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Handlungsräume im autoritären Russland | bpb.de

Handlungsräume im autoritären Russland Up To East #6

Datum der Veranstaltung Donnerstag, 14. März 2024
Uhrzeit der Veranstaltung 18:30 – 20:00 Uhr
Ort der Veranstaltung Berlin
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Über die Veranstaltung

Die Projektgruppe Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Bundeszentrale für Politische Bildung lädt Sie am 14.03.2024 um 18:30 Uhr zu der Podiumsdiskussion „Handlungsräume im autoritären Russland“ ein. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Up to East, die sich mit den Hintergründen aktueller politischer, gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen und Ereignisse in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas auseinandersetzt.

In Russland lässt sich Wladimir Putin Mitte März für weitere sechs Jahre zum Präsidenten küren. Im Vorfeld der sogenannten Wahlen nehmen die staatlichen Repressionen weiter zu. Das Regime setzt auf Terror, um seine Stabilität in der Kriegswirtschaft zu sichern. Längst sind zahlreiche Akteur:innen der politischen und zivilgesellschaftlichen Opposition ins Exil gegangen. Wer noch geblieben ist, geht mit jeder kritischen Äußerung ein hohes Risiko ein.

In dieser Situation wird die Frage nach der Möglichkeit und Unmöglichkeit von Widerstand sehr grundsätzlich diskutiert. Die Hoffnung auf ein „anderes Russland“ schwingt dabei ebenso mit wie die Frustration über die Apathie der Bevölkerung und hohe Zustimmungswerte für das Regime.

Gemeinsam mit unseren Gästen Alissa Ganiewa, Elena Kotenotschkina, Elena Stein und Yury Borovskikh versuchen wir eine nüchterne Bestandsaufnahme und fragen danach, welche politischen und zivilgesellschaftlichen Handlungsräume es in Russland aktuell überhaupt noch gibt für Menschen, die mit der politischen Situation insgesamt und dem verbrecherischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht einverstanden sind. Moderieren wird die Journalistin Tamina Kutscher.

Die Projektgruppe Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Bundeszentrale für Politische Bildung lädt Sie am 14.03.2024 um 18:30 Uhr zu der Podiumsdiskussion „Handlungsräume im autoritären Russland“ ein. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Up to East, die sich mit den Hintergründen aktueller politischer, gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen und Ereignisse in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas auseinandersetzt.

Die Veranstaltung findet auf Russisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt.

Alissa Ganieva bereichert mit ihrem Werk den russischsprachigen literarischen und literaturkritischen Diskurs um kaukasische Perspektiven. Sie ist politische Aktivistin und Mitglied des Moscow PEN Centre. Seit 2022 lebt und arbeitet sie im Exil.

Elena Kotenochkina ehemalige Vorsitzende und Kommunalabgeordnete des Moskauer Bezirks Krasnoselkij. Sie musste aus Russland fliehen, nachdem sie sich öffentlich gegen den Krieg positionierte. Ihr drohen sieben Jahre Haft. Sie lebt im litauischen Exil und arbeitet gegen russische Propaganda und Desinformation.

Dr. Elena Stein ist Soziologin, Politikwissenschaftlerin und Leiterin des Center for Independet Social Research in Berlin. Sie hat zum Thema Wehrpflicht und Staatsbürgerschaftskrise in Russland promoviert und dabei Strategien der Einberufung und der Verweigerung untersucht.

Yury Borovskikh ist Soziologe und Vorsitzender des 2023 in Berlin gegründeten Vereins Russland hinter Gittern e.V. Der Verein wendet sich gegen politische Repressionen und führt Kultur- und Bildungsprojekte durch, die sich mit den Problemen der russischen Gefängnisse befassen.

Tamina Kutscher ist Journalistin, Slawistin und Historikerin. Sie ist Vorstandsmitglied des internationalen Journalistennetzwerks n-ost.org und war von 2016 bis 2023 war sie Chefredakteurin der Medien- und Wissenschaftsplattform dekoder – Russland und Belarus entschlüsseln.

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsadresse:
Bundeszentrale für politische Bildung
Veranstaltungssaal im 4. OG
Friedrichstr. 50
10117 Berlin

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anfahrtsbeschreibung:
Bundeszentrale für politische Bildung
Friedrichstraße 50 / Checkpoint Charlie
10117 Berlin

Der Veranstaltungsaal befindet sich im 4. OG und ist mit dem Fahrstuhl erreichbar.

Bei einer Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind die Linien U2 und U6 bis zur Station Stadtmitte zu empfehlen.

Hinweise zur Teilnahme:
Teilnahmegebühr: Der Eintritt ist frei.
Aufgrund der begrenzten Raumkapazität wird um Anmeldung gebeten.

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