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16. Bensberger Gespräche 2019.

16. Bensberger Gespräche 2019

Sicherheit im digitalen Zeitalter – Herausforderung für demokratische Gesellschaften

Vom 4.–6. Februar 2019 in Bergisch-Gladbach - Bensberg

Vernetzung und Digitalisierung ziehen in allen Bereichen des Lebens Veränderungen nach sich. Wie sehen diese aus? Und was bedeuten sie für demokratische Gesellschaften? Gibt es bereits geeignete Antworten auf die neuartigen Probleme? Wie können diese Antworten aussehen?

Das Titelbild des Flyers für die 16. Bensberger Gespräche 2019.Das Titelbild des Flyers für die 16. Bensberger Gespräche 2019. (© bpb)
Diese Fragen wurden während der 16. Bensberger Gespräche vom 4.–6.Februar 2019 in Vorträgen, Diskussionen und Workshops thematisiert. Die Veranstaltung gab einen Einblick in gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Vernetzung für Politik, Gesellschaft, Militär und Wirtschaft. Im Fokus der Veranstaltung stand eine Bestandsaufnahme zur Sicherheit im digitalen Zeitalter. Gemeinsam mit zivilen und militärischen Expertinnen und Experten wurde die Bedeutung von Sicherheit in vernetzten Gesellschaften beleuchtet und es wurde diskutiert, ob und wie sie gewahrt werden kann.

Am ersten Veranstaltungstag wurden nach Begrüßung und inhaltlicher Einführung ins Thema die großen Herausforderungen deutlich, die die Vernetzung aller gesellschaftlichen Bereiche, von Privatpersonen über Unternehmen, staatlichen Institutionen bis hin zu Militär und Geheimdiensten in puncto Sicherheit mit sich bringt. Dazu demonstrierte unter anderem eine Live-Simulation eines Cyberangriffs die Verwundbarkeit vernetzter Systeme.

Am zweiten Tag standen nach einer Einführung in die Thematik Darknet die Vertiefung spezifischer Fragestellungen und Themen wie Cybercrime, Hybride Kriegsführung, Innere Sicherheit vs. IT-Sicherheit oder Wettrüsten um Künstliche Intelligenz in Workshops am Vor- und Nachmittag auf dem Programm.

Die Zusammenhänge von Politik, Führung und Digitalisierung beschäftigten die Teilnehmenden am dritten Veranstaltungstag. Ein Vortrag verdeutlichte die Gefahren für die Demokratie durch Meinungsmache in digitalen Medien, ein weiterer beleuchtete die Frage, inwiefern Digitalisierung die Aufgaben und Arbeitsbereiche von Führungskräften beeinflusst. Eine Podiumsdiskussion zeigte Chancen und Grenzen der Kontrolle von Cyber-Aktivitäten durch die Politik auf. Ein Fazit und Ausblick rundete die Veranstaltung ab.

Auf dieser Seite finden Sie eine Dokumentation aller Programmpunkte der Tagung.

Das Programm der Tagung können Sie PDF-Icon hier herunterladen.

Montag, 04.02.2019: Eröffnungsvorträge und Podium

Der bpb-Präsident Thomas Krüger bei seiner Keynote auf den 16. Bensberger Gesprächen 2019.

Referent: Thomas Krüger

Keynote Address

In seiner Einführung stellte der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger die Fragilität der Sicherheit im digitalen Zeitalter heraus.

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Nils Milchert und Maurice Al-Khaliedy bei der Vorführung eines simulierten Cyberangriffs.

Referenten: Maurice Al-Khaliedy, Nils Milchert

Simulation eines Cyberangriffs auf elektronische Systeme

Die IT-Sicherheitsberater Maurice Al-Khaliedy und Nils Milchert des Kölner Unternehmens Spike Reply GmbH boten einen Blick in die Praxis. Sie zeigten am Beispiel von Wirtschaftsunternehmen, wie Cyberkriminalität aussehen kann und simulierten live einen Angriff auf ein elektronisches System.

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Dr. Gerhard Schabhüser beim Referat über Digitalisierung und Cybersicherheit.

Referenten: Dr. Gerhard Schabhüser, Hans-Ulrich Schade

Warum ist es so schwer, den Cyberraum zu kontrollieren?

Dr. Gerhard Schabhüser, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), und Hans-Ulrich Schade, Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr (ZCSBw), eröffneten einen Blick auf die Herausforderungen und Themenfelder in der Cybersicherheit.

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Teilnehmende der Podiumsdiskussion (v. l. n. r.): Moderatorin Sandra Schulz, Direktor Hans-Ulrich Schade – Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr (ZCSBw), Dr. Gerhard Schabhüser – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Brigadegeneral Peter Richert -Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR), Frank Rieger – Autor/Chaos Computer Club (CCC).

Podiumsteilnehmende: Dr. Gerhard Schabhüser, Brigadegeneral Peter Richert, Hans-Ulrich Schade, Frank Rieger, Sandra Schulz

Podiumsdiskussion: Herausforderungen für die Cybersicherheit

In der Podiumsdiskussion wurden verschiedene Herausforderungen für die Cybersicherheit kontrovers diskutiert und damit die verschiedenen Themenfelder der Tagung angerissen.

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Dienstag, 05.02.2019: Vortrag und Workshops

Dr. Jürgen Rink bei seinem Vortrag zu den Möglichkeiten und Gefahren des Darknet.

Referent: Dr. Jürgen Rink

Die helle und die dunkle Seite des Darknet

Der Chefredakteur der Computerzeitschrift C’t, Dr. Jürgen Rink, zeigte in seinem Vortrag Möglichkeiten und Gefahren des Darknet, eines speziell gesicherten und verschlüsselten Teils des Internets, auf.

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Aufmerksame Workshop-Teilnehmer folgen den Ausführungen von Teresa Ritter und Florian Lindemann.

Workshopleitung: Teresa Ritter, Florian Lindemann

Workshop 1: Cyber Crime und die Möglichkeiten der Bekämpfung

Teresa Ritter, beim Digitalverband bitkom Bereichsleiterin für Sicherheitspolitik und Verteidigung, und Florian Lindemann vom Fortbildungs- und Trainingsanbieter Cyber Akademie sprachen über Formen, Motivationen, Zahlen und Schutz im Bereich Cyber Crime.

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Dr. Nicolas Fromm erarbeitet mit den Teilnehmern des Workshops was unter "neue Kriege" zu verstehen ist.

Workshopleiter: Dr. Nicolas Fromm

Workshop 2: Hybride Kriegs-
führung und soziale Medien

Finden in den sozialen Medien tatsächlich "neue Kriege" statt? Mit dieser Frage setzten sich Dr. Nicolas Fromm vom Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen gemeinsam mit den Teilnehmenden dieses Workshops auseinander.

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Thomas Reinhold sprach über die Herausforderungen einer friedlichen Entwicklung des Cyberspace am Beispiel der Rüstungskontrolle vernetzter Systeme.

Workshopleiter: Thomas Reinhold

Workshop 3: Rüstungskontrolle vernetzter Systeme

Der Referent Thomas Reinhold, Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, stellte anhand des Themas Rüstungskontrolle vernetzter Systeme die Herausforderungen einer friedlichen Entwicklung des Cyberspace dar.

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Isabel Skierka bei ihren Ausführungen zum Verhältnis von Innerer Sicherheit und IT- bzw. Cybersicherheit.

Workshopleiterin: Isabel Skierka

Workshop 4: Spannungsfeld Innere Sicherheit vs. IT-Sicherheit

Isabel Skierka vom Digital Society Institute an der ESMT European School for Management and Technology Berlin diskutierte mit den Teilnehmenden verschiedene Voraussetzungen und Aspekte des Verhältnisses von Innerer Sicherheit und IT- bzw. Cybersicherheit.

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Stefan Steiger erläuterte Großbritanniens Cybersicherheitsstrategie.

Workshopleiter: Stefan Steiger

Workshop 5: Die Cybersicherheitsstrategie Großbritanniens

Der Referent Stefan Steiger, Politologe an der Universität Hildesheim, stellte im Rahmen des Workshops die Cybersicherheitsstrategie Großbritanniens vor.

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Yvonne Hofstetter zeigte im Workshop Chancen und Risiken beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft, Gesellschaft und Militär auf und entfaltete politische Szenarien.

Workshopleiterin: Yvonne Hofstetter

Workshop 6: Das Wettrüsten um Künstliche Intelligenz

Yvonne Hofstetter zeigte im Workshop Chancen und Risiken beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft, Gesellschaft und Militär auf und entfaltete politische Szenarien.

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Mittwoch, 06.02.2019: Vorträge und Podium

Prof. Dr. Caja Thimm stellte unter anderem fünf Thesen zu Entwicklungen und Auswirkungen der Kommunikation in sozialen Medien vor.

Referentin: Prof. Dr. Caja Thimm

Meinungsmache durch digitale Medien – Gefahren für die Demokratie?

Prof. Dr. Caja Thimm von der Universität Bonn stellte zu Entwicklungen und Auswirkungen der Kommunikation in sozialen Medien fünf Thesen vor und plädierte für mehr Bildung für digitale Kompetenz.

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Oberstleutnant Christian Hilleke referierte über den Einfluss der Digitalisierung auf Führungsprozesse.

Referent: Christian Hilleke

Führen im digitalen Zeitalter?

Oberstleutnant Christian Hilleke vom Zentrum Innere Führung setzte sich in seinem Vortrag mit der Frage auseinander, inwiefern Digitalisierung Führungsaufgaben verändert habe.

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Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion (v. l. n. r.): Dr. Sven Herpig – Stiftung Neue Verantwortung e. V., Dr. jur. Christian Marxsen – Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Hans-Wilhelm Dünn – Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e. V., Moderatorin Sandra Schulz.

Podiumsteilnehmende: Dr. Sven Herpig, Dr. jur. Christian Marxsen, Hans-Wilhelm Dünn, Sandra Schulz

Podiumsdiskussion: Politik und Kontrollmöglichkeiten von Cyber-Aktivitäten

In der Podiumsdiskussion wurden Aspekte politischer und juristischer Möglichkeiten zur Kontrolle und Verfolgung von Aktivitäten im Cyberraum thematisiert.

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Generalmajor Reinhardt Zudrop, Kommandeur des Zentrums Innere Führung, beendete die Tagung mit einem Ausblick auf aktuelle und künftige Herausforderungen.

Referent: Reinhardt Zudrop

Fazit und Ausblick

Generalmajor Reinhardt Zudrop, Kommandeur des Zentrums Innere Führung, beendete die Tagung mit einem Ausblick auf aktuelle und künftige Herausforderungen.

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 35–36/2016)

Moderne Kriegführung

Krieg galt lange als selbstverständliches Mittel zur Durchsetzung außenpolitischer Interessen. Erst ab dem 19. Jahrhundert wurden internationale Konventionen geschlossen, um kriegerische Auseinandersetzungen einzuhegen. Im Lichte des Wandels des Kriegsgeschehens wurde das humanitäre Völkerrecht angepasst und erweitert. Auch heute stehen zentrale völkerrechtliche Kategorien auf dem Prüfstand.

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 46-47/2017)

Darknet

Spätestens nachdem im Juli 2016 ein 18-jähriger Schüler am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen erschoss, ist auch der deutschen Öffentlichkeit das Phänomen "Darknet" bekannt. Hier soll der Attentäter den Kauf der Tatwaffe angebahnt haben. In den Schlagzeilen erschien das Darknet entsprechend als "dunkle" Seite des Internets

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 6-8/2018)

Künstliche Intelligenz

Fortschritte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz werfen Fragen auf, wie sie sich für jede technologische Revolution stellen. Die Debatte um KI berührt zusätzlich Kernbereiche des Menschlichen, wenn die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verwischen und die Maschine nicht länger ein bloßes Werkzeug ist, sondern selbst Handlungsentscheidungen treffen kann.

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 40-41/2018)

Medienpolitik

Medienpolitik bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen der erwünschten Absicherung von Pluralität und einer nicht-erwünschten inhaltlichen Einflussnahme. Lange Zeit auf den nationalen Rahmen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk fokussiert, gibt es für deutsche Medienpolitik aber auch grundlegendere Fragen zu bearbeiten.

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 13/2017)

Wahrheit

Die Beschäftigung mit den Ursachen des "Postfaktischen" rührt an grundlegende Fragen nach den Zusammenhängen von Erfahrung, Wirklichkeit, Wissen und Glaubwürdigkeit. Im Kern geht es um eine der größten und ältesten Fragen der Philosophie: Was ist Wahrheit?

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