Zwischen Vielfalt und Abgrenzung: Wenn rechte Ideologien in der Kita ankommen Online-Fachtage Rechtsextremismus zu Organisationsstrukturen, Ideologien und Zielen einer heterogenen Szene
Rechtsextremismus ist längst kein ausschließliches Phänomen von Jugendkulturen oder politischen Extremgruppen. Rechtsextreme, rassistische oder andere menschenfeindliche Einstellungen werden immer weiter verbreitet und können damit auch im Alltag von Kindertageseinrichtungen sichtbar werden. Für pädagogische Fachkräfte stellt sich deshalb zunehmend die Frage, wie mit rechtsextremen und menschenfeindlichen Positionierungen im Umfeld der Kita professionell umgegangen werden kann.
Dabei kann die Auseinandersetzung unterschiedliche Ebenen betreffen: Eltern bringen diskriminierende Positionen in die Einrichtungen mit ein, Kinder greifen Vorurteile und gesellschaftliche Stereotype auf und auch die Fachkräfte selbst können in einem Spannungsfeld unterschiedlicher politischer und pädagogischer Überzeugungen stehen. Letztere können zudem mit Symbolen, Sprache, Social-Media-Inhalten oder Verschwörungserzählungen konfrontiert werden, deren Bedeutung nicht immer unmittelbar erkennbar ist.
Gerade diese unterschiedlichen Erscheinungsformen stellen pädagogische Fachkräfte vor Herausforderungen. Was ist tatsächlich zu beobachten? Wie lässt sich eine Situation fachlich einordnen? Wie kann eine angemessene Reaktion aussehen? Rechtsextreme Einstellungen lassen sich dabei nicht immer direkt erkennen und einordnen. Rechtsextreme Akteurinnen und Akteure können sich an gesellschaftliche Kontexte anpassen und beispielsweise über Elternvertretungen, Nachbarschaftsinitiativen oder vermeintlich unpolitische Angebote in soziale Räume hineinwirken.
Kindertageseinrichtungen sind nicht nur Betreuungs- und Bildungsorte, sondern zentrale Erfahrungsräume. Kinder entwickeln bereits in den ersten Lebensjahren Vorstellungen darüber, wie soziale Beziehungen funktionieren, wer dazugehört, wie mit Unterschieden umgegangen wird und welche Regeln für das Zusammenleben gelten. Damit kommt Kitas eine besondere Bedeutung für die Entwicklung demokratischer Orientierung zu. Hierfür bedarf es der Stärkung einer demokratischen und diskriminierungssensiblen Praxis.
Dieser Online-Fachtag widmet sich diesen Herausforderungen und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Perspektive der pädagogischen Praxis. Welche Formen können Rechtsextremismus und Rechtspopulismus im Kita-Kontext annehmen? Wo liegen die Grenzen der Erziehungspartnerschaft? Wie können Einrichtungen ihre Konzeption und ihre pädagogische Praxis demokratisch und diskriminierungssensibel gestalten?
Hinweise zur Veranstaltung
Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung
Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden, kommunalen Verwaltungen, der Justiz sowie interessiertes Fachpublikum
Pressekontakt:
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Anmeldung:
Teilnahmegebühr: Keine Teilnahmegebühr
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