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9.8.2007 | Von:
Ruth Stock-Homburg
Eva-Maria Bauer

Work-Life-Balance im Topmanagement

Ansatzpunkte zur Verbesserung der Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance entsteht aus einem Wechselspiel aus Anforderungen und Ressourcen. Diese können sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich angesiedelt sein. Unter Ressourcen werden hier Gegebenheiten verstanden, die den Manager dabei unterstützen, eine gute Balance zwischen Beruf und Privatleben aufbauen und erhalten zu können. Kann ein Manager den hohen Anforderungen an seinem Arbeitsplatz mit ausreichenden Ressourcen begegnen, so ist hohes berufliches Engagement möglich. Eine Gefahr für die Work-Life-Balance ist jedoch dann gegeben, wenn hohen Anforderungen am Arbeitsplatz keine ausreichende Ressourcen gegenüberstehen. Dieses Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen kann zu Überforderung bis hin zum Burnout führen.[6]

Zur Verbesserung der Work-Life-Balance könnte der Manager demnach theoretisch entweder die Anforderungen an seinem Arbeitsplatz reduzieren oder seine Ressourcen ausbauen. Da am Arbeitsplatz eines Topmanagers hohe Anforderungen gegeben sind und diese in Zukunft eher noch weiter zu- als abnehmen werden, ist die Ressourcenseite diejenige, an der man ansetzen muss, um die Work-Life-Balance zu verbessern.

Die Ressourcen eines Managers können hierbei in Ressourcen auf Seiten des Unternehmens und persönliche Ressourcen des Managers unterteilt werden (Abbildung 4 der PDF-Version).[7] Zur Verbesserung der Ressourcenausstattung und damit der Work-Life-Balance können somit sowohl das Unternehmen als auch der Manager selbst einen Teil beitragen. Dies soll im Folgenden dargestellt werden.

Fußnoten

6.
In Anlehung an Christina Maslach/Michael P. Leiter, The Truth about Burnout, Jossey-Bass 1997.
7.
Vgl. Christian Homburg/Ruth Stock, Der kundenorientierte Mitarbeiter: Bewerten, Begeistern, Bewegen, Wiesbaden 2000.