BUNDESTAGSWAHL 2021 Mehr erfahren
Schwarz-Weiß Foto: Gruppenbild der Stabes der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI auf der Gartentreppe der Villa ten Hompel Anfang der 1940er Jahre.

Veranstaltungsimpressionen

Thomas Köhler von der Villa ten Hompel begrüßte die international angereisten Gäste.Thomas Krüger, Präsident der bpb, betonte, "für die historisch-politische Bildung ist die Auseinandersetzung mit NS-Täterschaft gerade dort spannend und lohnenswert, wo es um Nuancierungen, Graubereiche und Handlungsspielräume geht".Maria Springenberg-Eich, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung NRW, sagte: "Selbst im NS gab es Handlungsspielräume und damit individuelle Verantwortung".Die Mitveranstaltenden der Tagung im Gespräch. Maria Springenberg-Eich, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen mit Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.Christopher R. Browning und seine Studie "Ganz normale Männer" ("Ordinary Men") standen im Mittelpunkt der Tagung.Der israelische Holocaustforscher Dan Michman sprach in seinem Impulsvortrag über "‘Ganz normale Menschen‘ und die erfolgreiche Implementierung antijüdischer Politik".Während der Kaffeepause konnten Teilnehmende und Referierende ihren Austausch auf dem Balkon der Villa fortsetzen.Alfons Kenkmann moderierte das Panel "Sichtweisen auf Täter und Opfer im NS-Vernichtungskrieg".Dieter Pohl sprach über "Täter" in der Wahrnehmung von Forschung und Gesellschaft nach dem Holocaust.Wendy Lower hakte bei Dieter Pohls Vortrag nach.Svenja Goltermann betrachtete "Opfer" als Resultat historischer Fremd- und Selbstzuschreibungen.Wulf Kansteiner sprach über das mediale Bild des "Bystander".Wulf Kansteiner, Dieter Pohl und Moderator Alfons Kenkmann im Gespräch mit dem Publikum.Das zweite Panel warf einen Blick auf "Polizei und Täterschaft in europäischer Perspektive", moderiert von Patrick Wagner.Edward B. Westermann über den Zusammenhang zwischen (sexueller) Gewalt, Alkohol, Polizei-Maskulinität und MassakernWłodzimierz Borodziej sprach am Beispiel von filmischen Darstellungen über in Polen populäre Bilder von Deutschen.Inhaltlich schloss Stefan Klemp den ersten Tagungstag mit seinem Vortrag über "‘Massenmord und Meuterei‘: Polizeibataillone und ihre europäischen Helfer im Osteinsatz" ab.Am Morgen des zweiten Konferenztages empfing Münsters Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson die Tagungsteilnehmenden im Friedenssaal des Historischen Rathauses.Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson bat Christopher R. Browning und die Initiatorinnen und Initiatoren der Tagung sich im Goldenen Buch der Stadt Münster einzutragen.Svenja Bethkes referierte über den "jüdischen Ordnungsdienst" in den Ghettos Litzmannstadt, Warschau und Wilna.Die Polizei des spanischen Franco-Regimes habe eng und aus freien Stücken mit der deutschen Gestapo kooperiert, erklärte Patrick Bernhard.Nach seinem Vortrag über die niederländische Polizei unter deutscher Besatzung diskutierte Guus Meershoek (rechts) mit dem Moderator Martin Cüppers (links), den anderen Podiumsgästen und dem Publikum.Der Chor des Münsteraner Gymnasiums Paulinum begleitete unter der Leitung von u.a. Konstantin Voßhoff den Festakt zu Ehren Christopher R. Brownings musikalisch mit Liedern von Gegnern und Verfolgten des Nationalsozialismus.Münsters Stadträtin Cornelia Wilkens und Staatssekretär Klaus Kaiser im Gespräch nach ihren Eröffnungs- und Grußworten.Norbert Frei hielt die Laudation auf Christopher R. Browning.Der Vortrag von Christopher R. Browning im Historischen Rathausfestsaal interessierte nicht nur die Tagungsteilnehmenden, sondern auch Münsters Bürgerinnen und Bürger.Thomas Pegelow Kaplan stellte den, dem Ehrengast Christopher R. Browning gewidmeten, Sammelband "Beyond 'Ordinary Men'" vor.Thomas Pegelow Kaplan fragte, wie und ob sich eine Universalisierung des Holocaust zum "moralischen Standard" in der öffentlichen Wahrnehmung entwickelt habe.Panel-Moderatorin Mirjam Zadoff stellte eine Nachfrage an Thomas Pegelow Kaplan.Peter Römer, vom Geschichtsort Villa ten Hompel, stellte zwei "I’s" als Gelingensfaktoren für die historisch-politische Bildung vor: Irritation und Individualisierung.Eine in San Francisco von Shoah-Überlebenden gegründete Organisation bietet ein Programm an, in dem Nachkommen von Überlebenden darauf vorbereitetet werden, öffentlich über ihre Familienhistorie sprechen zu können, erklärte Alexis HerrJoel Zisenwine sprach über seine Arbeit in der Abteilung zur Ehrung der "Gerechten unter den Völkern" in Yad Vashem und über die wenigen Polizeibeamten, denen dieser Titel verliehen wurde.Eine Podiumsdiskussion über didaktische Vermittlungsstrategien schloss die Tagung ab. Dabei (v. l. n. r.) Moderatorin Sabine Mecking, Dervis Hizarci, Sybille Steinbacher, Christopher Browning, Elke Gryglewski, Yariv Lapid und Christoph Spieker.Simon Lengemann (bpb) hieß die Tagungsteilnehmenden am letzten Konferenzmorgen willkommen.



Tagungsdokumentation (November 2019)

Lessons & Legacies

Seit nunmehr drei Jahrzehnten treffen sich alle zwei Jahre die maßgebenden Akteurinnen und Akteure der Holocaustforschung und stellen ihre Erkenntnisse vor. "Lessons and Legacies of the Holocaust" heißt diese Reihe von Fachkonferenzen, deren 15. Ausgabe 2019 erstmals in Europa stattfand – dem Schauplatz der Verbrechen. Dementsprechend programmatisch war der Titel "The Holocaust in Europe".

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Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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