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Kinderarmut und politische Bildung | bpb.de

Kinderarmut und politische Bildung Programm

Mittwoch,

Zeitraum Beschreibung
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Anmeldung und Begrüßungskaffee

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Begrüßung

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Keynote

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Rückfragen aus dem Publikum/ Fragerunde

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Interaktives Kennenlernen unter den Teilnehmenden

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Kaffeepause - Vernetzungszeit

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Workshop-Session Teil A

A1: Kinderarmut und politische Teilhabe: Nicht über, sondern mit jungen Menschen sprechen – ein Workshop mit Related e. V


Der Verein Related e.V. ist ein Zusammenschluss von Schüler(inne)n und Lehrer(inne)n aus Berlin Neukölln. Sie stellen sich gegen die Stigmatisierung sogenannter „Brennpunktschulen“ und wollen davon berichten, was es wirklich heißt, an solchen Schulen zu lernen und zu lehren.

In diesem Workshop geht es darum, zu verdeutlichen, auf wie vielen Ebenen sich Bildungsungerechtigkeit auswirkt und welche Hürden es innerhalb des Bildungssystems gibt. Dafür vertauschen wir die Rollen, so dass Lernende zu Lehrenden werden und ihre Geschichten erzählen. Teilnehmende können sich hier für diese Erfahrungen sensibilisieren und mit den related students darüber ins Gespräch kommen, was jeder Mensch in seinem Arbeits- und Verantwortungsgebiet umsetzen kann.

  • N.N., Related e.V., related students, Berlin (angefragt)


A2: Politische Bildung armutssensibel gestalten


Kinder, die von Armut betroffen sind, erleben Angebote politischer Bildung manchmal als „nicht für mich“: Wenn sich Sprache, Beispiele oder Zugänge nicht an ihren Lebensrealitäten orientieren, kann das Scham, Unsicherheit oder das Gefühl von Ausgeschlossenheit auslösen. In diesem Workshop schauen wir genau hin, was ein Leben in Armut aus wissenschaftlicher und persönlicher Perspektive bedeutet. Dabei wird Claudia Wanner aus erster Hand berichten, wie ihre Lebenswirklichkeit als alleinerziehende, armutsbetroffene Mutter konkret aussah. Mit kurzen Inputs, Diskussionen und Übungen identifizieren wir gemeinsam blinde Flecken und entwickeln praxistaugliche Wege, wie Teilhabe gelingt: würdevoll, barrierearm und so, dass Perspektiven armutserfahrener Kinder sichtbar und ernst genommen werden.

  • Claudia Wanner, Armutserfahrene und Gründerin der Interessengemeinschaft Langzeitarbeitsloser


  • Rebecca Lo Bello, Wirtschaftssoziologin und Projektleiterin beim Ev. Fachverband für Arbeit und soziale Integration


A3: Politische Bildung dort anbieten, wo Kinder leben


Politische Bildung erreicht Kinder und Jugendliche häufig nicht dort, wo sie ihren Alltag verbringen. Gerade junge Menschen in Armutslagen nehmen außerschulische Bildungsangebote seltener wahr – nicht aus mangelndem Interesse, sondern weil Zugänge fehlen oder Angebote nicht ihren Lebensrealitäten entsprechen. Dieser Workshop richtet den Blick auf politische Bildung im Sozialraum: Wie können Kinder und Jugendliche in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld erreicht werden? Welche Rolle spielen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Quartiere, Schulen oder Familienzentren?

Anhand von Praxisbeispielen diskutieren wir, welche Voraussetzungen erfolgreiche sozialräumliche Kooperationen brauchen und wie an Orten des Alltags Erfahrungen demokratischer Selbstwirksamkeit geschaffen werden können.

  • N.N., Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH, Münster (angefragt)


  • Tabea Thomsen,Projekt „Inside Marxloh“ der Universität Münster, der Duisburger Werkkiste und der Herbert-Grillo-Gesamtschule


A4: Kinderarmut intersektional betrachten


Kinderarmut ist selten nur eine Frage fehlender finanzieller Ressourcen. Häufig gehen Armutserfahrungen mit weiteren Benachteiligungen einher – etwa durch Klassismus, Rassismus oder andere Diskriminierungsformen. Der Workshop nimmt diese Verschränkungen in den Blick und diskutiert, welche Konsequenzen sie für den Zugang zu politischer Bildung und demokratischer Teilhabe haben.

Wie wirken verschiedene Formen sozialer Ungleichheit zusammen? Welche Barrieren erleben Kinder und Jugendliche im Alltag? Und wie kann politische Bildung Angebote schaffen, die ihre Lebensrealitäten ernst nehmen, Zugänge erleichtern und Selbstwirksamkeit stärken?

  • Dr. Nora Jehles, Institut für Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung und Pädagogik der frühen Kindheit, TU Dortmund (angefragt)


  • Patricia Sanchez, Arbeiter-Samariter-Jugend NRW (angefragt)


A 5: Demokratie lernen im frühkindlichen Alltag


Kinder erleben die Welt nicht alle unter denselben Voraussetzungen. Armut beeinflusst Teilhabechancen, Selbstvertrauen und die Möglichkeiten, eigene Interessen einzubringen. Kindertageseinrichtungen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Benachteiligungen entgegenzuwirken und allen Kindern, unabhängig von ihren sozialen Lebensrealitäten, eine gleichberechtigte Teilhabe am Alltag zu ermöglichen. Dabei spielt die gelebte Partizipation eine zentrale Rolle. Durch Partizipation im Kita-Alltag erleben Kinder erste demokratische Selbstwirksamkeitserfahrungen.

Anhand von Beispielen guter Praxis aus Sicht pädagogischer Fachkräfte zeigt dieser Workshop Möglichkeiten auf, Kinder im frühkindlichen Alltag paritätisch zu beteiligen, sie in ihrer Selbstständigkeit zu bestärken, Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen und demokratische Bildung zu initiieren.

  • Sabrina Jostameling, Fachbereichsleitung Berufliche Bildung, Haus Neuland e.V.Haus Neuland


  • Bettina Huhn, Diplom-Kulturpädagogin, Theaterpädagogin, Multiplikatorin des Landes NRW für alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich


bis

Abendessen und Ende Tag 1

Donnerstag,

Zeitraum Beschreibung
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Ankommen und anknüpfen

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Workshop-Session Teil B

B1: Kriterien für armutssensible politische Bildung


Wie sollten politische Bildungsangebote für Kinder aussehen, damit sie armutssensibel sind – also niemandem das Gefühl geben, „nicht gemeint“ zu sein? Im Workshop entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam konkrete Kriterien, um Ansprache und Umsetzung möglichst inklusiv und diskriminierungssensibel zu gestalten. Dazu schauen wir uns beispielhafte Veranstaltungskonzepte, Aufgabenstellungen und Gesprächsformen an und diskutieren diese anhand der Kriterien. In kurzen Analyse- und Verbesserungsübungen überführen wir die Ergebnisse direkt in praktische Handlungsideen: worauf beim Planen, Formulieren und Durchführen geachtet werden muss, damit Teilhabe gelingt, ohne zu beschämen oder auszuschließen.

  • Claudia Wanner, Armutserfahrene und Gründerin der Interessengemeinschaft Langzeitarbeitsloser


  • Rebecca Lo Bello, Wirtschaftssoziologin und Projektleiterin beim Ev. Fachverband für Arbeit und soziale Integration


B 2: Alle Kinder in Partizipation und Beteiligung bringen – gemeinsam wirken und Kooperationen stärken


Eine Vielzahl von Akteuren beschäftigt sich in den unterschiedlichsten Feldern mit der Schaffung von Möglichkeiten für die Inklusion auch armutsbetroffener Kinder und Jugendlicher: Wie können alle Kinder wirksam an Beteiligungsprozessen teilhaben – unabhängig von ihrer sozialen Lage? Dieser Workshop richtet sich an kommunale Fachkräfte, zivilgesellschaftliche Akteur(inn)e(n) und Fachmenschen aus der politischen Bildungsarbeit. Gemeinsam werden Ansätze vorgestellt und diskutiert, wie Kooperationen vor Ort gestärkt und Zugänge zu Beteiligung verbessert werden können. Ideen und Strategien für tragfähige Kooperationsmodelle und die Sensibilisierung für dieses Thema insbesondere im Feld der politischen Bildung und ihrer Netzwerke mit z.B. Jugendhilfe, Schulen, Kommunen und Zivilgesellschaft finden hier Raum.

  • N.N., Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), Berlin (angefragt)


  • Mirza Demirović, Nordstadtliga e.V., Dortmund


B 3: Kinder und Jugendliche als Mitgestaltende


Eine vielfältige Landschaft von Trägern und Einrichtungen bieten ein breites Angebotsspektrum für Kinder und Jugendliche an.

Diese sind jedoch nicht nur Betroffene oder eine „Zielgruppe“, sondern sie sind auch Expert(inn)en ihrer eigenen Lebenssituation. Ihre Einbindung als Mitgestaltende in bildungspolitische sowie in freizeitbezogene Angebote stellt einen notwendigen Schritt dar. Welche organisatorisch-pädagogischen Prozesse - in geschützten wie auch in offenen Räumen – sind notwendig, um die Potenziale und die Selbstwirksamkeit von Jugendlichen als Mitgestaltende zu erkennen und weiter zu entwickeln. Was müssen dabei die betreffenden Einrichtungen lernen und verlernen?

  • Radia Bouzerb, Projekt „powerMIND“, Dr. Moroni-Stiftung, Bonn (angefragt)


  • Tabea Thomsen, Projekt „Inside Marxloh“ der Universität Münster, der Duisburger Werkkiste und der Herbert-Grillo-Gesamtschule


B4: Fachkräfte stärken


Wie gelingt es, Fachkräfte in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien so zu stärken, dass Kinderarmut nicht als „Einzelschicksal“, sondern als gesellschaftliche Aufgabe verstanden und politisch wirksam adressiert wird? Wie und an welchen Stellen können Fachkräfte Kinder und Jugendliche mit Armutserfahrungen stärken und gerechtere Zugänge und Chancen ermöglichen? Der Workshop zeigt anhand praxiserprobter Ansätze Wege, wie Fachlichkeit, Haltung und Handlungssicherheit in Sozialarbeit und politischer Bildung dazu beitragen können. Gemeinsam diskutieren wir Herausforderungen, Rahmenbedingungen sowie konkrete Methoden zur Zusammenarbeit, Vernetzung und zur Unterstützung betroffener Kinder.

  • Saloua Mohammed, Professorin für Rassismuskritik und Empowerment, Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Standort Stuttgart


  • Simone Feldmann, Leiterin der Kita-Betriebe der Stadt Wuppertal (angefragt)


B5: Finanzen und Strukturen


Viele gute Ideen für armutssensible politische Bildung scheitern nicht am Engagement der Beteiligten, sondern an fehlenden finanziellen Mitteln sowie strukturellen Ressourcen. Wie können integrierte Konzepte zum Aufbau von Präventionsketten und zur Stärkung von Bildungsbeteiligung aussehen? Wie können Projekte langfristig abgesichert werden? Welche Förderprogramme kommen in Frage? Worauf kommt es bei der Antragstellung an?

In diesem Workshop geben Expert(inn)en Einblicke in Förderlandschaften auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

  • André Neupert, Referent Kinderarmutsprävention, Deutsches Kinderhilfswerk e. V., Berlin


  • Sophia Kobe Hölken, Koordinatorin kommunaler Präventionskette "kinderstark-NRW schafft Chan-cen", Stadt Dortmund


bis

World Café

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Abschluss im Plenum

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Mittagsimbiss und Abreise

Weitere Inhalte

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Join the Loop

Der Trailer zu der neuen Videoreihe "Join the Loop" im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Join the Loop - Marti Fischer

In der letzten Folge spricht Marti Fischer über seine ganz persönliche Beziehung zu Musik, Partizipation und was musikalische Freiheit für Kinder und Jugendliche bedeuten kann.

Werkstatt

HanisauLand.de – die Kinderseite der bpb

HanisauLand ist eine interaktive Webseite der bpb, die Lust auf Politik macht und Kinder ab 8 Jahren an politische Themen heranführt. Lehrende finden hier vielfältiges Material für den Unterricht.

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Seit einigen Jahren wird vermehrt über Identitätspolitik diskutiert – meist in Form von Kritik an Teilen der Linken. Die Vorwürfe lauten unter anderem: Identitätspolitik fragmentiere die…

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