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3.3.2004 | Von:
Gunther Hellmann

Von Gipfelstürmern und Gratwanderern: "Deutsche Wege" in der Außenpolitik

Die Formel vom "deutschen Weg" hat die alten Koordinaten deutscher Außenpolitik verschoben. Aus historischen Gründen wie auch aufgrund fehlender Ressourcen sollte das "Weimarer Dreieck" zum Fokus deutscher Außenpolitik gemacht werden.

Einleitung

"Deutschland kann und will keinen Sonderweg gehen. Wir sind im Bündnis ... erwachsen
geworden. Wir wollen das auch bleiben. Deshalb sind wir heute ohne jedes Wenn und Aber bereit,
als 'normale' Alliierte Verantwortung zu übernehmen - ob in der EU oder in der NATO."[1]



"Das Deutschland, für das ich arbeite, ist ein stolzes, ein solidarisches Land ... ich nenne es
'unser Deutschland' ... Unser Deutschland vertraut auf seine eigene Kraft. ... Unser Deutschland ist ein selbstbewusstes Land. ... Unser Deutschland genießt Respekt und Ansehen in der Welt.
Weil wir Partner und Vorbild sind. Weil wir das Europa der Völker bauen und weltweit Frieden
und Menschenrechte sichern und schützen helfen. Und weil wir deshalb unsere nationalen
Interessen nicht verstecken müssen. Das ist unser deutscher Weg. Für diese Vision kämpfe und arbeite ich."


Fußnoten

1.
Beide Zitate stammen von Bundeskanzler Gerhard Schröder, das erste aus einer Rede vom 6. Februar 1999, das zweite aus einem Namensbeitrag Schröders in der "Bild"-Zeitung vom 8. August 2002. Eine deutlich erweiterte Fassung des vorliegenden Beitrages (einschließlich der detaillierten bibliografischen Angaben, auf die im Folgenden aus Platzgründen verzichtet wird) findet sich unter (http://www.soz.uni-frankfurt.de/hellmann/mat/APUZ_2004_mit_ Anm.pdf). Für ihre Unterstützung bei der Erstellung des Manuskripts danke ich Sebastian Enskat und Frank Sauer.