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Diskurs der Zumutungen | bpb.de

Diskurs der Zumutungen Versuch mit Jazz, Dada und moderner Kunst den (Un-)Sinn der Welt zu erfassen

Datum der Veranstaltung Sonntag, 04. Mai 2025
Uhrzeit der Veranstaltung 15:00 – 17:00 Uhr
Ort der Veranstaltung Bonn
Download-Link: Termin herunterladen

Über die Veranstaltung

Ein Gespräch zur politischen Dimension von Kultur- und Kunstverständnis in stürmischen Zeiten.

Kunst und Kultur fungieren als Sensor und Kampfzone der Ideologien, damals und heute. Eine völkische Sicht auf die Freiheit der Kunst fußt in der Diskreditierung und Bedrohung von kulturellen Einrichtungen und Personen, die sich für eine offene, progressive Kulturpolitik engagieren.

Im Zentrum des Gesprächs stehen die unterschiedlichen Rezeptionsverläufe und Verbindungslinien von Jazz und Dadaismus im deutsch-deutschen Verhältnis. Dabei geht es auch um die aktuelle Rolle von Kunst und Kultur vor dem Hintergrund historischer Stigmatisierung, Instrumentalisierung sowie Ausgrenzung durch eine vermeintlich binäre Interpretation der Gesellschaft und der Welt.

Jazz und Dada sind aus ihrer Entstehungsgeschichte heraus eng mit der künstlerischen Reaktion auf gesellschaftliche Prozesse und Katastrophen im internationalen Kontext verbunden. Sie verstehen sich als grenzüberscheitende Formate, mittels Improvisation und Kreativität als Normen sprengender Gegenpol einer völkischen Leitkultur der Ab- und Ausgrenzung.

Im Verlauf des Gespräches soll auch der Umgang mit Jazz und Dada in Ost und West reflektiert werden. Das Zuhören fand unter anderen Zusammenhängen und Zugangsmöglichkeiten statt. Gleichwohl hat der Jazz eine eigene Form des Dialogs ermöglicht, der über das Musikalische hinaus wirkte. Dada wiederum verlangt eine Öffnung der eigenen Wahrnehmungsmuster und vermittelt damit neue Perspektiven auf die Welt und prägt ein eigenes Selbstverständnis auf die Sicht der Dinge. Beides geht einher mit Zumutungen bei der Aneignung, nicht nur für die Hörgewohnheiten. Das Einlassen auf Neues, Respekt gegenüber dem Anderen und Offenheit sind entscheidende Voraussetzungen für eine Persönlichkeitsentwicklung und die Befähigung zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Sonntag 04.05.25 von 15:00 – 17:00

15:00 Uhr
Begrüßung durch Thomas Krüger, Präsident der bpb und Peter Materna, Künstlerischer Leiter des Jazzfest Bonn

15:10 Uhr
Podiumsgespräch

  • Dr. Bert Noglik, Musikjournalist, Kurator, Autor Leipzig

  • Jörg Herold, Künstler, Performer, Leipzig/Rothspalk

  • Prof. Dr. Karen van den Berg, Zeppelin Universität Friedrichshafen

Moderation: Götz Lehmann, bpb

Im Anschluss an das Gespräch werden Thomas Krüger & Anke Lucks Fümms Bö Brass ab 19 Uhr im Rahmen des Jazzfest Bonn Externer Link: Externer Link: www.jazzfest-bonn.de eine musikalische Bearbeitung und Rezitation von Kurz Schwitters‘ „Ursonate“ im fußläufigen Haus der Geschichte vortragen. Die aktuell im Haus der Geschichte laufende Ausstellung „Nach Hitler – Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ ist an diesem Tag bis 19 Uhr geöffnet. Gäste des Jazzfest-Bonn-Doppelkonzerts können die Ausstellung vor Konzertbeginn besuchen, der Eintritt ist frei.

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsadresse:
bpb:medienzentrum
Bundeskanzlerplatz 2e
53113 Bonn

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Zielgruppe:
Interessierte BürgerInnen, Kunst Interessenten

Hinweise zur Teilnahme:
Teilnahmegebühr: keine
Bitte melden Sie sich bis zum 02.05.2025 an.

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