A new sign designates a third floor unisex restroom at a Kent State University student center in Kent, Ohio, Thursday, May 17, 2007. The University is accommodating transgender students with a newly relabeled unisex restroom that has four images on the door: a man, a woman, a person in a wheelchair and a man and a woman separated by a slash. The concept, which the school hopes to expand in its new buildings and renovation projects, reflects a growing trend on U.S. campuses.

8.5.2012 | Von:
Arn Sauer
Jana Mittag

Geschlechtsidentität und Menschenrechte im internationalen Kontext

Lebenslagen und Diskriminierung von Inter* und Trans*

Weltweit sind viele Trans* und Inter* trotz der sich allmählich verbessernden internationalen Menschenrechtslage nach wie vor Ziel von Diskriminierung und Gewalt bis hin zu Kapitalverbrechen.

Gesundheit.
In den meisten Ländern dieser Welt ist eine juristische sowie medizinische Geschlechtsangleichung an das Identitätsgeschlecht versagt beziehungsweise ist an hohe und entmündigende Hürden geknüpft. Dies können zwingend vorgeschriebene Operationen, die Sterilisation oder auch hohe Behandlungskosten sein.[15] Die derzeit international anerkannten Klassifizierungssysteme für Krankheiten führen die Diagnose "Geschlechtsidentitätsstörung" entweder als psychische Gesundheitsstörung (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, kurz: DSM) oder listen Transsexualität als Geistes- und Verhaltensstörung (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, kurz: ICD).

Die medizinischen Diagnosen Transsexualität und Intersexualität werden einerseits dazu benutzt, Trans* und Inter* als abweichend und krank zu stigmatisieren. Andererseits bildet der Krankheitsstatus beziehungsweise der Leidensdruck an der gesellschaftlichen Reaktion in manchen Ländern die Basis für die Kostenerstattung medizinischer Maßnahmen. Zugang zu medizinisch überwachter und bezahlbarer Hormontherapie und geschlechtsangleichenden Maßnahmen gibt es nur in wenigen Ländern.[16] Qualitätsstandards für Operationen existieren häufig nicht.

In Ländern, in denen keine trans*- oder inter*-spezifische gesundheitliche Betreuung existiert, und dort, wo Trans* und Inter* nicht die Vorbedingungen für eine medizinische Behandlung erfüllen, besorgen sie sich häufig die Hormone auf dem Schwarzmarkt und nehmen diese ohne medizinische Betreuung ein. Ebenso ohne medizinische Aufsicht spritzen viele Transfrauen industrielles Silikon zum Brustaufbau ein oder lassen Genitalanpassungen (vor allem Emaskulationen) ausführen - mit oft gravierenden gesundheitlichen Schäden bis hin zur Todesfolge.[17]

In Indien wird Trans* häufig unterstellt, HIV-positiv beziehungsweise an AIDS erkrankt zu sein.[18] Aufgrund der so projizierten vermeintlichen Übertragungs- und Ansteckungsgefahr für andere Menschen sind oft nur Sterilisations- beziehungsweise Kastrationsmethoden und geschlechtsangleichende Maßnahmen außerhalb von Krankenhäusern verfügbar, die nicht sicher sind und meist zu Komplikationen, mitunter zum Tod führen. Sind trans* und inter* Menschen tatsächlich HIV-infiziert, sind sie oft Mehrfachdiskriminierung ausgesetzt.

Während Trans* häufig unter der Verweigerung gewollter medizinischer Behandlung leiden, werden Inter* durch Zwangsbehandlungen traumatisiert. Sie werden vor allem in den ausdifferenzierten Gesundheitssystemen des globalen Nordens, aber auch vermehrt im Süden, im nicht-einwilligungsfähigen Alter ohne tatsächliche medizinische Notwendigkeit geschlechtszuweisend operiert. Kleinkindliche Genitale gelten bis zu einer gewissen Größe als "uneindeutig" und werden operationstechnisch bedingt meist als weiblich angelegt. Traumatisierende Weiterbehandlungsmethoden (etwa Bougieren, das künstliche Weiten der Neo-Vagina) sind die Folge. Die meisten Neo-Genitale weisen - entgegen medizinischer Machbarkeitsversprechen - keine oder keine ausgeprägte Sensibilität auf, Unfruchtbarkeit ist oft eine weitere Konsequenz. Medizinische Fehler oder Fehlbehandlungen können kaum nachvollzogen werden, da eine Akteneinsicht vor allem für im Säuglingsalter vorgenommene Eingriffe oft nicht gewährleistet ist beziehungsweise Verjährungsfristen greifen. Inter* Aktivist_innen bezeichnen diese in vielen Ländern gängige Praxis als Genitalverstümmelung,[19] die den betreffenden Personen die Möglichkeit zur freien geschlechtlichen und sexuellen Selbstentfaltung nimmt. Die wichtigste Forderung für eine verbesserte Situation für Inter* lautet daher, gesundheitlich nicht zwingend erforderliche medizinische Eingriffe nur im einwilligungsfähigen Alter vorzunehmen. Nach dem Prinzip der vorherigen informierten Zustimmung sollten Inter* selbst wählen können, ob, wann und welche geschlechtsangleichende Maßnahmen sie durchführen lassen möchten.[20]

Klinische Ethikkommissionen, bestehend aus Psycholog_innen, Medizinethiker_innen, Endokrinolog_innen und weiterem Fachpersonal, sollen neuerdings etwa in Brasilien Eltern bei der Geburt eines als DSD[21] klassifizierten Kindes in ihrer Entscheidung unterstützen. Betroffenenorganisationen lehnen Fremdentscheidungen jedoch grundsätzlich ab. Sie kritisieren zudem, dass der neue medizinische Terminus DSD für Intersex darauf ausgelegt ist, immer mehr Intersexvarianten, beispielsweise auf genetischer Basis, zu identifizieren und unzutreffenderweise als behandlungsbedürftig darzustellen.[22] Es besteht auch die Befürchtung, dass mittels pränataler Diagnostik Eltern bei DSD entweder eine pränatale Hormonbehandlung oder gar der Schwangerschaftsabbruch nahegelegt wird.[23]

In Australien und Kolumbien haben Gerichtsurteile das elterliche Zustimmungsrecht anstelle ihrer geschäftsunfähigen Kinder bei geschlechtszuweisenden Eingriffen bereits stark eingeschränkt - aber nicht unmöglich gemacht.[24] Auch in Deutschland konnte sich der Deutsche Ethikrat nicht zu dem von Intersex-Verbänden dringend geforderten Moratorium für solche Operationen durchringen.[25] Die unkritische Einführung solch westlicher medizinischer Standards gefährdet Inter* zunehmend auch im globalen Süden. Dies gilt vor allem für die wenigen noch vorhandenen vorkolonialen Gesellschaften, die von der Zweigeschlechtlichkeit abweichende sozioreligiöse Strukturen kennen, in denen Inter* und Trans* geschützt leben können.[26]

Personenstand und rechtliche Lage.
Um diskriminierungsfrei im Identitätsgeschlecht zu leben, ist für viele Trans* und manche Inter* der Zugang zu Verfahren für die Geschlechtseintragung und Vornamensänderung entscheidend.[27] Ausweisdokumente weisen oft das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht aus. Verfahren zur Änderung sind, wenn überhaupt vorhanden, langwierig und bürokratisch. In dieser Zeit sind Trans* und Inter* häufig in ihrer Teilhabe an Bildung, dem Arbeitsmarkt, an Sozial- und Gesundheitssystemen eingeschränkt und in ihrer Bewegungs- und Reisefreiheit gehindert.

Im Rahmen des Transrespekt-versus-Transphobie-Projektes wurden 61 Länder unter anderem auf die Möglichkeit hin untersucht, den Vornamen sowie die Geschlechtseintragung rechtlich zu ändern. In 30 Ländern sind Änderungen möglich, allerdings sind diese an jeweils variierende Bedingungen geknüpft, in der Regel jedoch psychiatrische Gutachten, geschlechtsangleichende Maßnahmen und mitunter auch die Unfruchtbarmachung umfassen.[28]

Auch in den meisten afrikanischen Ländern fehlt bisher eine geschlechterspezifische Antidiskriminierungsgesetzgebung. Eine Ausnahme bildet die Gender Recognition Legislation in Südafrika. Das Problem liegt hier allerdings in der Umsetzung des Gesetzes: In der Realität stoßen viele Trans* und Inter* ohne operative geschlechtsangleichende Maßnahmen, die im Gesetz zwar nicht explizit gefordert werden, trotzdem auf Probleme bei den Behörden. Diese können häufig erst dann gelöst werden, wenn mit Hilfe von Selbsthilfegruppen Anwälte eingeschaltet werden oder dies angedroht wird. Allerdings haben viele Trans* (wie auch Lesben, Schwule, Bisexuelle und Inter*) häufig keinen Zugang zu den wenigen Beratungsangeboten und wissen demnach nicht, wie sie die grundsätzlich gute Rechtslage zu ihrem Schutz einsetzen können.

In vielen Ländern werden trans*- und inter*-spezifische Bedürfnisse kaum von nicht-trans* oder -inter* Menschen, der Öffentlichkeit und auch der Politik wahrgenommen werden. Es existieren kaum Informationsangebote, verschiedene Geschlechtidentitäten und sexuelle Orientierungen werden von den wenigen, die sensibilisiert sind, unter der Kategorie LSBTI zusammengefasst und in der öffentlichen Wahrnehmung häufig mit Homosexualität gleichgesetzt - und sexuelle Handlungen zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen sind in einer Vielzahl von afrikanischen und islamisch geprägten Staaten kriminalisiert, die Strafen gehen bis hin zur Todesstrafe. Insgesamt ist ein besorgniserregender Trend zur Kriminalisierung auch von trans* Ausdrucksweisen zu beobachten.

Obwohl hierzulande vor allem von Ethnolog_innen oft als Positivbeispiel zitiert, kämpft auch die trans*, inter* und hijra-Community in Indien nach wie vor um eine rechtliche Anerkennung ihrer Identität(en). 2009 wurden die Begriffe sexuelle Orientierung und LSBT in die indische Verfassung aufgenommen. Geschlechtsidentität und Trans*/Inter*/hijra werden jedoch nicht explizit genannt. In Dokumenten, wie dem Pass, der Wähleridentifikationskarte oder auch im Zensus können sich Trans* inzwischen als "andere(s)" Geschlecht eintragen, wenn sie sich nicht als Mann oder Frau identifizieren. Individuelle Trans*-Identitäten können jedoch nicht angegeben werden. Ebenso kann das Geschlecht auf Geburtsurkunden nach wie vor nicht geändert werden. Am fortschrittlichsten innerhalb Indiens ist die Gesetzgebung für Trans* im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Dieser verfolgt eine offene Politik gegenüber Transfrauen/hijra und hat eine Reihe unterstützender Maßnahmen eingeführt, unter anderem eine besondere Zuständigkeit für Trans* in den sozialen Sicherungssystemen. Die National Legal Services Authority hat die Transgender inzwischen in die Definition marginalisierter Gruppen integriert. Dies ermöglicht Trans* beispielsweise die Inanspruchnahme eines kostenlosen Rechtsbeistands.

Obwohl auf nationaler Ebene gesetzlich nicht kriminalisiert, sind in Argentinien travesti, Transsexuelle und Transgender ähnlichen lokalen Regelungen unterworfen, die zum Beispiel das Tragen der Kleidung des anderen Geschlechtes in der Öffentlichkeit oder das Anbieten von Sex-Dienstleistungen - oft die einzige Einnahmequelle - im Namen der Aufrechterhaltung der öffentlichen Moral und Ordnung unterbinden.[29] Gleichzeitig verfügt Argentinien über den derzeit weltweit fortschrittlichsten Gesetzentwurf zur rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsangleichung. Die Personenstandsänderung ist qua Eigenerklärung möglich und verzichtet auf eine pathologisierende Diagnose. Zusätzlich gewährt er Trans* auf Basis der freien, informierten Zustimmung Zugang zu allen gewünschten medizinischen Maßnahmen innerhalb eines staatlich finanzierten Gesundheitssystems.[30]

Aufgrund der noch kaum existenten inter*-Bewegung und der allgemeinen Unsichtbarkeit von Inter* werden nur äußerst selten Fälle von Diskriminierung aktenkundig. Einer der wenigen ist der Fall Muasya in Kenia. Die intersexuelle Person, die als Mann lebte und wegen der Teilnahme an der Gruppenvergewaltigung einer Frau verurteilt wurde, reichte gegen die für sie als falsch empfundene Unterbringung im Männergefängnis Klage ein.[31] Ohne die Gründe für die Verurteilung in Abrede zu stellen, verdeutlicht dieser Fall die generelle Problematik der Geschlechtertrennung in öffentlichen Einrichtungen für Inter* wie für Trans*.

Sozioökonomische Situation.
Armut und Arbeitslosigkeit stellen für trans* Personen überall auf der Welt eine elementare Sorge dar. In den meisten Ländern des Globalen Südens sind sie damit automatisch in ihrer Existenz bedroht. Viele sehen aufgrund ihrer extremen Stigmatisierung keinen anderen Ausweg als Sexarbeit oder die Arbeit in anderen illegalen oder gefährlichen Untergrundökonomien. Sind Trans* berufstätig, sind sie an ihrem Arbeitsplatz Diskriminierung im Sinne von Mobbing und Schikanen durch die Arbeitgeber_innen oder Kolleg_innen ausgesetzt.[32] In Indien können viele trans* und inter* Menschen nicht zur Schule gehen und nicht legal arbeiten, da sie auf allen gesellschaftlichen Ebenen diskriminiert werden. Akzeptanz finden transfrauen/hijra und inter* Menschen nur in traditionellen, aber stigmatisierten "Berufen" wie Segnungen (gegen Geld oder Geschenke) und Betteln. Auch in Südost- und Ostasien leiden Trans* besonders unter Armut.

Gewalt, gesellschaftliche Diskriminierung


und Stigmatisierung.
Transphobie[33] überschneidet sich teilweise mit Homophobie, denn besonders Personen mit nicht geschlechtskonformen Auftreten sind Ziel von Diskriminierung und Gewalt.[34] Die Dunkelziffern sind sehr hoch. So wird zum Beispiel in Ländern des Balkans Gewalt zum Teil von den eigenen Familien, aber vor allem von Polizei, extremistischen Gruppen und Hooligans ausgeübt. Auch in afrikanischen Ländern ist das Maß an Diskriminierung und Gewalt sehr hoch: mitunter kommt es zu Folter und Morden. Eine Ursache könnte in der erhöhten Sichtbarkeit und internationalen Thematisierung von lesbisch-schwulen Anliegen liegen, die Gegenreaktionen auslöst.

Von politischen Entscheidungsträgern und anderen wird die Gewalt entweder propagiert oder sie verhalten sich nicht dazu. Nur selten finden sich öffentliche Fürsprecher, die sich für den Schutz der Menschenrechte von LSBTI einsetzen. All dies schafft ein gesellschaftliches Klima der Kriminalisierung und Stigmatisierung. In verschiedenen Ländern wie dem Senegal wurden Trans* von der Polizei inhaftiert, misshandelt und missbraucht. Auch in Indien werden sie häufig von Polizisten zum Sex gezwungen - ohne eine Möglichkeit, Beschwerde einzulegen oder sich rechtlich dagegen zu wehren. In Tansania wurden mehrere Trans* exhumiert und deren Körper tagelang öffentlich zur Schau gestellt. Straflosigkeit bis offene Unterstützung bestärkt die Täter in ihrem Verhalten. Die menschenrechtlichen Garantien auf Schutz vor willkürlichen Festnahmen, Folter und unmenschlicher Behandlung werden von Polizei und Sicherheitskräften missachtet.

Es gibt auch Positivbeispiele zum Verhalten einflussreicher öffentlicher Personen, beispielsweise im pazifischen Raum. So wird das TLA & Pacific Sexual Diversity Network von hochrangigen Personen wie dem Premierminister von Samoa, den Präsidenten von Papua Neuguinea und Fidschi, verschiedenen Ministern und Mitgliedern des Königshauses Tonga unterstützt. Ein Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass Trans* schon immer in der Region sichtbar waren. Präkoloniale Gesellschaftsordnungen des globalen Südens und Ostens hatten durchaus nicht-heteronormative und -binäre Lösungen vorgesehen, die jedoch häufig über die Kolonialzeit in Vergessenheit gerieten beziehungsweise durch diese gezielt verdrängt wurden.[35]

Die Förderung der Menschenrechte von "T" und "I" wäre jedoch unvollständig, würde sie nur den globalen Süden und Osten in den Blick nehmen. Die westliche Introspektive zeigt schnell: Selbst in den Ländern des Nordens sind LSBTI weder rechtlich noch gesellschaftlich vollkommen gleichgestellt - auch nicht in Deutschland, wie die fortgesetzte Ungleichbehandlung der eingetragenen Lebenspartnerschaft, der medizinisch-rechtliche Umgang mit Zwittern sowie das erst 2011 vom Bundesverfassungsgericht als Menschenrechtsverletzung außer Kraft gesetzte Sterilitätsgebot im Transsexuellengesetz verdeutlichen. Das niederländische Transsexuellengesetz schreibt die Sterilität nach wie vor zwingend vor und ruft internationale Menschenrechtsorganisationen auf den Plan.[36]

Fußnoten

15.
Zum Beispiel ist derzeit noch in 17 Ländern des Europarates die Sterilisation zwingende Voraussetzung für eine Geschlechtsangleichung; vgl. online: http://fra.europa.eu/fraWebsite/attachments/FRA-2011-Homophobia-Update-Report_EN.pdf (12.4.2012).
16.
Vgl. online: www.transrespect-transphobia.org/sheets/sheet3.php?table=2 (12.4.2012).
17.
Vgl. online: www.transrespect-transphobia.org/en_US/mapping.htm (12.4.2012).
18.
Vgl. Vortrag von Agniva Lahiri, People Like Us, bei der Veranstaltung "Transrechte sind Menschenrechte" der Heinrich-Böll-Stiftung am 5.10.2011 in Berlin, Videomitschnitt online: www.gwi-boell.de/web/lgbti-de-trans-rechte-sind-menschenrechte-4080.html (12.4.2012).
19.
Vgl. Arn Sauer/Lucy Chebout, Menschenrechte fördern! Deutsche Unterstützung für die lesbisch-schwule, bi-, trans- und intersexuelle (LSBTI) Menschenrechtsarbeit im globalen Süden und Osten, Berlin 2011, S. 10.
20.
Alle Intersex-Verbände teilen diese zentralste aller Forderungen, vgl. Internationale Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (IVIM), online: www.intersexualite.de, Organisation Internationale des Intersexués (OII), online: www.intersexualite.org, TransInterQueer e.V., online: www.transinterqueer.org, Intersexuelle Menschen e.V., online: www.intersexuelle-menschen.net (12.4.2012).
21.
Disorder of Sex Development: medizinischer Fachbegriff für Sexualdifferenzierungsstörungen, früher Intersexualität genannt.
22.
Nur bei Intersex-Konditionen, die mit Salzverlust einhergehen beziehungsweise bei Verwachsungen der Harnröhre sind diese Effekte unmittelbar behandlungsbedürftig - der inter* Status an sich nicht.
23.
Vgl. Dan Christian Ghattas, Intersexualität und Entwicklungszusammenarbeit, in: Hirschfeld-Eddy-Stiftung (Anm. 9), S. 88-91, hier: S. 88.
24.
Vgl. Garry L. Warne/Annabelle Mann, Ethical and legal aspects of management for disorders of sex development, in: Journal of Paediatrics and Child Health, 47 (2011) 9, S. 661-663; Alison Davidian, Beyond the Locker Room. Changing Narratives on Early Surgery for Intersex Children, in: Wisconsin Journal of Law, Gender & Society, 26 (2011), S. 1-22.
25.
Vgl. Deutscher Ethikrat, Intersexualität. Stellungnahme, Berlin 2012.
26.
Vgl. Sally Gross, Intersex, status and law in South Africa and Africa in general. Vortrag im Rahmen der Konferenz "African Same-Sex Sexualities & Gender Diversity", Pretoria, 13.-17.2.2011, online: http://asssgd.org.za/wp-content/uploads/2010/06/W1202.doc (12.4.2012).
27.
Auch Inter* müssen oft den transsexuellen Weg wählen, wenn sie das ihnen bei Geburt zugewiesene Geschlecht nicht oder nicht länger als zutreffend erleben, aber schon geschlechtszuweisend behandelt wurden.
28.
Vgl. online: www.transrespect-transphobia.org/sheets/sheet1.php?table=1 (12.4.2012).
29.
Vgl. Aluminé Moreno, The politics of visibility and the GLTTTBI movement in Argentina, in: Feminist Review, 89 (2008), S. 138-143, hier: S. 138.
30.
Vgl. Mauro Cabral, Argentina adopts historic gender identity bill, 12.1.2011, online: http://tgeu.org/Argentina_adopts_historic_gender_identity_bill (12.4.2012).
31.
Vgl. Sibongile Ndashe, The battle for the recognition of LGBTI rights as human rights, in: Perspectives. Political analysis and commentary from Africa, 4 (2010), S. 4-9.
32.
Vgl. z.B. Vlatka Fretic/Persson Perry Baumgartinger, Transpersonen am österreichischen Arbeitsmarkt, Wien 2008.
33.
Trotz der überall auf der Welt verbreiteten Angst vor dem Monströsen hat es "Interphobie" bislang nicht in den allgemeinen Wortschatz und das allgemeine Bewusstsein geschafft.
34.
Seit dem TvT Projektstart 2008 wurden bis März 2012 weltweit in 55 Ländern insgesamt 816 Morde an trans*Personen mit steigenden Fahlzahlen dokumentiert; vgl. online www.transrespect-transphobia.org/en_US/tvt-project/tmm-results/march-2012.htm (12.4.2012).
35.
Vgl. Georg Klauda, Die Vertreibung aus dem Serail. Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt, Hamburg 2008.
36.
Vgl. Human Rights Watch, Controlling Bodies, Denying Identities. Human Rights Violations against Trans People in the Netherlands, New York 2011.