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26.5.2002 | Von:
Karl-Heinz Paqué

Soziale Marktwirtschaft und globale "New Economy": Ein Widerspruch?

In dem Beitrag wird argumentiert, dass der Wandel von der nationalen Industriegesellschaft zur globalen "New Economy" die Soziale Marktwirtschaft verändert. Er wird ihn aber keineswegs beseitigen.

Einleitung

Wir leben in einer Zeit des grundlegenden wirtschaftlichen Wandels. Die Schlagworte dazu lauten: von der Industrie- zur Informationsgesellschaft, von der nationalen zur globalen Wirtschaft, von der "Old Economy" zur "New Economy". Dieser Wandel hat Rückwirkungen auf unser Wirtschaftssystem. Auch die Soziale Marktwirtschaft, das deutsche Modell des gezähmten Kapitalismus, wird sich verändern. Dieser Beitrag versucht auszuloten, in welche Richtung diese Veränderungen gehen und wo sie enden könnten. Der Artikel besteht aus drei Teilen von ungleicher Länge. Im kurzen Kapitel I wird die Soziale Marktwirtschaft in ihren wichtigsten strukturellen Charakteristika skizziert. Im längeren Kapitel II wird in acht Thesen die Richtung der anstehenden Veränderungen und Herausforderungen dargestellt. Kapitel III zieht eine äußerst knappe Schlussfolgerung.

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  • Der Artikel konzentriert sich auf die wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen der Globalisierung und des technischen Fortschritts. Ökologische Gesichtspunkte bleiben außer Acht - nicht, weil sie unwichtig wären, sondern weil ihre Behandlung den Rahmen der Analyse sprengen würde. Es geht also im Folgenden um die Soziale Marktwirtschaft, nicht um die sog. ökologische Marktwirtschaft.