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26.5.2002 | Von:
Joachim H. Spangenberg
Sylvia Lorek

Sozio-ökonomische Aspekte nachhaltigkeits-
orientierten Konsumwandels

Die Rolle des Haushaltskonsums wird bei einer nachhaltigen Produktions- und Konsumweise oftmals unterschätzt. Eine Bewertung ist allerdings nur durch eine neue Methodik möglich.

I. Einleitung

Ein für die Entwicklung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster zentraler gesellschaftlicher Akteur sind die privaten Haushalte. Sie sind die wirtschaftlichen Einheiten, in denen der Lebensalltag einschließlich Beruf und gesellschaftlichem Leben für eine Person allein oder für mehrere gemeinsam organisiert wird. Hierzu sind Entscheidungen über die Ausstattung und Größe der Haushalte nötig, die sich in wirtschaftlichem Handeln genauso niederschlagen wie die Entscheidungen über die Aufteilung von Arbeits-, Sozial- und Freizeit oder den Einsatz der Ausstattung zur Erfüllung bestimmter Bedürfnisse. Dabei treffen diese Haushaltsentscheidungen eine Wahl zwischen unterschiedlichen Varianten der Bedürfniserfüllung, die zum Teil auch auf den gewünschten Nebenfunktionen von Produkten wie Statussymbol, Selbstdefinition oder Abgrenzung gegenüber anderen beruht [1] .

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    Das Streben der Menschen bei der Organisation des Alltags wie der Freizeit geht dahin, ein "gutes Leben" [2] zu haben; was jedoch darunter verstanden wird, ist individuell verschieden.


    Es gibt folglich nicht das Leitbild eines zukunftsfähigen Konsums. Die Individualität der Konsumentenentscheidungen ist ein konstitutives Element der modernen demokratischen und pluralistischen Gesellschaft, das von Szenarien nachhaltiger Lebensweisen nicht in Frage gestellt wird [3] . Allerdings werden Konsumenten-Entscheidungen heute wie zukünftig stark von den Rahmenbedingungen beeinflusst. Dazu zählen politische Rahmensetzungen, Preise, verfügbare Technologien, Einkommensniveau und Einkommensverteilung, gesellschaftliche Normen und gruppenspezifische Leitbilder sowie nicht zuletzt die Einflüsse von Werbung und Marketing.

    Ein Teil dieser Faktoren wird im Folgenden in seinem Bezug zur Nachhaltigkeit (mit Schwerpunkt Umweltrelevanz) des privaten Konsums diskutiert; zur Abschätzung ihrer Wirkungen sind jedoch zuvor einige methodische Festlegungen erforderlich.
  • II. Nachhaltiger Konsum - Was ist das?

    Nachhaltigkeit ist mehr als Umweltverträglichkeit: Sie beinhaltet neben der aus gutem Grund viel zitierten ökologischen Dimension auch eine soziale (die Sicherung des Zusammenhalts der Gesellschaft im weitesten Sinne), eine ökonomische (die Sicherung der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit als Grundlage der Bedürfnisbefriedigung) sowie eine institutionelle Dimension (nicht nur die Gestaltung der gesellschaftlichen Organisationen, sondern auch die nicht formaler Institutionen wie Gewohnheiten, Wertvorstellungen etc.) [4] . In allen vier Dimensionen lassen sich Oberziele formulieren, die zwar keine detaillierten Handlungsanweisungen bieten können und sollen, wohl aber Richtungsangaben hin zu mehr Nachhaltigkeit. Es handelt sich also um ein normatives Konzept, d. h. eines, in dem von gesellschaftlich zu definierenden Zielen auf die anzuwendenden Maßnahmen geschlossen wird. Mit anderen Worten: Es gibt nicht das Nachhaltigkeitsmodell, aber eine gemeinsame Richtung für viele verschiedene Kulturen und Lebensstile hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Gerade diese Diversität der strategischen Ansätze wie der Umsetzungsformen erfordert einerseits Prioritätensetzungen und andererseits die Fähigkeit, mit Widersprüchen leben zu können - auch das gehört zu nachhaltigen Lebensstilen.

    Konsum, hier verstanden als Konsum der Haushalte [5] , ist zunächst dann nachhaltig, wenn er dazu beiträgt, die oben genannten komplexen Ziele umzusetzen, so weit dies in der Macht der Haushalte und ihrer Entscheidungen steht. Nachhaltiger Konsum ist also umweltbewusst, sozialverträglich, wirtschaftlich und partizipativ.

    Diese sehr breit gefasste, eher ungewöhnliche Definition von nachhaltigem Konsum mag zunächst verwirren - sie entspricht aber der Nachhaltigkeitsdefinition, wie sie von den Vereinten Nationen verwandt wird. Nachhaltiger Konsum ist ein ständiger Optimierungsprozess, der auf individueller Abwägung beruht und unterschiedliche Präferenzen und Konsummuster beinhaltet.

    Für eine derartige Optimierung sind die Konsumentinnen und Konsumenten jedoch auf umfassende, produktbezogene Informationen angewiesen, die ihnen erlauben, ihre nachhaltigkeitsrelevanten Prioritäten in Konsumentscheidungen umzusetzen. Dabei ergeben sich drei Grundsatzprobleme:

    1. Die verfügbaren relevanten Informationen sind im Umweltbereich recht ausführlich, für die soziale Dimension sporadisch und darüber hinaus fast nicht vorhanden. Der weitere Schwerpunkt dieses Beitrags liegt demgemäss auf der Umweltrelevanz des Konsums.

    2. Konsumentscheidungen werden produktspezifisch getroffen, sodass viele der verfügbaren, aber nicht produkt- oder verhaltensspezifischen Umweltinformationen nicht anwendbar sind. Ökologische Konsumindikatoren können diese Lücke zumindest teilweise schließen.

    3. Die Entscheidungskompetenz der Haushalte ist beschränkt. Sie können zwar durch ihre Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglich hergestellten Produkten und Dienstleistungen deren Marktposition stärken, sind jedoch immer nur einer von mehreren beteiligten Entscheidungsträgern. Akteursmatrizen für die einzelnen Schlüsselindikatoren verdeutlichen dies.

    III. Ökologischer Konsum - Was können Haushalte tun?

    Nahezu alles, was Menschen in ihrem Alltagsablauf an Gütern oder Dienstleistungen kaufen, hat Auswirkungen auf die Umwelt. Diese Auswirkungen beginnen bei der Herstellung von Produkten, fallen während des Gebrauchs an und wirken mitunter noch lange Zeit, nachdem ein Produkt seinen Nutzen verloren hat. Wie aber ist die Umweltrelevanz des Konsums zu fassen, jenseits von Einzelbeispielen? Welche Umweltfolgen sind den Konsumenten zuzurechnen, welche den übrigen wirtschaftlichen Akteuren?

    Die volkswirtschaftliche Statistik folgt dem Postulat, dass die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen der Befriedigung der Endnachfrage in einer Volkswirtschaft dient. Dieser wird zugerechnet, was von der Volkswirtschaft an Ressourcen verbraucht und an Schadstoffen freigesetzt wird. Lediglich der Export lässt sich nicht auf die inländische Bevölkerung umrechnen. Die Wirtschaft taucht in dieser Sichtweise nicht als eigenständiger Verursacher auf. Als Konsequenz werden in dieser spezifischen Form der Input-Output-Analyse weit über 80 Prozent des gesamten Umweltverbrauchs den privaten Haushalten zugerechnet. Dabei handelt es sich jedoch um ein statistisches Maß, das nichts über die tatsächlichen Einflussmöglichkeiten des Akteurs Haushalte aussagt und dies auch nicht reklamiert. Da aber gerade die möglichen Handlungspotentiale Gegenstand des öffentlichen Interesses sind, können Zahlen von 80 Prozent und mehr zu politisch relevanten Missverständnissen führen und bedürfen der Relativierung durch eine akteursbezogene Betrachtung.

    Alternativ zum volkswirtschaftlichen wird häufig ein hauswirtschaftlicher Referenzrahmen genutzt, der das Alltagsverhalten privater Haushalte in den Vordergrund der Betrachtungen stellt und in etwa das Feld der Haushaltsumweltberatung widerspiegelt. Für einen solchen Bemessungsrahmen spricht das Interesse der Haushalte an erfahrbaren und möglichst direkt im Haushalt quantitativ erfassbaren Größen von Umweltverbrauch, die ihnen eine konkrete Handlungsorientierung geben können. Zu dem bewusst wahrnehmbaren Umwelteinfluss, den Haushalte über ihren Energie-, Strom- und Wasserverbrauch in ihrem Haushalt nehmen können, kommt der finanzielle Vorteil, den eine Verbrauchsreduktion in diesen Bereichen mit sich bringt: Die wirtschaftlich attraktiven Einsparmöglichkeiten sind in der Regel ökologisch sinnvoll, wenn auch mangels der Erfassung indirekter Effekte die Umweltentlastung nicht quantifizierbar ist. Im Vergleich zum volkswirtschaftlichen bietet der hauswirtschaftliche Erfassungsrahmen also eher handlungsorientierende Hinweise, ohne dass diese jedoch quantitativ unterlegt sind und so Prioritäten begründen könnten.

    Weder der volks- noch der hauswirtschaftliche Rahmen sind in der Lage, ökologische Handlungsprioritäten für den Akteur Haushalte quantitativ darzustellen. Notwendig ist statt dessen eine Methodik, deren Nutzung es den Haushalten ermöglicht, ihren hauswirtschaftlichen Handlungsspielraum zur Reduzierung des volkswirtschaftlichen Umweltverbrauchs optimal auszuschöpfen.

    Umweltverbrauch setzt sich für jedes Konsumgut aus verschiedensten Nutzungen und Beeinflussungen der Umwelt durch den Menschen zusammen. Da die ökologischen Probleme vielfältig sind, und da Problemsubstanzen unterschiedliche Wirkungen haben können, da ferner die unterschiedlichen umweltbelastenden Substanzen miteinander interagieren können, ist eine vollständige Beschreibung extrem aufwändig. Alle diese Belastungen zu einem Belastungsindex zu aggregieren ist zwar möglich [6] , bedarf aber der Definition von Gewichtungsfaktoren, die als Relevanzkriterien wertgebunden sind und nur aufgrund subjektiver Einschätzung, nicht aber auf Basis wissenschaftlicher Tatsachen definiert werden können. Angaben über Flächenverbrauch im Wohnungsbau und Schwermetallbelastung im Abwasser haben kein gemeinsames Maß und lassen sich deshalb nicht aggregieren. Ökonomen haben als gemeinsames Maß die geldliche Bewertung vorgeschlagen, messen damit aber eher die politisch durchaus relevante gesellschaftliche Reaktion auf ökologische Sachverhalte denn diese selbst.

    Ökologisierung des Konsums bezieht sich auf die objektive Belastung der Umwelt, integriert über alle Belastungskategorien. Geht man davon aus, dass auch zukünftig die Nutzung gesundheits- und umweltschädlicher Einzelstoffe kurzfristig rechtlich geregelt werden muss, so ist die Verringerung der Grundbelastung die Langfristaufgabe nachhaltigen Konsums. Um potentielle Schäden der Umwelt - und damit auch Belastungen des Menschen - möglichst gering zu halten, bietet es sich an, bereits durch die Verringerung des Umweltverbrauchs auf der Input-Seite die Gesamtbelastungen, und so auch die Gefährdungen auf der Output-Seite, zu verringern. Dementsprechend wird zur Bewertung und Messung von Umweltbelastung zunehmend der Ressourcenverbrauch herangezogen [7] .

    Jede menschliche Aktivität benötigt Materialien zu ihrer Konkretisierung, Energie zu ihrer Durchführung sowie einen Ort, an dem sie stattfinden kann, als so genannte Schlüsselressourcen. Dabei ist unübersehbar, dass eine spezifische Belastung der Umwelt sich nicht notwendigerweise proportional zum Ressourcenverbrauch - ausgedrückt als Energie- und Materialverbrauch sowie Flächennutzungsintensität - entwickelt. Trotzdem gilt, dass Umweltbelastung und Ressourcenverbrauch gleichsinnig erfolgt, d.h., ein höherer Energieverbrauch, mehr Flächenbelastung oder größere Stoffströme führen zu höheren Umweltschäden. Diese lassen sich durch Ressourcenverbrauchserfassung nicht messen, wohl aber in ihrer Dynamik charakterisieren [8] . Im Umkehrschluss heißt das, dass eine systematische Reduktion des Ressourcenverbrauchs sich auf eine Vielzahl von konkreten Umweltproblemen entlastend auswirken würde [9] .

    Für die Erfassung der Umweltwirkungen des Konsums stellen sich nun zwei Hauptfragen:

    1. Welche Lebensbereiche haben in der gesamtgesellschaftlichen Betrachtung einen signifikanten Anteil am Umweltverbrauch?

    2. Welches sind die Lebensbereiche (Bedarfsfelder), in denen die Haushalte überhaupt einen nennenswerten Einfluss auf den Umweltverbrauch haben?

    Der mögliche Einfluss der Haushalte auf den Umweltverbrauch ist in unterschiedlichen Konsumbereichen verschieden groß, sodass es für eine Analyse des Umweltverbrauchs privater Haushalte geboten erscheint, diese getrennt zu betrachten. Folgende Bedarfsfelder decken dabei den umweltrelevanten Konsum der Haushalte ab [10] :

    Bauen und Wohnen, Ernährung, Freizeit, Gesundheit, Bekleidung, Waschen und Reinigen, Hygiene, Bildung, Mobilität sowie gesellschaftliches Zusammenleben.

    Die Bereiche Bildung, Gesundheit, Sicherheit im gesellschaftlichen Zusammenleben etc. stellen zwar relevante Konsumbereiche dar, sind aber in der Regel Staatskonsum und nicht Haushaltskonsum. Textilien, Waschen und Reinigen machen zusammen unter zehn Prozent der gesamten Stoff- und drei Prozent der Energieverbräuche aus, Gesundheit (fünf Prozent), Hygiene und Körperpflege (zwei Prozent) liegen noch niedriger - die resultierenden Einsparpotentiale liegen also im Bereich von wenigen Prozenten. In dieser Hinsicht können die letztgenannten Konsumbereiche als ökologisch und politisch weniger zentral betrachtet werden, auch wenn Bereiche wie Kleidung wegen ihres lebensqualitäts- und statusprägenden Charakters eine wichtige symbolische Bedeutung aufweisen. So ist z.B. die unter Umweltfreunden/innen verbreitete Haltung, Mode abzulehnen und auf Second-Hand-Textilien zu setzen, eine durchaus legitime und wichtige Frage von Lebensstilpräferenzen, aber kaum eine ökologisch ausschlaggebende Entscheidung.

    Soweit der direkte und indirekte Umweltverbrauch durch die privaten Haushalte beeinflussbar ist [11] , geschieht dies also zu überwiegenden Teilen durch nur drei Konsumbereiche:

    1. Bauen und Wohnen, einschließlich Renovieren, Umbauen, Heizen;

    2. Mobilität, einschließlich Freizeit und Reisen;

    3. Ernährung (einschließlich Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln, ohne Kochen/Kühlen).

    Um hauswirtschaftliche Handlungsmöglichkeiten in diesen aus volkswirtschaftlicher Sicht dominanten Bedarfsfeldern aufzuzeigen, sind die quantitativ wichtigsten Verursachungsdynamiken in jedem dieser Felder und darauf bezogen wenige zentrale Handlungsoptionen zu identifizieren. Zugespitzt können diese mittels Indikatoren kommuniziert und die Umsetzungserfolge mit denselben Indikatoren überwacht werden [12] . So wurden für das größte Bedarfsfeld Bauen und Wohnen die in der Übersicht genannten Indikatoren entwickelt, die jeweils ein Handlungsfeld charakterisieren [13] . Damit ist konkretisiert worden, an welchen Handlungsfeldern Haushalte als relevante Akteure teilhaben, jedoch bleibt zu verdeutlichen, in welches Akteursgeflecht sie eingebunden sind. Dies kann auf der Basis von Ad-hoc-Bewertungen in Form von Akteursmatrizen für jedes der drei prioritären Bedarfsfelder spezifiziert werden, wie für das Beispiel Bauen und Wohnen veranschaulicht wird [14] .

    Mit Hilfe einer derartigen Darstellung werden die wichtigsten Handlungsfelder ebenso direkt offensichtlich wie die in jede Politikformulierung einzubeziehenden Akteure. So kann eine Indikatoren- und Akteursmatrix zur Integration der Bedingungen nachhaltigen Konsums in eine gesamtgesellschaftliche Transformationsstrategie zu einer dauerhaft-umweltgerechten Entwicklung genutzt werden.

    IV. Konsumwandel als Beitrag zu einer integrierten nachhaltigen Entwicklung

    Möglichkeiten eines nachhaltigkeitsorientierten Konsumwandels werden häufig diskutiert, ohne die parallelen Veränderungen in anderen Lebenssphären - insbesondere im Produktionsbereich - ins Auge zu fassen. Eine derartige Sichtweise, welche die größeren Zusammenhänge nicht ausreichend berücksichtigt, kann jedoch nicht überzeugen - Konsumnormen bilden sich nicht nur in Haushalten, sondern sie stellen gesellschaftliche Phänomene dar. Erstmalig für Deutschland hat die Studie "Arbeit und Ökologie" in einem transdisziplinären Forschungsprojekt Szenarien nachhaltiger Entwicklung entworfen und auf dieser Basis Handlungsfelder ermittelt, die sowohl aus sozial- wie wirtschafts- und umweltwissenschaftlicher Sicht von besonderer Bedeutung sind [15] . Der private Konsum ist eines dieser Handlungsfelder.

    Die ökonomisch wirksamen Maßnahmen und die Ergebnisse ihrer Umsetzung wurden durch eine Modellierung mit dem ökonometrischen Modell Panta Rhei [16] veranschaulicht: Die in den Szenarien entwickelten Politikansätze wurden zu Strategiebündeln zusammengefasst, die - bei unterschiedlicher Ausgestaltung im Einzelnen - sowohl aus ökologischer wie aus ökonomischer und arbeitswissenschaftlich-soziologischer Sicht strategische Handlungsfelder darstellen. Diese Priorisierung beruht also auf einem wesentlich weiteren Kriterienraster als die des ökologischen Konsums; es entspricht weitgehend der eingangs ausgeführten Definition nachhaltiger Entwicklung.

    Fünf solcher strategischen Handlungsfelder konnten identifiziert werden. Zu jedem dieser Felder gehören eine Anzahl von Schlüsselstrategien, die für eine umfassende sozial-ökologische Reform unverzichtbar sind, bei denen jedoch erhebliche Freiheitsgrade in der konkreten politischen Ausgestaltung bestehen. Die zentralen Handlungsfelder sind

    - die ökologische Gestaltung des Strukturwandels durch fiskalische Instrumente und Information;

    - die soziale Gestaltung des Strukturwandels durch Stärkung der sozialen Sicherheit (soziale Grundsicherung), Abbau von Geschlechterdiskriminierungen, Qualifikationsmaßnahmen und eine Aufwertung der Nichterwerbsarbeit;

    - Innovationsförderung durch Bildung, Forschung und Entwicklung, inner- und außerbetriebliche Partizipation, lernende Organisationen;

    - Verkürzte Arbeitszeiten, die nicht nur Teilzeitstellen (auch für Männer) bietet, sondern auch eine Verkürzung der Regelarbeitszeit in Verbindung mit besseren Wahlmöglichkeiten und besserer Verbindbarkeit von Erwerbs- und Nichterwerbsarbeiten;

    - Konsumwandel, der vor allem durch eine die ökologischen und sozialen Folgekosten mit ausdrückende Preisgestaltung sowie durch Kennzeichnung und Angebot von Alternativen zustande kommt.

    Für eine derartige integrierte Nachhaltigkeitsstrategie reicht es nicht, sich auf ein Politikfeld (sei es Konsum oder ein anderes) oder sich auf einen eingeschränkten Instrumentensatz (z.B. Ökosteuern) allein zu verlassen. Statt dessen ist ein politischer und methodischer Pluralismus notwendig (aber auch möglich und lohnend), der die differenzierten Gruppen der Gesellschaft in geeigneter Weise anspricht.

    Um Fortschritte im Sinne eines nachhaltigen Konsums zu erreichen, müssen die spezifischen Probleme der verschiedenen Adressatengruppen gezielt angegangen werden:

    1. Für die "Handlungsbereiten" ist es notwendig, das gut erreichbare Angebot ökologisch (und soweit darstellbar sozial) optimierter Güter und Dienstleistungen zu ökonomisch adäquaten Preisen auszubauen, z.B. aktuell Lebensmittel aus ökologischem Landbau.

    2. Für die "Zweifelnden" sind vor allem verlässliche Informationen wichtig, die als Grundlage für Konsumentscheidungen dienen können, wie z.B. durch standardisierte, nachhaltigkeitsbezogene und unabhängig kontrollierte Kennzeichnungen. Ein anderes Beispiel ist die Konsumentenberatung, die auf die Möglichkeit des Ersatzes von Gütern durch Dienstleistungen hinweist.

    3. Die "Zögernden" können nicht rein argumentativ gewonnen werden (auch wenn Verbraucherbildung eine wichtige Rolle spielt). Hier müssen die Ergebnisse einer entsprechend ausgestalteten ökologischen Finanzreform dafür sorgen, dass sich das ökologisch Sinnvolle auch ökonomisch günstig darstellt.

    Sind diese drei Bedingungen erfüllt, so kann schon kurz- bis mittelfristig mit einer stärkeren Ökologisierung des Konsums gerechnet werden.

    Eine weitere Voraussetzung eines solchen Konsumwandels ist nicht nur das Vorhandensein von Informationen, sondern auch der Zugang zu ihnen (hier sind die Möglichkeiten der neuen Medien noch längst nicht ausgeschöpft) sowie die Zeit, sie zu verarbeiten und umzusetzen. Entspannung und Muße statt Freizeitstress sind Voraussetzung nicht nur für mehr Lebensqualität, sondern auch für nachhaltigen Konsum.

    V. Wohlstand, Konsum und Umwelt

    Wenn jeder Kaufakt mit Umweltfolgen verbunden ist, dann erscheint es plausibel, dass je mehr Geld ein Individuum oder auch ein Land zur Verfügung hat und für seinen Konsum ausgeben kann, es desto mehr die Umwelt belastet ("Grenzen des Wachtums"-Hypothese).

    Es kann aber auch der entgegengesetzte Standpunkt eingenommen werden: Je mehr Reichtum vorhanden ist, desto eher kann in umweltschonende Technologien investiert werden bzw. desto eher besteht die Möglichkeit, ökologisch verträgliche Produkte zu kaufen, die heute in der Regel teurer sind ("Grenzen durch Wachstum"-Hypothese). Das Verhältnis von Konsumniveau und Ökoeffizienz bestimmt das Wechselspiel von Reichtum und Ökologie. Welche Präferenzen haben aber die Reichen konkret, für welche Art von Konsum entscheiden sie sich, wie viel davon verbrauchen sie und mit welchen Wirkungen auf die Umwelt [17] ? Ist ihr Lebensstil schon dadurch in seinem Wesen nachhaltig, weil die Besitzstruktur der Reichen auf Dauerhaftigkeit, auf Erhalten und Vererben angelegt ist? Wie wirkt die Polarisierung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse [18] auf Konsumstrukturen und Umweltbelastung? Mit Hilfe der oben genannten Indikatoren kann die einkommensspezifische Ausprägung des Konsums in den prioritären Handlungsfeldern analysiert und so die Umweltwirkung wachsenden Wohlstandes identifiziert werden [19] .

    Die Antwort auf die Frage, ob der zunehmende Wohlstand zu einem abnehmenden Umweltverbrauch führt, lautet: Dies ist nicht der Fall. In zwei der drei für den Umweltverbrauch entscheidenden Bedarfsfeldern (Bauen und Wohnen sowie Mobilität) ist eine gleichgerichtete Entwicklung von Umweltverbrauch und dem Grad des materiellen Wohlstandes festzustellen. Wohlstand in Deutschland geht also mit erhöhtem Umweltverbrauch einher, ist eher mehr Normal-Konsum als anderer, ökologischer Konsum. Dies ist insbesondere deshalb bedenklich, weil die reichen Bevölkerungsgruppen nach wie vor eine Orientierungsfunktion für die Bevölkerungsmehrheit haben und so einem qualitativen Wandel der Konsummuster hin zu mehr Zukunftsfähigkeit diametral entgegenstehen.

    Wenn also Reichtum unter den gegenwärtigen Konsummustern die Umweltbelastung erhöht, führt dann umgekehrt nachhaltiger Konsum zu Wohlstandsverlusten? Auch gegen diese in der politischen Debatte zum Teil offen vertretene Ansicht sprechen die vorliegenden Untersuchungen. So zeigt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), dass zwei zentrale Strategien nachhaltigen Konsums - ökologische Produktwahl und gemeinsame Produktnutzung - sich durch positive gesamtwirtschaftliche Effekte auszeichnen [20] . Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den Modellrechnungen um jeweils rund 20 Milliarden DM und die Beschäftigtenzahl um ca. 130 000, während der Reststoffanfall sank. Die Wirkung auf die Einkommensverteilung war neutral bzw. positiv. Untersuchungen zum Effekt der Einführung langlebiger Konsumgüter [21] bestätigen diesen Trend: Der Umweltverbrauch sinkt, während der Lebensstandard steigt. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Verflechtungen von Produktions- und Konsumsphäre sich nicht auf das Einkommen reduzieren lassen, sondern von vielfältigen sozialen Faktoren geprägt sind.

    VI. Fazit und Ausblick: Für einen Genuss ohne Reue

    Der Umweltverbrauch unterschiedlichster Konsumakte ist den Haushalten nicht nach einheitlichen Kriterien zuzurechnen. Der Einfluss der privaten Haushalte auf den Umweltverbrauch lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht nicht pauschal beziffern. Haushalte sind ein Akteur unter vielen, nachhaltiger Haushaltskonsum bedarf zu seiner Realisierung der externen, auch politischen Unterstützung: Ein nachhaltiger Lebensstil darf nicht ständig finanziell bestraft werden. Also müssen Ökosteuern eingeführt werden, ebenso wie Abgaben auf kurzlebige und ineffiziente Güter (das könnte für Kommunen eine neue, umweltentlastende Einnahmequelle sein), sodass für die Verbraucher das ökologisch Richtige auch das ökonomisch Attraktive wird, dass also der ökologisch-ethische Imperativ mit dem ökonomischen zur Deckung gebracht wird.

    Kosten sind jedoch nicht die einzige Verbindung von Produktion und Konsum. So wurde aufgezeigt, wie sich durch die wechselseitige Entwicklung von Märkten und Technologien pfadabhängige Entwicklungen verfestigen können, die zu ständig steigendem Ressourcenverbrauch führen, wenn die politischen Rahmenbedingungen dies nicht verhindern [22] .

    Solche Rahmensetzungen werden politisch leichter durchsetzbar, je mehr Leitbilder der nachhaltigen Entwicklung gegenüber den herrschenden neo-klassischen Normen an Boden gewinnen. Leitbilder sind Zielprojektionen, gemeinsamer Fluchtpunkt von Wunsch und Machbarkeitsvorstellungen sozialer Gruppen [23] . Nachhaltigkeit in der Breite der genannten vier Dimensionen kann aufgrund ihrer Komplexität kein Leitbild sein (und ist weit davon entfernt, als Norm zu gelten), sie enthält aber in ihrer Konkretisierung eine Vielzahl von Leitbildern [24] . Beispiele hierfür sind eine sozial- und umweltfreundliche Mobilität, soziales/ethisches Einkaufsverhalten oder soziale/ethische Formen der Geldanlage. Nachhaltigkeit als ein gemeinsamer Nenner solcher Leitbilder kann die unterschiedlichen (Teil-)Ansätze eines sozial-ökologischen Zusammenlebens zusammenführen. Insofern stellt Nachhaltigkeit eine (zu konkretisierende) Utopie dar, die eine Alternative zum herrschenden Fortschrittsverständnis bietet, wie es sich im Wohlstandskonsum manifestiert.

    Neue Leitbilder sind erforderlich, die sich nicht am Lebensstil der heute Wohlhabenden orientieren - gleichzeitig bilden diese (und die statistisch nicht so gut erfassbaren "Lifestyle-Gruppen") eine wichtige Zielgruppe für neue Wohlstandsmodelle, die dann auch Vorbildfunktion gewinnen könnten. Dieser Herausforderung stehen Politik, Umwelt- und Verbrauchergruppen bisher weitgehend hilflos gegenüber - dies zum Teil auch deshalb, weil sie den von anderen hoch geschätzten Symbolkonsum (Mode, Kosmetik) ohne ökologische Signifikanz bekämpfen, dafür aber Felder potentieller Übereinstimmung (gesunde Ernährung) weniger in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion gerückt haben. Die BSE-Krise könnte eine Möglichkeit bieten, diese Fronten aufzubrechen und das offensichtliche Bedürfnis nach Neuorientierungen im Konsumverhalten durch konkrete Maßnahmen zu unterstützen. Insbesondere im Bereich der Freizeitmobilität wird der Widerspruch von Konsumnachfrage und Umweltfolgen nicht ohne Präferenzänderungen und Politikrestriktionen aufhebbar sein.

    Nachhaltig leben heißt, gut, gesund, partnerschaftlich und tolerant zu leben, den Dingen ihren Wert gewähren, bewusst genießen, auch genussvoll konsumieren. Das heißt auch, auf Qualität zu achten, nicht jeder Mode nachzulaufen, aber auch nicht jede zu verachten - das gehört zur Lebensqualität. Nachhaltig konsumieren heißt, sich zu erinnern, dass das Bessere der Feind des Guten sein sollte, nicht das Billigere; dass ferner Gemeinschaftlichkeit und Individualismus zusammengehören wie Partnerschaftlichkeit und Selbstständigkeit.

    Nachhaltige Lebensstile sind die Kunst des richtigen Verhaltens in falschen Strukturen. Deshalb braucht es beides - Politik von oben und Handeln von unten. Nur zusammen entstehen nachhaltige Produktions-, Konsum- und Wirtschaftsstrukturen.
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    Fußnoten

    1.
    Vgl. die Unterscheidung von "needs" und "satisfyers" bei Manfred Max-Neef, Human Scale Development, New York-London 1991.
    2.
    Vgl. Inge Roepke, The dynamics of willingness to consume, in: Ecological Economics, 28 (1997) 2, S. 399-420.
    3.
    Vgl. Friedrich Hinterberger / Fred Luks / Marcus Stewen, Zwischen Ökodiktatur und Umweltkatastrophe, Basel u. a. 1996.
    4.
    Vgl. die Erklärung von Rio und die Agendia 21, in: Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.), Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro - Dokumente, Reihe Umweltpolitik, Bonn 1992.
    5.
    Während im englischen Sprachraum "consumption" in der Regel den gesamten Verbrauch der Volkswirtschaft bezeichnet/und "household consumption" davon abgegrenzt wird, folgen wir hier dem deutschen (und analog dem skandinavischen) Sprachgebrauch, der unter Konsum den Konsum der Haushalte versteht. Zum internationalen Sprachgebrauch vgl. United Nations Department of Economic and Social Affairs (UNDESA), Measuring Changes in Consumption and Production Patterns. A Set of Indicators, New York 1998.
    6.
    Vgl. European Statistical Office, The Environmental Pressure Index Programme, Luxemburg 1999.
    7.
    Es ist unbestritten, dass Gefahrstoffe auch weiterhin der rechtlichen Regulierung bedürfen, also eher durch staatliches Handeln denn durch das der Haushalte adäquat erfasst werden. Trotzdem trägt eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs auch in diesen Fällen zur Problementschärfung bei, denn eine geringere Quantität eines bedenklichen Stoffes birgt ein geringeres Schadpotential. Im besten Fall kann eine in Folge der Verringerung des Durchsatzes der Wirtschaft ebenfalls verringerte Freisetzungsmenge eines Schadstoffes sogar unter die Wirksamkeitsschwelle fallen.
    8.
    Zur Methodik vgl. Sylvia Lorek / Joachim H. Spangenberg / Christoph Felten, Prioritäten, Tendenzen und Indikatoren umweltrelevanten Konsumverhaltens / Endbericht des Teilprojekts 3 des Demonstrationsvorhabens zur Fundierung und Evaluierung nachhaltiger Konsummuster und Verhaltensstile, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Umweltbundesamtes (UBA FE Vorhaben) 209 01 216/03, Wuppertal 1999.
    9.
    Vgl. Friedrich Schmidt-Bleek / Stefan Bringezu / Friedrich Hinterberger / Christa Liedtke / Joachim H. Spangenberg / Hartmut Stiller / Jolanta M. Welfens, Einführung in die Materialintensitätsanalyse nach dem MIPS-Konzept, Basel u.a 1998. Joachim H. Spangenberg / Aldo Femia / Friedrich Hinterberger / Helmut Schütz, Material Flow-based Indicators in Environmental Reporting, European Environment Agency (EEA), Environmental Issues Series, Nr. 14, Luxemburg 1999; Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung / Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Arbeit und Ökologie, Projektabschlussbericht, Düsseldorf 2000.
    10.
    Vgl. BUND/Misereor (Hrsg.), Zukunftsfähiges Deutschland, Basel-Berlin 1996.
    11.
    Zu Daten für Deutschland vgl. S. Lorek, / J. H. Spangenberg / C. Felten (Anm. 8), Anhänge.
    12.
    Vgl. ebd.
    13.
    Vgl. Sylvia Lorek / Joachim H. Spangenberg, Indicators for environmentally sustainable household consumption, in: International Journal of Sustainable Development, 4 (2001) 1, S. 1-23. Vgl. auch die Nachhaltigkeitsindikatoren der britischen Regierung für den Bausektor: KPI = Key Performance Indicators Working Group, KPI Report for The Minister for Construction, Department of the Environment, Transport and the Regions, London 2000.
    14.
    Quelle: S. Lorek/J. H. Spangenberg/C. Felten (Anm. 8), S. 35.
    15.
    Vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung u. a. (Anm. 10); Hans-Böckler-Stiftung (Hrsg.), Wege in eine nachhaltige Zukunft. Ergebnisse aus dem Verbundprojekt Arbeit und Ökologie, Düsseldorf 2000.
    16.
    Vgl. Bernd Meyer / Andreas Bockermann / Gerd Ewerhard / Carsten Lutz, Marktkonforme Umweltpolitik, Heidelberg 1999.
    17.
    Dieser Beitrag behandelt Reiche lediglich in ihrer Rolle als Konsumenten, nicht als Besitzer von Produktionsvermögen und auf diesem Wege Beeinflusser von Produktionsmustern. Die Untersuchung orientiert sich am Umweltverbrauch durch den Menschen, folgt also der beschriebenen Methodik.
    18.
    Vgl. Bundesregierung, Armuts- und Reichtumsbericht, in: Frankfurter Rundschau vom 25. April 2001, S. 7.
    19.
    Vgl. Sylvia Lorek / Joachim H. Spangenberg, Reichtum und Ökologie, in: Jörg Stadlinger (Hrsg.), Reichtum in Deutschland, Münster 2001.
    20.
    Vgl. Bernhard Hillebrand/Klaus Löbbe u. a., Handlungsfelder und Optionen zur Nachhaltigkeit. Ergebnisse aus dem RWI-Projekt Arbeit und Ökologie, Düsseldorf 2000, S. 25-28.
    21.
    Vgl. Sonja Klingert, A Sustainable Consumption Scenario in a System Dynamics Model, Wien 2000 (www.seri.at); 2000. Joachim H. Spangenberg / Ines Omann / Andreas Bockermann / Bernd Meyer, Modelling Sustainability - European and German Approaches, in: Matthies / Malchow / Kriz (Hrsg.), Integrative Systems Approaches to Natural and Social Dynamics, Berlin-New York 2001.
    22.
    Vgl. Viki Sonntag, Sustainability in the light of competitiveness, in: Ecological Economics, 34 (2000) 1, S. 101-113.
    23.
    Vgl. Meinolf Dierkes, Leitbild und Technik, Berlin 1992.
    24.
    Vgl. Joachim H. Spangenberg, Zukunftsfähigkeit als Leitbild? Leitbilder, Zukunftsfähigkeit und die reflexive Moderne, in: Eckart Hildebrandt / Gudrun Linne (Hrsg.), Reflexive Lebensführung, Berlin 2000.