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Wissenstest Frankreich

Baguette. Lizenz: cc by-nc-sa/2.0/de

Wie gut kennen Sie unsere Nachbarn? Testen Sie anhand von 9 Fragen und Antworten Ihr Wissen zu Frankreich.

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Wie hieß der erste Präsident der Fünften Republik Frankreichs?

Erläuterung

Charles de Gaulle war der erste Präsident der Fünften Französischen Republik. Die Fünfte Republik besteht seit 1958. Als erste französische Republik wird übrigens das politische System von der Revolution (1792) bis zur Errichtung des ersten Kaiserreichs durch Napoleon (1804) bezeichnet. Darauf folgte die zweite französische Republik zwischen der Februarrevolution (1848) und des zweiten Kaiserreichs unter Napoleon III. (1852). Die dritte Französische Republik wurde mit dem Sturz von Napoleon III. (1870) herbei geführt und endete mit der Besetzung Frankreichs durch das nationalsozialistische Deutschland (1940). Als vierte Französische Republik wird die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (1946) bis zur Algerienkrise (1958) bezeichnet.
Interner Link: Bildergalerie: Die Präsidenten der V. Republik

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Was war der Élysée-Vertrag?

Erläuterung

Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag wird auch als Élysée-Vertrag bezeichnet, da er im Élysée-Palast unterzeichnet wurde. Er wurde am 22. Januar 1963 zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle geschlossen.

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Was resultierte aus dem Élysée-Vertrag?

Erläuterung

Die deutsch-französische Annäherung sollte nicht nur zwischen den Eliten stattfinden, so setzte man auf neue Kreise für die Aussöhnung. Aus dem Élysée-Vertrag resultierten zahlreiche Städte, Schul- und Vereinspartnerschaften. Im Rahmen des Élysée-Vertrages wurde 1963 auf Initiative von Adenauer und de Gaulle das Deutsch-Französiche Jugendwerk geschaffen, das bis heute Begegnungen zwischen deutschen und französischen Jugendlichen ermöglicht.

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Was verbirgt sind hinter der "Enarchie“?

Erläuterung

ENA ist eine Abkürzung für die Écoles National d'Administration. Den Anstoß zur Gründung der ENA hatte Charles de Gaulle gegeben, um eine unbelastete Ausbildung von hohen Verwaltungsbeamten nach dem Versagen des Vichy-Regimes zu ermöglichen. Heute bilden die Absolventinnen und Absolventen der ENA die französische Elite. Über die "Enarchie", die wortspielerische Bezeichnung für die Allgegenwart und die Herrschaft der ENA, wird seit Ende der sechziger Jahre heftig debattiert. Ein Besuch der Kaderschmiede führt nicht nur an die Spitze der Ministerialbürokratie und in die angesehenen Verwaltungskorps (grands corps) der Finanzinspektion, des Rechnungshofes und des Staatsrates, sondern immer häufiger in politische Machtpositionen. Zu den Absolventen gehören unter anderem der ehemalige Präsident Valerie Giscard d´Estaing und der derzeitige Emmanuel Macron.

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Was regelt seit 1905 das Laizitäts-Gesetz in Frankreich?

Erläuterung

Seit 1905 gilt in Frankreich das Laizitäts-Gesetz. Es regelt das Verhältnis zwischen Staat und Religion, indem es beide Bereiche streng trennt. Damals sollte die Macht der Kirche eingedämmt werden. Heute ist das oberste Ziel den öffentlichen Raum Frankreichs neural zu halten. Religion gilt als Privatsache. Kreuze an öffentlichen Schulen sind in Frankreich daher beispielsweise undenkbar.

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Welches Ereignis ging als "schöner Mai“ oder auch "Pariser Mai“ in die französische Geschichte ein?

Erläuterung

Der "Pariser Mai" stand im Zentrum der französischen 68er-Bewegung. Ausgelöst wurde er durch die Räumung der Universität Sorbonne, die zuvor von Studenten besetzt worden war. Später schlossen sich auch die Arbeiter den Protesten an. Überall im Land kam es zu heftigen sozialen Unruhen und die Wirtschaft Frankreichs kam über Wochen zum Erliegen. Langfristig brachte der "schöne Mai" jedoch weitreichende politische, kulturelle und ökonomische Reformen. Bis heute wird in Frankreich über die historische Bewertung der Ereignisse gestritten.
Der Elysée-Vertrag wurde im Januar 1963 unterzeichnet und feiert in diesem Jahr daher seinen 50. Geburtstag.
Interner Link: Bildergalerie: Der französische Mai ´68

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Was wird unter "Mission Civilisatrice" verstanden?

Erläuterung

Diese "Mission Civilisatrice" ist ein Erbe der Französischen Revolution von 1789. Aus diesem Einsatz für die Freiheit und Gleichheit der Menschheit leiten die politischen Verantwortungsträger Frankreichs seitdem das Recht ihres Landes ab, sich weltweit in Krisen und Konflikte einzuschalten, in denen die Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden, notfalls auch militärisch. Darüber hinaus erklären sie ihr Land dazu befähigt, zum Wohle der Menschheit zu agieren.

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Was wurde in Frankreich früher als die "Ereignisse von Algerien" bezeichnet?

Erläuterung

Bis 1992 wurde der Algerienkrieg in Frankreich nur als die "Ereignisse von Algerien“ bezeichnet. Der Begriff "Algerienkrieg“ wurde sogar erst 1999 gesetzlich anerkannt. Zwischen 1954 und 1962 bekämpften sich die algerische Unabhängigkeitsbewegung und das französische Militär. Der blutige Konflikt endete mit der Unabhängigkeit des nordafrikanischen Landes. Bis heute ist dieses dunkle Kapitel der jüngsten Geschichte Frankreichs nicht vollends aufgearbeitet.

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Was unterscheidet die deutsche Bundeskanzlerin und den französischen Präsidenten?

Erläuterung

Der französische Präsident ist anders als die Bundeskanzlerin auch Staatsoberhaupt seines Landes und hat eine wesentlich größere Machtfülle. Zum Beispiel kann er Auslandseinsätze der französischen Armee befehlen, das kann in Deutschland nur der Bundestag. Außerdem wird er direkt vom Volk gewählt und nicht wie die Kanzlerin vom Parlament. Er hat auch das Recht die Nationalversammlung, das französische Parlament, aufzulösen. Die Bundeskanzlerin darf das nicht. Die Machtfülle des französischen Präsidenten ist sogar um einiges größer als die des amerikanischen Präsidenten. Das geht vor allem auf die Verfassung der fünften Republik zurück, die Charles de Gaulle persönlich stark beeinflusste. Der französische Präsident wurde deshalb schon oft als "republikanischer Monarch“ bezeichnet. Allerdings darf er nur einmal wiedergewählt werden.

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Wie hieß der erste Präsident der Fünften Republik Frankreichs?

Erläuterung

Charles de Gaulle war der erste Präsident der Fünften Französischen Republik. Die Fünfte Republik besteht seit 1958. Als erste französische Republik wird übrigens das politische System von der Revolution (1792) bis zur Errichtung des ersten Kaiserreichs durch Napoleon (1804) bezeichnet. Darauf folgte die zweite französische Republik zwischen der Februarrevolution (1848) und des zweiten Kaiserreichs unter Napoleon III. (1852). Die dritte Französische Republik wurde mit dem Sturz von Napoleon III. (1870) herbei geführt und endete mit der Besetzung Frankreichs durch das nationalsozialistische Deutschland (1940). Als vierte Französische Republik wird die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (1946) bis zur Algerienkrise (1958) bezeichnet.
Interner Link: Bildergalerie: Die Präsidenten der V. Republik

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Was war der Élysée-Vertrag?

Erläuterung

Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag wird auch als Élysée-Vertrag bezeichnet, da er im Élysée-Palast unterzeichnet wurde. Er wurde am 22. Januar 1963 zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle geschlossen.

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Was resultierte aus dem Élysée-Vertrag?

Erläuterung

Die deutsch-französische Annäherung sollte nicht nur zwischen den Eliten stattfinden, so setzte man auf neue Kreise für die Aussöhnung. Aus dem Élysée-Vertrag resultierten zahlreiche Städte, Schul- und Vereinspartnerschaften. Im Rahmen des Élysée-Vertrages wurde 1963 auf Initiative von Adenauer und de Gaulle das Deutsch-Französiche Jugendwerk geschaffen, das bis heute Begegnungen zwischen deutschen und französischen Jugendlichen ermöglicht.

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Was verbirgt sind hinter der "Enarchie“?

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ENA ist eine Abkürzung für die Écoles National d'Administration. Den Anstoß zur Gründung der ENA hatte Charles de Gaulle gegeben, um eine unbelastete Ausbildung von hohen Verwaltungsbeamten nach dem Versagen des Vichy-Regimes zu ermöglichen. Heute bilden die Absolventinnen und Absolventen der ENA die französische Elite. Über die "Enarchie", die wortspielerische Bezeichnung für die Allgegenwart und die Herrschaft der ENA, wird seit Ende der sechziger Jahre heftig debattiert. Ein Besuch der Kaderschmiede führt nicht nur an die Spitze der Ministerialbürokratie und in die angesehenen Verwaltungskorps (grands corps) der Finanzinspektion, des Rechnungshofes und des Staatsrates, sondern immer häufiger in politische Machtpositionen. Zu den Absolventen gehören unter anderem der ehemalige Präsident Valerie Giscard d´Estaing und der derzeitige Emmanuel Macron.

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Was regelt seit 1905 das Laizitäts-Gesetz in Frankreich?

Erläuterung

Seit 1905 gilt in Frankreich das Laizitäts-Gesetz. Es regelt das Verhältnis zwischen Staat und Religion, indem es beide Bereiche streng trennt. Damals sollte die Macht der Kirche eingedämmt werden. Heute ist das oberste Ziel den öffentlichen Raum Frankreichs neural zu halten. Religion gilt als Privatsache. Kreuze an öffentlichen Schulen sind in Frankreich daher beispielsweise undenkbar.

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Welches Ereignis ging als "schöner Mai“ oder auch "Pariser Mai“ in die französische Geschichte ein?

Erläuterung

Der "Pariser Mai" stand im Zentrum der französischen 68er-Bewegung. Ausgelöst wurde er durch die Räumung der Universität Sorbonne, die zuvor von Studenten besetzt worden war. Später schlossen sich auch die Arbeiter den Protesten an. Überall im Land kam es zu heftigen sozialen Unruhen und die Wirtschaft Frankreichs kam über Wochen zum Erliegen. Langfristig brachte der "schöne Mai" jedoch weitreichende politische, kulturelle und ökonomische Reformen. Bis heute wird in Frankreich über die historische Bewertung der Ereignisse gestritten.
Der Elysée-Vertrag wurde im Januar 1963 unterzeichnet und feiert in diesem Jahr daher seinen 50. Geburtstag.
Interner Link: Bildergalerie: Der französische Mai ´68

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Was wird unter "Mission Civilisatrice" verstanden?

Erläuterung

Diese "Mission Civilisatrice" ist ein Erbe der Französischen Revolution von 1789. Aus diesem Einsatz für die Freiheit und Gleichheit der Menschheit leiten die politischen Verantwortungsträger Frankreichs seitdem das Recht ihres Landes ab, sich weltweit in Krisen und Konflikte einzuschalten, in denen die Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden, notfalls auch militärisch. Darüber hinaus erklären sie ihr Land dazu befähigt, zum Wohle der Menschheit zu agieren.

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Was wurde in Frankreich früher als die "Ereignisse von Algerien" bezeichnet?

Erläuterung

Bis 1992 wurde der Algerienkrieg in Frankreich nur als die "Ereignisse von Algerien“ bezeichnet. Der Begriff "Algerienkrieg“ wurde sogar erst 1999 gesetzlich anerkannt. Zwischen 1954 und 1962 bekämpften sich die algerische Unabhängigkeitsbewegung und das französische Militär. Der blutige Konflikt endete mit der Unabhängigkeit des nordafrikanischen Landes. Bis heute ist dieses dunkle Kapitel der jüngsten Geschichte Frankreichs nicht vollends aufgearbeitet.

Was unterscheidet die deutsche Bundeskanzlerin und den französischen Präsidenten?

Erläuterung

Der französische Präsident ist anders als die Bundeskanzlerin auch Staatsoberhaupt seines Landes und hat eine wesentlich größere Machtfülle. Zum Beispiel kann er Auslandseinsätze der französischen Armee befehlen, das kann in Deutschland nur der Bundestag. Außerdem wird er direkt vom Volk gewählt und nicht wie die Kanzlerin vom Parlament. Er hat auch das Recht die Nationalversammlung, das französische Parlament, aufzulösen. Die Bundeskanzlerin darf das nicht. Die Machtfülle des französischen Präsidenten ist sogar um einiges größer als die des amerikanischen Präsidenten. Das geht vor allem auf die Verfassung der fünften Republik zurück, die Charles de Gaulle persönlich stark beeinflusste. Der französische Präsident wurde deshalb schon oft als "republikanischer Monarch“ bezeichnet. Allerdings darf er nur einmal wiedergewählt werden.

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