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Critical Peace Studies – aktuelle und transnationale Perspektiven | bpb.de

Critical Peace Studies – aktuelle und transnationale Perspektiven Vortrag und Gespräch mit Mahdis Azarmandi, Mariam Salehi und Veronika Zablotsky

(© bpb)
Datum der Veranstaltung Donnerstag, 09. Juli 2026
Uhrzeit der Veranstaltung 18:00 – 21:00 Uhr
Ort der Veranstaltung Berlin
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Über die Veranstaltung

Welche Debattenstränge prägen gegenwärtig die Friedens- und Konfliktforschung? Wie ermöglicht ein transdisziplinärer Ansatz, prozessuale und relationale Dimensionen von Krieg, Konflikt, und Gewalt differenziert und ganzheitlich zu analysieren? Welche Bedeutung kommt dabei dekolonialen, rassismuskritischen Perspektiven zu? Die Aktualität dieser Fragen hat in den letzten Jahren erneut deutlich an Relevanz gewonnen.

Im Rahmen der Veranstaltung werden in einem einführenden Input mit anschließendem Panelgespräch zentrale gegenwärtige Diskurse rund um die Friedens- und Konfliktforschung vorgestellt und kritisch analysiert. Im Fokus stehen insbesondere das Verhältnis lokaler und globaler Dynamiken sowie die Verflechtung historischer, gesellschaftspolitischer, kultureller und ökonomischer Dimensionen von Krieg und gewaltsamem Konflikt. Der Blick auf globale Macht- und Hierarchisierungslinien und damit verbundene diskursive Rahmungen rückt hierbei ins Zentrum.

Die Veranstaltung bietet Einblicke in die theoretischen und politischen Debatten der Critical Peace Studies und lädt nicht zuletzt dazu ein, die Relevanz dieser für die politische sowie historisch-politische Bildung gemeinsam zu reflektieren und weiterzudenken.

Die Veranstaltung findet auf English statt. Eine Simultanübersetzung ins deutsche wird angeboten.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden.

Mahdis Azarmandi

Dr. Mahdis Azarmandi ist Wissenschaftlerin im Bereich Friedens- und Konfliktforschung, deren Arbeit untersucht, wie Krieg und Frieden innerhalb eines globalen Systems strukturiert werden, das von Imperialismus, Kapitalismus und Kolonialismus geprägt ist. Ihre Forschung hinterfragt, wie vorherrschende „Friedens“-Konzepte oft die ungleiche Verteilung von Gewalt verschleiern und wie globale Hierarchien bestimmen, welche Konflikte anerkannt, legitimiert oder ignoriert werden. Ihre Arbeit zum Thema „rassistisches Schweigen in der Friedensforschung“ zeigt auf, wie Race diese Unterscheidungen untermauert, und hinterfragt Narrative, die den Westen als Ort des Friedens positionieren, während Gewalt anderswo verortet wird.

Dr. Azarmandi arbeitet derzeit an der University of Canterbury an der Fakultät für Erziehungswissenschaften, Abteilung für Sozial- und Kulturwissenschaften in der Bildung. Ihre Lehre und Forschung verbinden Friedensforschung mit Fragen der Gerechtigkeit und konzentrieren sich darauf, wie Machtsysteme Wissen, Institutionen und den Alltag prägen. Ihre interdisziplinäre Arbeit umfasst Bildung, Antirassismus und Erinnerungsarbeit und untersucht, wie Geschichten von Gewalt und Kampf in verschiedenen Kontexten weitergegeben, hinterfragt und neu interpretiert werden.

Mariam Salehi

Dr. Mariam Salehi ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet an der Schnittstelle von Internationalen Beziehungen und Friedens- und Konfliktforschung. Sie leitet die Nachwuchsforschungsgruppe „Transnationale Konflikte“ am INTERACT Zentrum für Interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung an der Freien Universität Berlin, die sich mit Kämpfen um Gerechtigkeit und Wandel sowie Wissenspolitik der Gewalt befasst. Derzeit arbeitet sie insbesondere zu Reparationen und der Rolle von technischer Arbeit in emanzipatorischen Kämpfen.

Veronika Zablotsky

Dr. Veronika Zablotsky ist politische Theoretikerin und forscht zu globaler Migrations- und Imperialgeschichte, transnationaler Solidarität und sozialen Bewegungen sowie Postsozialismus, Neoliberalismus und Diaspora in der SWANA Region. Sie promovierte in Feminist Studies, Politikwissenschaft, Critical Race & Ethnic Studies und Ideengeschichte an der University of California, Santa Cruz. Zu ihren Veröffentlichungen zählen die Sammelbände Beyond Sanctuary: The Humanism of a World in Motion (Duke University Press, 2025), Solidaritäten transformieren. Infrastrukturen und Praktiken in der Migrationsgesellschaft (Adocs, 2025) und das Handbuchkapitel „Affecting Appeals: Armenian Refugee Narratives in the Archives of Early Humanitarian Discourse“ in The Routledge Handbook of Refugee Narratives (Routledge, 2023). Sie lehrte zuletzt am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin.

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsadresse:
bUm
Paul-Lincke-Ufer 21
10999 Berlin
Externer Link: www.bum.berlin/

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung

Anfahrtsbeschreibung:
U8 (Schönleinstraße)
M29 (Ohlauer Straße)
Weitere Informationen zur Anfahrt finden Sie Externer Link: hier.

Anmeldung:

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