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NSU – erinnern, fragen, handeln: Schüler*innen im Gespräch | bpb.de

NSU – erinnern, fragen, handeln: Schüler*innen im Gespräch

(Henning Schlottmann / Wikimedia Commons https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kein_Schlussstrich_5610.jpg)
Datum der Veranstaltung Freitag, 20. November 2026
Uhrzeit der Veranstaltung 09:00 – 15:45 Uhr
Ort der Veranstaltung Berlin
Download-Link: Termin herunterladen

Über die Veranstaltung

Zwischen 2000 und 2007 ermordete die rechtsterroristische Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zehn Menschen. Hinzu kamen Bombenanschläge und weitere Gewalttaten. Über Jahre wurden die rassistischen Motive der Mordserie nicht erkannt beziehungsweise nicht angemessen verfolgt. Stattdessen gerieten Angehörige und Menschen aus den betroffenen Communities vielfach selbst unter Verdacht. Der NSU-Komplex steht deshalb nicht nur für rechtsterroristische Gewalt, sondern wirft auch Fragen nach Rassismus, staatlicher Verantwortung, medialer Berichterstattung und gesellschaftlicher Aufarbeitung auf.

Der schulische Projekttag „NSU – erinnern, fragen, handeln: Schüler*innen im Gespräch“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Kaulsdorf stellt die Lebensgeschichten der vom NSU ermordeten Menschen und die Perspektiven ihrer Angehörigen in den Mittelpunkt.

Rund 60 bis 80 Schüler*innen ab 14 Jahren setzen sich in Gesprächen mit Angehörigen, biografischen Werkstätten, einer künstlerischen Performance und thematischen Workshops mit den Folgen des NSU-Terrors auseinander. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Forderungen der Angehörigen, Fragen nach institutioneller Verantwortung, Rassismus, Erinnerungskultur und demokratischem Handeln.

Die Schüler*innen arbeiten mit ausgewählten Quellen, Bildern und Erinnerungszeugnissen, stellen eigene Fragen und tauschen sich darüber aus, welche Handlungsmöglichkeiten sie selbst in Schule und Alltag haben. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Gruppen in einem gemeinsamen Galeriegang zusammengetragen und reflektiert.

Der Projekttag orientiert sich an den Grundsätzen des Beutelsbacher Konsenses. Die Bildungsangebote sind altersgerecht, multiperspektivisch und dialogorientiert gestaltet. Sie bieten Raum für unterschiedliche Sichtweisen und Fragen, fördern die eigenständige Urteilsbildung der Schüler*innen und ermöglichen die Reflexion eigener Handlungsmöglichkeiten.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich und richtet sich ausschließlich an die teilnehmenden Schüler*innen.

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsadresse:
Gymnasium Kaulsdorf
Erich-Kästner-Straße 52
12619 Berlin-Kaulsdorf

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Kaulsdorf

Zielgruppe:
Etwa 60–80 Schüler*innen ab 14 Jahren (schulinterne Veranstaltung)

Pressekontakt:
Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Interner Link: Pressestelle.

Hinweise zur Teilnahme:
Teilnahmegebühr: kostenfrei
Geschlossener Projekttag; keine öffentliche Teilnahme oder Anmeldung.

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