekturzeichnungen in Berlin-Prenzlauerberg. Außerdem erzählt er von seiner Einwanderung nach Deutschland, seinen beruflichen Einstieg in Hamburg, sein Ankommen in Berlin und seine Liebe zu dieser Stadt. Zudem beantwortet er Fragen zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.
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Regie / Interview: Thomas Grimm
Kamera und Schnitt: James-A. Wehse
Produktion: 08.2022
Spieldauer: 22 Min.
hrsg. von: Zeitzeugen TV und Bundeszentrale für politische Bildung
Verfügbar bis: 04.03.2031
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