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1.4.2004 | Von:
Annette Coly
Elke Breckner

Dezentralisierung und Stärkung kommunaler Selbstverwaltung zur Förderung von Good Governance

Dezentralisierung und die Förderung kommunaler Selbstverwaltung leisten einen wesentlichen Beitrag zur Förderung von Good Governance. Hier liegt eine wichtige Voraussetzung für Erfolge bei der Armutsbekämpfung und Demokratisierung in Transformations- und Entwicklungsländern.

Einleitung

In der wissenschaftliche Forschung wie auch in der praktischen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) galt Dezentralisierung Anfang der neunziger Jahre als viel versprechendes Konzept der Entwicklung von Staat und Gesellschaft. Zu Beginn dieses Jahrhunderts sind von Seiten der Wissenschaft einige Zweifel daran angemeldet worden, dass dieser Ansatz zu den antizipierten Entwicklungserfolgen führt. Wir werden in unserem Beitrag die Praxis der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Handlungsfeld Dezentralisierung und Stärkung kommunaler Selbstverwaltung reflektieren und zeigen, dass dieser Ansatz ein notwendiger Bestandteil der Förderung von Good Governance[1] in Bezug auf die Zielsysteme Armutsbekämpfung und Demokratisierung ist.








Fußnoten

1.
Der Beitrag gibt die Auffassung von Annette Coly und Elke Breckner wieder, nicht der Institutionen - Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und Entwicklung (GTZ) -, in denen die Autorinnen tätig sind.1Good Governance bezeichnet den verantwortungsvollen Umgang des Staates mit politischer Macht und öffentlichen Ressourcen sowie das Zusammenwirken von Akteuren aus Staat, Markt und Zivilgesellschaft für die Schaffung entwicklungsförderlicher Rahmenbedingungen und die effiziente und effektive Leistungserstellung öffentlicher Güter und Dienstleistungen. Vgl. Roland Czada, Good Governance und Institutionenentwicklung, in: GTZ, Good Governance und Demokratieförderung zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Ein Diskussionspapier, Eschborn 2004, S. 10.