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15.5.2006 | Von:
Kerstin Schmidt
Carsten Große Starmann

Kommunen im demographischen Wandel

Die Folgen des demographischen Wandels werden in den Kommunen konkret spürbar. Der Wegweiser Demographischer Wandel der Bertelsmann Stiftung zeigt Trends, Entwicklungen und mögliche kommunale Handlungsstrategien auf.

Einleitung

Kommunen und Regionen im demographischen Wandel - das sind Kommunen und Regionen im Wettbewerb um Einwohnerinnen und Einwohner, gute Arbeitsmöglichkeiten, attraktive Lebensbedingungen und gute Standortqualitäten.

Die Tatsache, dass die Anzahl von Kindern in Deutschland seit 33 Jahren unter dem Wert liegt, der für eine langfristig stabile Bevölkerungsentwicklung notwendig wäre, spüren in erster Linie die Kommunen. Ausreichend Nachwuchs ist nicht in Sicht, und viele Regionen sind von unterschiedlich stark ausgeprägten Wanderungsbewegungen betroffen. Nur ein Effekt entwickelt sich stetig: In allen Kommunen wird die Bevölkerung aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer älter.

Eine aktive und funktionierende Stadtgesellschaft mit einer erfolgreichen Wirtschaft braucht eine Bevölkerung mit einer ausgewogenen Altersstruktur, die sich für die Zukunft ihres Wohnortes einsetzt und engagiert. Das gilt umso mehr, als demographische und wirtschaftliche Entwicklungen sich gegenseitig beeinflussen: Mit einer langfristig stabilen Bevölkerungsentwicklung ist nur in denjenigen Kommunen zu rechnen, die auch ökonomisch attraktiv sind und genügend Nachwuchs an motivierten und gut qualifizierten Arbeitskräften haben.

Mit dem Wegweiser Demographischer Wandel zeichnet die Bertelsmann Stiftung ein Bild von der Zukunft städtischer und gemeindlicher Entwicklungen. Welche Kommunen sind besonders stark vom demographischen Wandel betroffen? Welche Unterschiede gibt es zwischen städtischen und ländlichen Räumen? Welche Handlungsstrategien sollten verfolgt werden? Der Wegweiser gibt auf diese Fragen Antworten und verbindet umfangreiches Analysematerial mit Handlungsempfehlungen für die Arbeit vor Ort.