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1.4.2004 | Von:
Bärbel Dieckmann
Maria Hohn-Berghorn

Kommunale Zusammenarbeit in der Praxis

Bonn und seine Projektpartnerstadt Ulan Bator

Die Projektpartnerschaft zwischen Bonn und Ulan Bator hat sich als gute Ergänzung zur staatlichen Entwicklungszusammenarbeit erwiesen. Dadurch ist auch das Verständnis der Menschen beider Städte füreinander gewachsen.

Einleitung

Internationale Ausrichtung ist Bonner Tradition: Fast 50 Jahre Bundeshauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland haben Bonn geprägt und seine internationale Kompetenz in besonderer Weise entwickelt. Dies kommt der Stadt jetzt zugute. Seit 1996 ist Bonn UNO-Stadt und derzeit Sitz von 12 Organisationen der Vereinten Nationen. Mehr als 150 internationale und nationale Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung und Gesundheit arbeiten in Bonn. Wenn Fachwissen und internationale Kompetenz solcherart zusammenfließen, entsteht ein enormes Potenzial, das in grenzüberschreitender Projektarbeit genutzt wird, auch von der Kommune selbst,

  • damit weltweit andere Städte davon profitieren können;

  • damit die Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern Entwicklungszusammenarbeit begreifbar machen kann.







    Seit Bonn Sitz der Vereinten Nationen ist, hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, inhaltliche Impulse in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit zu geben. Die Verwaltungsspitze und der Stadtrat unterstützen dies. Vermutlich als einzige Stadt in der Bundesrepublik Deutschland hat Bonn einen eigenen Ausschuss für internationale Beziehungen und Lokale Agenda. Er begleitet und unterstützt die Projekte mit Buchara (Usbekistan), Chengdu (China), La Paz (Bolivien), Petropolis (Brasilien), Minsk (Belarus) und Ulan Bator (Mongolei).

    Konkrete Projektzusammenarbeit, nicht so genannter Kommunaltourismus bestimmt die Beziehungen zu Bonns internationalen Partnern.