Unter dem Motto „Zukunft mitgestalten – Dein Blick nach vorne“ konnten sich junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren aus ganz Deutschland für den Jugenddemokratiepreis 2026 bewerben. Die Jugendjury und die bpb bedanken sich vielmals für die zahlreichen eingegangenen Bewerbungen, die beeindruckend zeigen, wie vielfältig und kreativ junge Menschen ihre Stimme für Demokratie und Teilhabe einsetzen!
In diesem Jahr verleiht die Jugendjury den Jugenddemokratiepreis an das Projekt „#VSOistbunt – Vielfalt leben“. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 3.000 € verbunden. Zudem wurde das Projekt „Inside Marxloh – Mädchen erobern ihren Stadtteil“ von der Jugendjury für eine Würdigung ausgewählt. Wir gratulieren herzlich!
Preisträgerprojekt 2026: #VSOistbunt – Vielfalt leben
(© Projektteam #VSOistbunt)
(© Projektteam #VSOistbunt)
Das Projekt „#VSOistbunt – Vielfalt leben“ wird seit 2022 von Schüler*innen der Von-Sanden-Oberschule aus Lemförde in Niedersachsen umgesetzt. Es hat zum Ziel, Rassismus und Diskriminierung an der Schule abzubauen, Vielfalt sichtbar zu machen und ein Zeichen für Respekt, Toleranz und ein wertschätzendes Miteinander zu setzen. Im Rahmen des Projekts haben die Schüler*innen, begleitet von ihrer Lehrerin, mit u. a. Projekttagen, Mut mach-Workshops, Podiumsdiskussionen und Lesungen Raum für Austausch und Begegnung geschaffen. Als ausgebildete „Courage Coaches“ bieten sie zudem einen geschützten Raum (Safer Place) für Beratung und Unterstützung an. In einem Podcast geben die Schüler*innen Einblicke in ihr Projekt und die Schulgemeinschaft.
Würdigung für Inside Marxloh – Mädchen erobern ihren Stadtteil
(© Inside Marxloh )
(© Inside Marxloh )
Das Projekt „Inside Marxloh – Mädchen erobern ihren Stadtteil“ wird seit 2024 von der Universität Münster, der Duisburger Werkkiste und der Herbert-Grillo-Gesamtschule durchgeführt. Es richtet sich an in Duisburg-Marxloh lebende Mädchen mit herausfordernder Zuwanderungsgeschichte. Gemeinsam konzipieren sie eine Stadtteilführung, bei der sie Außenstehenden ihre persönliche Sichtweise auf ihr Viertel zeigen, das deutschlandweit medial oft monothematisch als „Problemviertel“, „No Go-Area“ oder „migrantische Endstation“ konstruiert wird. Die Stadtteilführung wird öffentlich angeboten und kann von allen Interessierten gebucht werden.
Der Jugenddemokratiepreis ist ein Preis für junges Engagement. Der Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung wird von einer Jugendjury geplant und ausgerichtet. Seit 2008 werden besonders engagierte junge Menschen mit Preisgeldern bis zu 3.000 Euro prämiert. Die Jugendjury besteht aus ehrenamtlichen Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden zwischen 16 und 26 Jahren. Es ist also ein Preis von jungen Menschen für junge Menschen.
Die Ausschreibung 2026 des Jugenddemokratiepreis kann