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27.6.2008 | Von:
Astrid Zapf-Freudenberg

Alkohol am Arbeitsplatz

Grundzüge eines Suchtpräventionsprogramms vom Typ EAP

Es ist davon auszugehen, dass der Arbeitsplatz und dessen Erhalt für jeden Menschen von großer Bedeutung, ja essentiell ist. Der Betrieb ist also ein wichtiger Handlungort, um Menschen zu unterstützen, die sich in persönlichen Problemlagen befinden. Eine betriebsinterne Öffentlichkeitsarbeit bewirbt diese Idee und informiert über die Anlaufstellen.

Das Programm konzentriert sich auf persönliche Problemlagen und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Es wird keine Diagnose im Sinne von Alkoholabhängigkeit gestellt. Vorgesetzte erhalten eine Schlüsselposition und thematisieren in Fürsorge- und Mitarbeitergesprächen Leistungsfähigkeit, arbeitsvertragliche Pflichtverletzungen, soziale Auffälligkeiten und ähnliches mehr. Sie verbinden im Gespräch die Konfrontation mit einem Hilfeangebot. Die erste Voraussetzung zur Veränderung ist die Wahrnehmung problematischen Verhaltens der Beschäftigten; die zweite das Handeln aufgrund der Führungsverantwortung des oder der Vorgesetzten. Experten aus der Suchthilfe, der klinischen Psychologie/Psychiatrie stehen im Hintergrund zur Verfügung. Es finden Einzelfallberatungen statt. Ferner beraten Suchtpräventionsfachleute die Betriebe mit dem Ziel, Rahmenbedingungen zur betrieblichen Suchtprävention zu schaffen. Es geht darum, Zugang zu Behandlungs- und Beratungseinrichtungen und tragfähige Kooperationen zu ermöglichen. Der Betrieb prüft die Kosteneffizienz des Programms (vgl. Schaubild der PDF-Version).