30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
APUZ Dossier Bild

8.12.2006 | Von:
Juliana Ströbele-Gregor

Indigene Emanzipations-
Bewegungen in Lateinamerika

Schlussbemerkungen

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind indigene Bewegungen in Lateinamerika ein nicht zu übergehender politischer Faktor geworden. In Ländern wie Mexico, Guatemala und den Andenstaaten Ecuador, Bolivien und Kolumbien beschränken sich ihre Organisationen nicht mehr allein auf die Interessenvertretung eines sich als Indigene definierenden Teiles des Bevölkerung. Ihr Aktionsradius hat sich zunehmend ausgeweitet. Sie treten als Sprachrohr der Benachteiligten und Unzufriedenen auf, sind in der Lage, soziales Protestpotenzial über die eigenen Reihen hinaus zu mobilisieren. Und sie bauen immer wirkungsvoller ihre Rolle als Bündnispartner jener gesellschaftlichen Kräfte aus, die für grundlegende gesellschaftliche Reformen oder alternative Gesellschaftsformen eintreten.