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9.8.2007 | Von:
Ruth Stock-Homburg
Eva-Maria Bauer

Work-Life-Balance im Topmanagement

Ressourcen im Unternehmen

Das Unternehmen kann die Ressourcen seiner Top-Führungskräfte über die Unternehmenskultur, das Angebot von Personalentwicklungs-Maßnahmen und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung stärken. Welche Ressourcen im Unternehmen die Manager für die wichtigsten halten, ist Abbildung 5 zu entnehmen (vgl. PDF-Version).

Hierbei werden weiche Faktoren wie die Verankerung des Themas Work-Life-Balance in die Unternehmenskultur von den befragten Managern als die wichtigsten Elemente zur Stärkung ihrer Ressourcen angesehen. So kann Ergebnis- anstelle von Anwesenheitsorientierung verdeutlichen, dass die Arbeitsleistung das ist, was zählt und nicht die Zeit, die jemand an seinem Arbeitsplatz verbringt. Laut der befragten Topmanager wird in vielen deutschen Unternehmen aber nach wie vor beispielsweise abends ein Blick auf den Parkplatz geworfen, um zu sehen, wer noch anwesend ist. Hier sollten in Unternehmen gezielt diejenigen Manager als positives Beispiel oder Vorbild hingestellt werden, die sich diesen Zwängen nicht unterwerfen.

Häufig schrecken Unternehmen davor zurück, das Thema Work-Life-Balance anzupacken, da hiermit vornehmlich Maßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung und Gesundheitsförderung verbunden werden, die zu hohen Kosten führen. Wichtiger als das Angebot kostenintensiver Maßnahmen ist jedoch nach Aussage der befragten Manager, die Verantwortung für die eigene körperliche und geistige Gesundheit in das Blickfeld der Manager zu rücken und sie bei ihrem persönlichen Ressourcenmanagement zu unterstützen.