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26.5.2002 | Von:
Heinrich Langerbein

In der internationalen Entwicklungspolitik stecken erhebliche Finanzreserven

Durch eine international abgestimmte Reform der Entwicklungspolitik werden die Mittel zunehmend gekürzt. Trotzdem kann die Effizienz der Entwicklungshilfe deutlich gesteigert werden.

Einleitung

Entwicklungshilfe ist entgegen den Anfangserwartungen immer noch nicht überflüssig. Angesichts der Außenverpflichtungen der westlichen Regierungen gegenüber Osteuropa, dem Balkan und zunehmender Lasten im Inland kann nicht ausgeschlossen werden, dass in naher Zukunft die Etatmittel für die Entwicklungshilfe weiter beschnitten werden. Ohne Rücksicht auf Tabus und Erbhöfe muss daher überprüft werden, wie die vorhandenen Mittel optimal verwendet werden können. Bei der Auswahl der Entwicklungsländer, bei der Bemessung des Hilfevolumens im Einzelfall, aber auch bei öffentlichen Schuldendiensterleichterungen kann nicht mehr so großzügig wie bisher verfahren werden. Sparen ist nicht nur die Devise des deutschen Bundesfinanzministers. Diesem Gebot müssen sich auch die Entwicklungspolitiker vieler Regierungen beugen.