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28.5.2004 | Von:
Christoph Baumgartner

Ethische Aspekte nanotechnologischer Forschung und Entwicklung in der Medizin

Ethische und soziale Aspekte

Im Folgenden sollen einige ethische Implikationen des Einsatzes nanotechnologischer Entwicklungen in der Medizin genannt werden, die als problematisch erscheinen. Aspekte, welche die Nanotechnologie auch in ethischer Hinsicht als wünschenswert erscheinen lassen, werden an dieser Stelle also nicht thematisiert - sie liegen vor dem Hintergrund der oben angedeuteten Hoffnungen, die mit nanotechnologischen Entwicklungen im Bereich der Medizin verbunden werden, auf der Hand. Zu denken ist dabei nicht nur an die Aussicht, bestimmte Krankheiten leichter erkennen und besser bekämpfen zu können, sondern auch an die Möglichkeit, dass die Nanotechnologie Alternativen zu biomedizinischen Verfahren bereitstellen könnte, die bereits im Stadium ihrer Erforschung als ethisch problematisch beurteilt werden (z.B. zur verbrauchenden Embryonenforschung im Kontext der Erforschung von Therapien neurodegenerativer Erkrankungen). Ebenso wenig kann im Folgenden näher auf Risiken und ethische Probleme eingegangen werden, die im Falle einer Entwicklung von sich möglicherweise selbst replizierenden Nanorobotern entstehen würden. Auch hier sind ethische Aspekte einer derartigen Entwicklung offenkundig - in diesem Fall als Probleme, die von der drohenden Nicht-Kontrollierbarkeit und Nicht-Rückholbarkeit freigesetzter Nanoroboter bis zu Fragen nach dem moralischen Status von "Gemachtem", das wichtige Kriterien von bekannten Lebensformen erfüllt, reichen.

Hinsichtlich der ethischen Aspekte des Einsatzes nanotechnologischer Entwicklungen im Bereich der Medizin können anthropologische Aspekte von bio- beziehungsweise medizinethischen Aspekten methodisch unterschieden (nicht jedoch voneinander getrennt) werden. Eine weitere Kategorie bilden sozialethische Aspekte.

Anthropologische Aspekte

Insbesondere aus nanotechnologischen Entwicklungen im Bereich von Mensch-Maschine-Schnittstellen ergeben sich Fragen, die zunächst keinen explizit moralischen Charakter haben. Sie betreffen vielmehr das Menschenbild sowie das Verhältnis von Technik einerseits und Natur beziehungsweise Leben andererseits (bzw. die eventuelle partielle Auflösung der Grenze zwischen beiden). Längerfristig könnten mehr und mehr Funktionen des menschlichen Körpers von Artefakten aus dem Bereich der NBIC-Technologien übernommen werden, ja diese könnten sogar eines Tages in der Lage sein, die sensorischen und mentalen Fähigkeiten des Menschen zu verbessern. In diesem Zusammenhang lässt sich bereits heute in Publikationen aus dem Bereich der NBIC-Technologien eine Forschungstendenz identifizieren, in deren (zum jetzigen Zeitpunkt noch hypothetischer) Konsequenz eine in der Debatte um Künstliche Intelligenz beschriebene Entwicklung gewissermaßen invertiert wird: Nicht eine eventuelle "Vermenschlichung" von technisch Produziertem stellt hier die Herausforderung dar, sondern gerade umgekehrt das Phänomen, dass der menschliche Körper durch immer weiter entwickelte ICT-Implantate und künstliche Organe mehr und mehr technisiert wird. Dieser Prozess führt in letzter Konsequenz so weit, dass die Grenze zwischen Mensch und Maschine vom Menschen her in Frage gestellt wird: "How much nano-prothesis will make one non-human?"[11]

Für das menschliche Selbstverständnis sind mit derartigen - zum jetzigen Zeitpunkt freilich hypothetischen - Entwicklungen zentrale Herausforderungen verbunden. Wenn im Prinzip nahezu jeder Teil des menschlichen Körpers austauschbar und in seiner bekannten biologischen Funktion durch Artefakte optimierbar zu sein scheint und dies in der Praxis auch angestrebt wird, so ist zu fragen, ob die Identität des Menschen überhaupt noch einen Grund in seiner Leiblichkeit haben kann. Die zunehmende Technisierung des menschlichen Körpers, die in medizinischen beziehungsweise biowissenschaftlichen Anwendungen von NBIC-Technologien einen zumindest vorläufigen Höhepunkt zu erreichen scheint, führt offensichtlich zu der Notwendigkeit, zu prüfen, ob wir den Menschen noch als der Technosphäre gegenüber beschreiben können, und er zwingt uns, neue Perspektiven in der Anthropologie einzunehmen: "Menschsein [muss man] nicht mehr in Abgrenzung gegen die Tierheit oder die Gottheit denken (...), sondern gegen die Maschine."[12]

An derartige Überlegungen schließen sich Fragen von hoher ethischer Relevanz an: Ist eine eventuelle Verschmelzung von natürlich Gewordenem einerseits und technisch Produziertem andererseits überhaupt normativ relevant? "Schließt der Anspruch von Menschen auf Selbsterhaltung und Selbsterweiterung das Überschreiten der eigenen Gattungsgrenzen (hin zu "Mensch/Maschine-Mischwesen") ein? (...) Solche und ähnliche Fragen bedürfen bei der Weiterentwicklung von Nanotechnologie und ihrem Einsatz (...) - insbesondere in den Lebenswissenschaften - offenbar noch einer genaueren Diskussion und Klärung."[13]

Es ist zu erwarten, dass eine Vernetzung beziehungsweise Überblendung von Mensch und Maschine, wie sie im Kontext der angestrebten Konvergenz von Nano-, Bio- und Informations- beziehungsweise Kognitionswissenschaften diskutiert wird, aufgrund der damit verbundenen Auswirkungen auf die mentalen Ereignisse der betreffenden Personen - sofern dieser Begriff dann noch Anwendung finden kann beziehungsweise soll - den Rahmen der bisherigen Herausforderungen durch Implantate wie zum Beispiel Herzschrittmacher sprengen würde. Welche Auswirkungen dies auf unsere Vorstellungen von Autonomie und Humanität hätte, ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum abzusehen. Sollten "intelligente" (ICT-)Implantate oder andere Mensch-Maschine-Schnittstellen tatsächlich eine tragende Rolle bei der Handlungssteuerung spielen oder die Emotionalität eines Menschen wesentlich beeinflussen, wie dies teilweise im Bereich der NBIC-Technologien anvisiert wird, so ist zu prüfen, ob beziehungsweise inwiefern davon die Verantwortlichkeit der jeweiligen Person betroffen ist. Entsprechende Fragen sind im rechtswissenschaftlichen Kontext hinsichtlich der Zurechnungsfähigkeit und gegebenenfalls der Schuldfähigkeit einer Handlung beziehungsweise eines Menschen von Bedeutung.

Bio- und medizinethische Aspekte

Die oben genannten Entwicklungen im Bereich der medizinischen (Gen-)Diagnostik, die durch die Nanotechnologie ermöglicht werden sollen, erweitern und verschärfen Problemfelder, die in der jüngsten Diskussion um ethische Aspekte zum Beispiel von Biochips und Gentests und die so genannte individualisierte Medizin bereits eine Rolle spielen.[14] Hier ist eine Kontinuität zu derzeit aktuellen Forschungsthemen der biomedizinischen Ethik gegeben.

Die angestrebten Diagnoseverfahren sollen einen leichten, schnellen und möglichst billigen Zugriff auf sehr persönliche Daten ermöglichen, die zum Beispiel Aussagen über den Lebensstil, die biologische Herkunft (Vaterschaft) oder das "genetische Schicksal" eines Menschen nahe legen. Da die Erhebung dieser Informationen durch nanotechnologische Verfahren und Materialien sehr einfach möglich sein soll, droht die Gefahr des Missbrauchs zu steigen. Dabei ist etwa an das Einholen und die Verwendung sehr persönlicher, etwa genetischer Daten eines Menschen ohne dessen Zustimmung im privaten Bereich zu denken. Auch Beispiele aus dem Bereich der Arbeitswelt und des Versicherungswesens liegen auf der Hand. Gerade in diesem Sektor setzt Missbrauch nicht voraus, dass die entsprechenden Tests ohne Zustimmung der betroffenen Person durchgeführt werden. Es ist vielmehr zu fragen, inwiefern überhaupt von Freiwilligkeit die Rede sein kann, wenn es zum Beispiel üblich werden würde, in Bewerbungsunterlagen neben Lebenslauf und Zeugnissen auch die Ergebnisse von Gentests beizulegen.

Bereits diesseits des direkten Missbrauchs nanotechnologischer Diagnoseverfahren werden durch die entsprechenden Tests ethische Probleme aufgeworfen. Gentests liefern in der Regel zahlreiche Informationen, nach denen gar nicht unmittelbar gesucht wurde. Hier ist zu fragen, wie mit derartigen Informationen umzugehen ist. Hat ein Patient bzw. eine Patientin ein Recht auf Nichtwissen, wenn Daten vorliegen, die zum Beispiel eine genetische Disposition für eine bestimmte Krankheit bedeuten? Derartige Fragen sind keineswegs spezifisch für nanotechnologische Entwicklungen. Sie werden jedoch neu akzentuiert und in ihrer Dringlichkeit möglicherweise verschärft, wenn der Einsatz von Nanotechnologie in der Herstellung entsprechender Tests dazu führt, dass sie den professionalisierten Raum ärztlichen Handelns verlassen und in den privaten Bereich wandern, indem sie zu Hause durchgeführt werden können, vergleichbar einem heutigen Schwangerschaftstest. Darüber hinaus ist die Frage zu stellen, ob eine bis ins Kleinste reichende medizinische Überwachung des menschlichen Körpers bis hin zu einem "remote monitoring", das etwaigen Abweichungen von biochemischen Normdaten mit sofortiger gezielter Medikalisierung entgegentritt, überhaupt wünschenswert beziehungsweise ethisch zu rechtfertigen ist. Zu bedenken ist dabei auch, dass Körper, die gewissermaßen als Datensender fungieren, mit technischen Systemen oder untereinander vernetzt werden und möglicherweise sogar miteinander kommunizieren könnten. In jedem Fall ist hier mit einem erheblichen rechtlichen Regelungsbedarf zu rechnen, etwa im Hinblick auf den Schutz der Privatheit und den Umgang mit persönlichen Informationen.

Ein weiteres Bündel medizinethischer Fragestellungen ergibt sich aus den mittel- und langfristigen Zielen und Visionen, die den Forschungsprozess insbesondere im Bereich der medizinischen NBIC-Technologien leiten. Der nanotechnologische Forschungsprozess wird im Bereich der Medizin nicht selten mit dem Ziel einer technischen, den Menschen jedoch im Innersten betreffenden "Verbesserung" (Enhancement) von dessen physischen, mentalen und sensorischen Fähigkeiten in Zusammenhang gebracht. Visionen sind dabei die Erweiterung der menschlichen Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit und des Erinnerungs- und Konzentrationsvermögens, aber auch die Verbesserung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (u.a. von Soldatinnen und Soldaten) unter Extrembedingungen.[15] Sollten derartige Entwicklungen realisiert werden können, so blieben davon weder das Selbstverständnis der Medizin noch die gesellschaftlich hoch bedeutsamen und das medizinische Handeln leitenden Vorstellungen von Krankheit, Normalität und Behinderung unberührt. Deutlich wird dies an Texten wie K. Eric Drexlers Buch Engines of Creation - the coming era of nanotechnology, in dem er das Altern nicht nur als Krankheit bezeichnet, sondern sogar in einem Atemzug mit den Pocken nennt: Beide seien natürlicherweise und nach Möglichkeit bis zu ihrer möglichst weitgehenden "Ausrottung" zu bekämpfen.[16] Unabhängig von nanotechnologischen Entwicklungen ist im Kontext der Reproduktionsmedizin bereits heute zu beobachten, dass von Techniken wie der Pränataldiagnostik und - wo diese zugelassen ist - der Präimplantationsdiagnostik ein erhöhter gesellschaftlicher Normierungsdruck auf menschliche Körper und menschliche Fähigkeiten ausgeht. Dieser Druck dürfte sich im Zuge der im Kontext von NBIC-Technologien diskutierten "Verbesserung" menschlicher Fähigkeiten massiv erhöhen. Bereits heute wird die Frage diskutiert, ob in Gesellschaften, deren Gesundheitssystem durch die Nanotechnologie dahingehend transformiert wäre, dass es nicht nur Heilungsmethoden im herkömmlichen Sinn, sondern auch "Anthropotechniken" im Sinne des Enhancement umfassen würde, die Möglichkeit bestünde, sich dem entsprechenden Normierungsdruck zu entziehen, ohne gesellschaftlich diskriminiert zu werden.[17]

Sozialethische Aspekte

Zu den zentralen ethischen Herausforderungen, die durch die Nanotechnologie zu erwarten sind, zählen Fragen des Zugangs zu nanotechnologischen Entwicklungen und damit einhergehende Probleme der Teilhabegerechtigkeit. Gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung ist zu erwarten, dass nanotechnologische Entwicklungen zumindest anfänglich aufgrund ihrer Kostenintensität (und möglicherweise infolge von Patentierungsstrategien, s.u.) nur einer relativ geringen Zahl von Menschen zur Verfügung stehen werden. Es ist zu befürchten, dass dies zu ethisch problematischen sozialen Ungleichheiten führen wird: Diejenigen, die an nanotechnologischen Entwicklungen partizipieren werden, werden über immer bessere diagnostische und therapeutische Verfahren verfügen, während anderen Menschen der Zugang hierzu verschlossen bleibt und es für diese zunehmend schwieriger sein wird, sich die medizinisch-technologischen Neuerungen leisten zu können. Da der Nanotechnologie das Potenzial zugesprochen wird, nicht nur qualitative Verbesserungen bestehender Produkte zu erzielen und neue zu generieren, sondern ganze Technologiefelder zu transformieren, könnte die beschriebene Entwicklung dazu führen, dass sich die Lebenswelten und die Lebenschancen verschiedener Menschengruppen durch die Nanotechnologie auseinander entwickeln und schließlich signifikant voneinander unterscheiden werden. Für die daraus resultierende Kluft wurde bereits der Terminus nano divide geprägt. Dieses Problem ist sowohl innerhalb ein- und derselben Gesellschaft als auch zwischen verschiedenen Gesellschaften als Problem einer globalen Teilhabegerechtigkeit beziehungsweise fairer Zugangschancen virulent. Von großer Bedeutung sind hierbei auch Fragen der Prioritätensetzung im Gesundheitswesen. Verbessert der Einsatz nanotechnologischer Entwicklungen die Gesundheitsversorgung auch in ärmeren Ländern und für marginalisierte Bevölkerungsgruppen, oder wird hier eine Medizintechnologie vorangetrieben, die angesichts der drängenden globalen Gesundheitsprobleme als Luxusgut erscheint?[18]

Da der nanotechnologische Forschungs- und Entwicklungsprozess eine Infrastruktur erfordert, wie sie praktisch nur in den industrialisierten Ländern vorliegt, steht zu befürchten, dass der nano divide die bereits bestehende Kluft zwischen hoch technisierten Gesellschaften einerseits und in dieser Hinsicht weniger entwickelten Ländern andererseits verstärken wird.[19]

Neben dem nano divide stellen Fragen der Patentierung einen zweiten Bereich sozialethischer Aspekte der Nanotechnologie dar. In der nanotechnologischen Forschung und Entwicklung findet ein Wettlauf um Schlüsselpatente statt. Für den weiteren Verlauf des Forschungsprozesses gilt es als gesichert, dass der Schutz des geistigen Eigentums an nanotechnologischen Erfindungen eine lebhafte ethische Debatte hervorrufen wird.[20] Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht bereits heute die Frage, ob die traditionellen Argumente, die für den Schutz des geistigen Eigentums durch Patente genannt werden, im Falle bestimmter nanotechnologischer Entwicklungen Geltung beanspruchen können. So wird zum Beispiel diskutiert, ob es möglich sein soll, dass chemische Elemente als solche oder in bestimmten Modifikationen unter Patentschutz gestellt werden.[21] Können diese überhaupt Erfindungen sein, was eines der wesentlichen Kriterien für Patentierbarkeit ist, oder werden sie als Grundbausteine der Materie nicht vielmehr entdeckt? In diesem Fall wären sie nach geltender Rechtslage von der Patentierung ausgeschlossen. Durch die Vergabe von Patenten, die für breite Forschungsbereiche von Bedeutung sind, entstehen Abhängigkeiten von den Patentinhabern, die den Forschungs- und Entwicklungsprozess behindern können anstatt ihn zu fördern, was ein wichtiges Ziel des Patentsystems ist. Dieses Problem ist besonders in jungen Disziplinen wie der Nanotechnologie von Bedeutung und trägt häufig zur Verstärkung von bereits bestehenden ungleichen (und nicht selten unfairen) Ausgangschancen bei. Spezifische Fragen wirft die Nanobiotechnologie auf, bei der biologische Komponenten tragende Funktionen übernehmen, deren Eigenschaften jedoch durch artifizielle Nanopartikel oder Ähnliches signifikant verändert werden. Sollen Produkte der Verschmelzung von Natur und Technik in gleicher Weise patentiert werden können wie Autoreifen, Glühbirnen und andere, rein technische Produkte, oder verbietet dies die Tatsache, dass im Forschungs- und Entwicklungsprozess auf "natürliche" Vorleistungen zurückgegriffen wird, die letzten Endes unverfügbar sind? Vor dem Hintergrund solcher hier nur angedeuteten Fragen wird deutlich, dass hinsichtlich der Patentierung im Bereich der Nanotechnologie eine ähnliche Debatte zu erwarten ist, wie sie in Europa derzeit um die Frage der ethischen Zulässigkeit bestimmter Formen der Patentierung biotechnologischer Erfindungen geführt wird.


Fußnoten

11.
Richard H. Smith, Social, Ethical, and Legal Implications of Nanotechnology, in: M. C. Roco/W. S. Bainbridge (Anm. 5), S. 257 - 271, hier S. 269.
12.
Gernot Böhme, Über die Natur des Menschen, in: A. Barkhaus/A. Fleig (Hrsg.), Grenzverläufe: Der Körper als Schnitt-Stelle, München 2002, S. 233 - 247.
13.
H. Paschen u.a. (Anm. 3), S. 358ff.
14.
Vgl. dazu Ludger Honnefelder u.a. (Hrsg.), Das genetische Wissen und die Zukunft des Menschen, Berlin-New York 2003; speziell im Hinblick auf die Nanotechnologie H.Paschen u.a. (Anm. 3), S. 363ff., und Volker Wagner/Dietmar Wechsler, Technologieanalyse Nanobiotechnologie II: Anwendungen in der Medizin und Pharmazie, hrsg. von Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH, Düsseldorf 2004, S. 163f.
15.
Siehe die entsprechenden Beiträge in M. C. Roco/W. S. Bainbridge (Anm. 4).
16.
Vgl. K. E. Drexler (Anm. 7), S. 114ff. Drexler schwebt vor, dass eines Tages nanoskalige cell repair machines zur Verfügung stehen werden. "People who survive intact until the time of cell repair machines will have the opportunity to regain youthful health and to keep it almost as long as they please." Auch im Rahmen des von der National Science Foundation der USA durchgeführten Workshops Converging Technologies for Improving Human Performance wurden entsprechende "Hoffnungen" auf ein sehr langes, von körperlichen Beschwerden freies Leben formuliert. Vgl. M. C. Roco/W. S. Bainbridge (Anm. 4).
17.
Vgl. R. H. Smith (Anm. 11), S. 271.
18.
Vgl. Walter Baumgartner u.a., Nanotechnologie in der Medizin, Studie des Zentrums für Technikfolgen-Abschätzung beim Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat, Bern 2003, S. 69ff.
19.
Vgl. H. Paschen u.a. (Anm. 3), S. 367. Die entgegengesetzte Ansicht vertreten Erin Court, Abdallah S. Daar, Elizabeth Martin, Tara Acharjya und Peter A. Singer. Sie sind der Ansicht, dass die Nanotechnologie die Kluft zwischen industrialisierten Gesellschaften und den so genannten Entwicklungsländern eher verringern wird und fordern vor diesem Hintergrund eine Debatte, die nicht die Risiken der Nanotechnologie in den Mittelpunkt stellt, sondern auch deren Chancen benennt. Vgl. Erin Court u.a., Will Prince Charles et al diminish the opportunities of developing countries in nanotechnology? (http://nanotechweb.org/articles/society/3/1/1/1).
20.
Vgl. V. Weil, Ethical Issues in Nanotechnology, in: M. C.Roco/W. S. Bainbridge (Anm. 5), S. 244 - 251, hier: S. 248.
21.
Vgl. ETC-Group (Anm. 10), S. 48.