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Ernst-Thälmann-Denkmal auf dem Buchenwaldplatz

Ernst-Thälmann-Denkmal auf dem Buchenwaldplatz

Untrennbar mit dem bei Weimar auf dem Ettersberg gelegenen ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald verbunden ist das Ernst-Thälmann-Denkmal auf dem heutigen Buchenwaldplatz (1945-1958 „Platz der 51.000“, 1958-1991 „Platz der 56.000“). Es wurde am 17. August 1958, am Vorabend seines Todestages und einen Monat vor der Einweihung der „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald“ feierlich enthüllt. Zuvor befand sich an dieser Stelle ein Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870-71. Eine von dem Dresdner Bildhauer Walter Arnold geschaffene Bronzeplastik stellt Ernst-Thälmann mit erhobener geballter Faust und in kämpferischer Pose dar und war das erste in der DDR geschaffene Thälmann-Denkmal. Auf dem Sockel unter der Statue steht die Inschrift: „Ernst Thälmann / geb. 16.4.1886 in Hamburg / ermordet am 18. August 1944 / KZ Buchenwald“. Der ehemalige Reichstagsabgeordnete und KPD-Vorsitzende wurde im März 1933 verhaftet und verbrachte ohne einen ordentlichen Prozess elf Jahre in Einzelhaft. Im August 1944 brachten ihn Gestapo-Beamte in das Konzentrationslager Buchenwald, wo er am 18. August im Krematorium erschossen und sein Leichnam verbrannt wurde. Die NS-Propaganda erklärte, er sei am 28. August bei einem Bombenangriff auf Buchenwald getötet worden.

Thälmann galt innerhalb der Geschichtsdarstellung der DDR als das prominenteste Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald. Im Hintergrund befindet sich eine hohe Mauer aus Travertinplatten, die an die Ringgräber in der Gedenkanlage von Buchenwald erinnert und der Opfer des Konzentrationslagers gedenkt. In eingetieften Buchstaben stehen die Worte: „Aus Eurem Opfertod wächst unsere sozialistische Tat“. Die Widmung bringt das Bestreben de DDR-Führung zum Ausdruck, die staatliche Existenz der DDR aus dem Antifaschismus abzuleiten. Der Platz vor dem Denkmal wurde nach einem Entwurf von Otto Engelsberger und Siegfried Tschierschky so konzipiert, dass dort größere Gedenkveranstaltungen und Manifestationen durchgeführt werden konnten. Nach der Vereinigung gab es Diskussionen um den Umgang mit der Platzgestaltung, insbesondere um den weiteren Verbleib der Thälmann-Statue. Im Ergebnis hat sich die Auffassung durchgesetzt, die bisherige Gestaltung als ein Zeitdokument der DDR-Geschichte zu erhalten.

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Lage
Buchenwaldplatz
99423 Weimar