Die Gedenkstätte Großschweidnitz erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde in der ehemaligen Landesanstalt Großschweidnitz. Über 5.500 Frauen, Männer und Kinder wurden während des Zweiten Weltkriegs durch überdosierte Beruhigungsmittel, Unterernährung und mangelnde Pflege ermordet. Außerdem diente Großschweidnitz 1940/41 als Zwischenanstalt für die „T4“-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein. Über 2.300 Menschen kamen von Großschweidnitz aus nach Pirna und wurden dort vergast.
Seit 2012 bemühte sich der Verein Gedenkstätte Großschweidnitz e. V. mit Unterstützung der Gemeinde Großschweidnitz um die Schaffung eines würdigen Erinnerungsortes für die Opfer der NS-Krankenmorde. Am 13. Mai 2023 konnte die Gedenkstätte Großschweidnitz als Arbeitsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten eingeweiht werden.
Die Dauerausstellung der Gedenkstätte befindet sich im ehemaligen Pathologiegebäude der Landesanstalt Großschweidnitz. Auf dem umliegenden Anstaltsfriedhof erinnern ein Gedenkstein, Namenstafeln sowie ein Schaudepot mit über 130 erhaltenen Grabsteinen an die dort bestatteten Menschen, die zwischen 1939 und 1945 Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde wurden.
Pädagogisches AngebotDie Gedenkstätte bietet Führungen und verschiedene mehrstündige Bildungsprojekte für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende an. Auszubildende des Sozial- und Gesundheitswesens können sich in einem Schwerpunktprojekt mit dem Thema „Pflege im Nationalsozialismus“ auseinandersetzen. Die Angebote sind für alle Bildungsträger kostenfrei.
ÖffnungszeitenMontag - Freitag 10-16 Uhr
Samstag, Sonntag. sowie an Feiertagen 11-17 Uhr
Jeden 1. Sonntag im Monat kostenfreie öffentliche Führung (14 Uhr)
Kontakt
Gedenkstätte Großschweidnitz
Friedhofsweg 1
02708 Großschweidnitz
Bundesland Sachsen
Telefon: +49 (0)3585 2113511
Externer Link: www.gedenkstaette-grossschweidnitz.de
Externer Link: grossschweidnitz@stsg.de
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