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14.2.2008 | Von:
Thomas Großbölting

Bürgertum, Bürgerlichkeit und Entbürgerlichung in der DDR: Niedergang und Metamorphosen

Entbürgerlichung und Relikte von Bürgerlichkeit nach 1945

Die Vergesellschaftung der Mittelschichten zum Bürgertum bedarf verschiedener sozialer, ökonomischer und auch kultureller Voraussetzungen. Gemessen daran war - vordergründig betrachtet - die Ausgangslage für eine Re-Etablierung des Bürgertums in Deutschland schlecht. Die "Zusammenbruchgesellschaft" der letzten Kriegsjahre und der ersten drei Friedensjahre war von zahlreichen sozialen und strukturellen Verwirbelungen geprägt, die die traditionelle Gesellschaft zunächst kurzfristig veränderten.[12] Die Not- und Hungerjahre bis 1948 ließen die an den jeweiligen Enden der sozialen Skala beheimateten Personengruppen zeitweise näher aneinanderrücken. Die insbesondere in den Ländern der Sowjetischen Besatzungszone massive Zuwanderung von Flüchtlingen und Vertriebenen begünstigte die Auflösung der traditionellen Bindungen und sozialen Hierarchien in Dörfern und Städten. Die Bombardierungen aus der Luft hatten ebenso wie die Kampfhandlungen am Boden in manchen Städten Besitz und Kapital zerstört und so zu einer zumindest oberflächlichen Nivellierung sozialer Unterschiede geführt.

Wie sich diese Tendenzen der "Zusammenbruchgesellschaft" mittel- und langfristig auswirkten, entschied sich anhand der unterschiedlichen politischen, sozialpolitischen und rechtlichen Weichenstellungen, die in den Besatzungszonen und den beiden deutschen Teilstaaten getätigt wurden. Der Vergleich zeigt besonders eindrücklich die unterschiedlichen Startbedingungen in Ost und West: In den westlichen Besatzungszonen und der frühen Bundesrepublik wurde das Bürgertum durch verschiedene Maßnahmen "extern restabilisiert".[13] Das Recht am Privateigentum blieb ebenso unangetastet wie andere Grundlagen der marktwirtschaftlich-kapitalistischen Wirtschaftsweise. Das schon zeitgenössisch populäre Bild von der "nivellierten Mittelstandsgesellschaft" (Helmut Schelsky) entpuppte sich daher eher als Wunschvorstellung und ideologische Formel, als dass es eine wissenschaftlich abgesicherte Beschreibung der gesellschaftlichen Realität der westdeutschen Nachkriegszeit gewesen wäre. Ungeachtet vieler individueller Härten konnten soziale Deklassierungen, die der Krieg mit sich gebracht hatte, in der Regel rasch aufgefangen werden.[14] Auch sozialpolitische Maßnahmen wie die Entschädigungshilfen und der Lastenausgleich zu Gunsten von Flüchtlingen und Vertriebenen erwiesen sich weniger als Moment des allgemeinen sozialen Ausgleichs, als es von einem Teil der politischen Akteure erhofft worden war. Getragen von der allgemeinen Wohlstandssteigerung der 1950er Jahre konnte sich so eine Verteilung von Besitz und Einkommen entwickeln, die auch die Voraussetzungen zur Reetablierung eines auf Abgrenzung bedachten Bürgertums bot.

Hinzu traten verschiedene andere (ordnungs)politische Grundentscheidungen: Eine umfassende Neugliederung des Schulwesens wurde nur angedacht, nicht aber umgesetzt, so dass sich die traditionelle Bildungslandschaft und auch die für das Bürgertum so wichtige Gruppe der Lehrer an höheren Schulen rasch wieder etablierten. In der Justiz und in der Universität blieb die Entnazifizierung personalpolitisch eine Episode, sowohl in Struktur wie auch in den Inhalten überwogen die Kontinuitäten. Im Verbandswesen der "gebildeten Schichten", aber auch in den Interessenvertretungen des gewerblich-industriellen Mittelstandes entwickelte sich bald wieder ein kollektives Bewusstsein, das in vielen Punkten nahezu nahtlos an die Selbstüberhöhung früherer Zeiten anknüpfte.[15] Die in den Jahren nach Kriegsende zu beobachtende "(Re)Konsolidierung exklusiver Bürgerlichkeit" wurde erst Ende der 1950er Jahre abgelöst von einer Politik der "inkludierenden Bürgerlichkeit", bei der Bildungsprivilegien und soziale Besserstellungen immer breiteren Bevölkerungsteilen zugänglich wurde.[16] Zumindest bis Mitte der 1960er Jahre habe es auf dieser Basis "neue Formen und eine neue Praxis" von Bürgertum und Bürgerlichkeit gegeben, die in ihrer Wirkmächtigkeit weit über den Charakter von "Überresten" hinausgegangen seien, so Hannes Siegrist.[17]

In der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR verlief die Entwicklung konträr dazu: Mit ihrer Sozial-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zielten KPD/SED dezidiert darauf, die traditionellen Wurzeln zu kappen und das östliche Deutschland nach den ideologischen Vorgaben zu einer klassenlosen und sozialistischen Gesellschaft umzugestalten. Gestützt durch die Sowjetunion und machtpolitisch rasch etabliert, standen der politischen Führungsgruppe alle Hebel dazu zur Verfügung.

Zu den wichtigsten politisch induzierten Veränderungen, die auch die Existenz des Bürgertums betrafen, zählen die Veränderungen im Bereich der Ökonomie. Der 1946 von Sachsen aus betriebene so genannte "Volksentscheid zur Enteignung der Kriegsverbrecher" war nur der Anfang einer langen Serie von Maßnahmen, die darauf zielten, das private Unternehmertum und die Selbständigen immer stärker an den volkseigenen Sektor der Industrie zu binden und später in dieses zu integrieren. Die Planwirtschaft der DDR bot alle Möglichkeiten dazu, die privaten Produzenten, Händler und Handwerker zu Zulieferern und Dienstleistern des volkseigenen Sektors zu degradieren. Bereits vor dem "Knock-Out" für den Mittelstand im Jahr 1972, mit dem die verbliebenen Reste verstaatlicht wurden, waren Industrielle und Gewerbetreibende in ihren Möglichkeiten stark eingeschränkt und zunehmend reglementiert.

Im ländlichen Bereich war mit der Bodenreform ein ähnlicher Effekt erzielt worden: Zwar hielt man hier zunächst am Privateigentum fest. Mit der Parzellierung und Neuverteilung aber waren nicht nur die Junker und Großgrundbesitzer ökonomisch und politisch entmachtet, sondern mit den Neubauern eine neue soziale Klientel geschaffen worden, die man besonders eng an sich gebunden zu haben glaubte.[18] Spätestens mit der Kollektivierung wurde auch hier abhängige Erwerbsarbeit zum gesellschaftlich dominanten Leitmodell erhoben. Unternehmer, kleine und mittlere Selbständige, Handwerker, Angestellte, Bauern, aber auch die rhetorisch ständig beschworene Arbeiterschaft sollten im staatlich gewollten Sozialmodell der DDR zum Milieu der Werktätigen verschmelzen. Sie taten dieses auch, ohne aber damit den Prärogativen der SED völlig zu entsprechen. Vielmehr bewahrten sich auch in den neuen Formen Eigensinn und Widersetzlichkeit.[19] Eine Kultur der Selbständigkeit und des Unternehmertums aber wurde nicht weiter tradiert.

Weitere politische Bestrebungen der SED zielten auf die Schaffung einer "fortschrittlichen Intelligenz", die das alte (Bildungs)Bürgertum ersetzen sollte und im Gesellschaftsideal der SED neben der Arbeiter- und der Bauernklasse als ein drittes, wenn auch nicht gleichrangiges Segment gedacht war. Insbesondere Angehörigen der so genannten Flakhelfergeneration wurde mit Bemühungen wie der Schaffung von Arbeiter- und Bauernfakultäten und der darüber hinausgehenden sozialen Öffnung der Universitäten ein individueller Aufstieg geebnet, wie er unter anderen politischen Vorzeichen kaum realisierbar gewesen wäre. Nach der Konzeption der Einheitssozialisten sollte die Intelligenz die Relikte alter Eliten und deren von Professionalismus, bürgerlichen Traditionen und Lebensstil geprägtes Sonderbewusstsein zurückdrängen und ablösen. Von den Zeitgenossen sowohl in der politischen Sprache als auch in der wissenschaftlichen Analyse nur vage beschrieben, wurde diese Gruppe in der politischen Praxis vor allem über ihre Indienstnahme für die Belange der einheitssozialistischen Gesellschaft definiert.[20]

Auch die Berufsgruppen und Professionen, aus denen sich große Teile des Bildungsbürgertums rekrutierten, waren in der SBZ unterschiedlichen Zugriffen ausgesetzt. Die Intensität des ideologisch-politischen Drucks war gestaffelt nach der Planwichtigkeit der jeweiligen Berufe und den Möglichkeiten des neuen Staates, die alten Berufsinhaber durch neue Funktionsträger zu ersetzen: So erwies sich insbesondere die ad hoc nicht zu ersetzende Ärzteschaft als überaus stabil, ließen doch die Angst vor drohenden Seuchen und die damit verbundene Abhängigkeit vom medizinischen Spezialistenwissen von einer rigorosen Entnazifizierung Abstand nehmen.[21] Erst am Ende der fünfziger Jahre, als die medizinische Versorgung durch neue Kräfte sicherzustellen war, erhöhte sich der Druck auf die alten Vertreter der Berufsgruppe.[22]

Starke personelle Kontinuitäten unter den protestantischen Pfarrern erklären sich aus dem politischen Ansinnen der Sowjetischen Militäradministration, die Kirchen für den Neuaufbau zu gewinnen. Nur indirekt, nämlich über die Quotierung von Theologiestudierenden an den staatlichen Hochschulen, konnte die SED auf Dauer Zugriff auf die Ausbildung des kirchlichen Nachwuchses gewinnen.[23]

Speziell für den Bereich der Hochschullehrerschaft ist gezeigt worden, wie stark das Überdauern der Vertreter einzelner Fächer von der "ideologischen Marktlage der Berufe" abhing:[24] Das akademische Milieu in den naturwissenschaftlichen, medizinischen und technischen Fächern erwies sich bis zu Anfang der 1960er Jahre als relativ konsistent, während Entnazifizierung und Vertreibungsdruck in den ideologienahen Fächern der Geistes- und Sozialwissenschaften zu raschen und massiven Veränderungen führte.[25]

Dem staatlichen Druck entzog sich ein Teil des Bürgertums durch den Fortzug in den westlichen Teilstaat. Die Bildungs- und Erwerbsstruktur der "hinübergemachten" SBZ- und DDR-Bürger zeigt einen zur Gesamtbevölkerung überproportionalen Anteil von Angehörigen typisch bürgerlicher Berufe. Davon ausgenommen waren ausschließlich die Pfarrer, die durch eine rigide Dienstethik an ihre Gemeinden gebunden waren. Die zu registrierende "Flucht des Geistes" war eine der sozialen Voraussetzungen für die Entbürgerlichung in der DDR.[26]

Daneben traten zahlreiche weitere Faktoren, die die Reetablierung bürgerlicher Strukturen dämpfte oder gar vollständig behinderten: Die bürgerliche Öffentlichkeit in der Stadt wurde mehr und mehr eingeschränkt, die traditionelle Vereins- und Geselligkeitskultur durch der sozialistischen Gesellschaft konforme Massenorganisationen ersetzt.[27] Die neu gegründeten Parteien CDU und LDP fungierten allenfalls in ihren Anfängen als Institutionen der Interessenwahrnehmung jenseits der SED, ihre Bezeichnung als "bürgerliche Parteien" verdienten sie spätestens mit der Einbindung in den "antifaschistisch-demokratischen Block" nicht mehr. Mit der Auflösung der Länder und Provinzen bot sich auch auf der mittleren und unteren Ebene von Verwaltung und Bürokratie ein Hebel, die Vormachtstellung bürgerlicher Verwaltungspersonen und der von ihnen getragenen Prinzipien zu brechen.

Auch wenn sich die Aufzählung (ordnungs)politischer Eingriffe und Maßnahmen noch verlängern ließe, die eine erneute Vergesellschaftung der Mittelschichten zum Bürgertum behinderten, so ist dieses dennoch nur die eine Seite der Medaille. In scharfem Kontrast dazu steht eine zweite Tendenz: Während den SED-Funktionären in politischen, ökonomischen und sozialen Belangen alle Steuerungsmechanismen zur Verfügung standen, um ihr Gesellschaftsexperiment zu realisieren und ihre Macht zu festigen, fehlte ihnen in kulturellen Belangen der feste Stand und dementsprechend der Zugriff. Der Ideologie nach sollten nicht nur die "Kommandohöhen" von Politik, Verwaltung und Wirtschaft erstürmt, sondern auch der Kampf um die Köpfe gewonnen werden. Ein konsistentes, handlungsleitendes und breitenwirksames Konzept von einer "Kulturgesellschaft DDR" hat es aber weder in den 1950er Jahren noch danach gegeben. Der Ende der 1940er und in den frühen 1950er Jahren betriebene "Proletkult" scheiterte ebenso wie der "Bitterfelder Weg" der 1960er Jahre, auf dem Arbeiter zu Literaten gemacht werden sollten. Stattdessen knüpfte man in vielfältiger Weise an die Traditionsbestände des 19. und frühen 20. Jahrhunderts an. Die Goldschnitt-Ausgabe der Werke deutscher Klassiker, die tief in der bürgerlichen Tradition verwurzelte Theaterkultur der frühen DDR, die demonstrative Bildungsbeflissenheit hoher SED-Funktionäre - in vielfacher Hinsicht schlug das Erbe der deutschen Arbeiterbewegung in Kaiserreich und Weimarer Republik durch, die ihrerseits deutliche Anleihen beim bildungsbürgerlichen Habitus und Kanon gemacht hatte. Selbst in den Bemühungen, den so hölzernen Parteichef Walter Ulbricht mit Charisma auszustatten und auf diese Weise zu einer möglichst weit strahlenden Identifikationsfigur für die DDR-Bevölkerung der 1950er und 1960er Jahre zu machen, wurde nicht nur auf das Pathos von Revolution und Volksverbundenheit zurückgegriffen, dass bei der Stilisierung der Sowjetführer zum Tragen kam. Diese Elemente kombinierte man in einer spezifisch deutschen Variante der Aneignung mit Versatzstücken einer "sozialistisch-kleinbürgerlicher Romantik":[28] Das Bild des bildungsbeflissenen Autodidakten, der im Moskauer Exil vor allem die deutschen Klassiker las, korrespondierte in dieser Hinsicht mit einer aufwändig reproduzierten Fotografie anlässlich seines 70. Geburtstages. Diese zeigt Ulbricht "zu Hause" - so der Titel - zusammen mit seiner Frau Lotte vor einem Bücherbord mit Leninbüste, Couchgarnitur und gehäkelter Tischdecke.[29]

Insgesamt blieb den Funktions- und Machteliten in Sachen Stil und Verkehrsformen eine Leitfunktion versagt. Stattdessen traf man auf "Spitzenfunktionäre, die sich in quasi-feudaler Pose des Weidwerks befleißigten, auf Planungsexperten, die den Gestus traditioneller Industrieeliten beherrschten, und auf Parteiideologen in der Attitüde bürgerlicher Gelehrsamkeit."[30] Wie andere Repräsentanten moderner Unterschichtenbewegungen orientierten sich auch Teile der DDR-Nomenklatur "in ihren Lebens-, Denk-, Politik- und Handlungsstilen vor allem an den Eliten des Bürgertums", indem sie diese entweder kopierten oder sich rigoros antiintellektuell gaben und davon distanzierten.

Allen verbalen Forderungen nach einem "sozialistischen Stil" zum Trotz wirkte die "Kultur- und Gesellschaftspolitik [...] auf der Ebene der Verkehrsformen eher konservierend".[31] Man kehrte schon bald vom "proletarischen Du" zum "bürgerlichen Sie" zurück. Die Kulturhäuser, gedacht als sozialistische Stätten kultureller Hebung, avancierten zu "Salons der Sozialisten". In ihrer Ästhetik, in der Raumgestaltung und der Dekoration imitierten sie die bürgerliche Wohn- und Repräsentationskultur.[32] Diese und andere Beobachtungen belegen die starken Kontinuitäten des "idealtypischen Regelsystems von Werten und Handlungsmustern" bürgerlicher Kultur. In der Konfrontation mit der marxistisch-leninistischen Ideologie gewann dieses sogar noch zusätzlich an Virulenz. Als "(alltags-)kulturelles Leitbild" waren "auch unter den neuen politischen und sozialen Bedingungen bis Anfang der 1960er Jahre Elemente von Bürgertum (als sozialer Formation) und Bürgerlichkeit (als Lebensweise und Habitus) unter der Hand erhalten (geblieben) - ja, sie wurden sogar für die DDR-Gesellschaft weithin bestimmend."[33] Einen eigenen Stil entwickelte die DDR nicht, so dass sie Zeit ihrer Existenz "eine Kleine Leute-Gesellschaft" blieb.[34]

Fußnoten

12.
Vgl. dazu insbesondere die Einleitung in Martin Broszat/Klaus-Dietmar Henke/Hans Woller (Hrsg.), Von Stalingrad zur Währungsreform. Zur Sozialgeschichte des Umbruchs in Deutschland, München 1990.
13.
Vgl. Hannes Siegrist, Die gebildeten Klassen in Westdeutschland 1945 - 1965, in: Wolfram Fischer-Rosenthal u.a. (Hrsg.), Biographien in Deutschland. Soziologische Rekonstruktionen gelebter Gesellschaftsgeschichte, Opladen 1995, S. 118 - 136.
14.
Vgl. Hans Braun/Helmut Schelskys Konzept der "nivellierte Mittelstandsgesellschaft" und die Bundesrepublik der 50er Jahre, in: Archiv für Sozialgeschichte, 29 (1989), S. 199 - 223.
15.
Vgl. ders., Der Wandel als Krise und Chance. Die westdeutschen Akademiker 1945-1965, in: K. Tenfelde/H.-U. Wehler (Anm.11), S. 289 - 314.
16.
Vgl. E. Conze (Anm.6), S. 527 - 542.
17.
Vgl. Hannes Siegrist, Der Wandel als Krise und Chance. Die westdeutschen Akademiker 1945 - 1965, in: K. Tenfelde/H.-U. Wehler (Anm.11), S. 289 - 314, S. 311.
18.
Vgl. dazu Sabine Marquardt, Die Entdifferenzierung der Gesellschaftsordnung der SBZ durch die "Demokratische Bodenreform". Das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern, in: Hans-Ulrich Thamer (Hrsg.), Die Errichtung der Diktatur. Transformation und Stalinisierung in der Sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR, Münster 2002, S. 23 - 54.
19.
Vgl. Ina Merkel, Arbeiter und Konsum im real existierenden Sozialismus, in: Peter Hübner/Klaus Tenfelde (Hrsg.), Arbeiter in der SBZ-DDR, Essen 1999, S. 527-553, S. 539.
20.
Vgl. Dietrich Staritz, Partei, Intellektuelle, Parteiintellektuelle. Die Intellektuellen im Kalkül der frühen SED, in: ders./Klaus Schönhoven (Hrsg.), Sozialismus und Kommunismus im Wandel, Köln 1993, S. 378-398; Manfred Lötsch, Intelligenz-Problematik in der DDR, in: Wolfram Fischer-Rosenthal/Peter Alheit (Hrsg.), Biographien in Deutschland. Soziologische Rekonstruktionen gelebter Gesellschaftsgeschichte, Opladen 1995, S. 178-188.
21.
Vgl. Anna-Sabine Ernst, Von der bürgerlichen zur sozialistischen Profession? Ärzte in der DDR, 1945-1961, in: Richard Bessel/Ralf Jessen (Hrsg.), Die Grenzen der Diktatur. Staat und Gesellschaft in der DDR, Göttingen 1994, S. 25-48, S. 25.
22.
Vgl. Infratest, Die Intelligenzschicht in der Sowjetzone Deutschlands, Bd. I: Beruf und Funktion, o.O. o.J. (Oktober 1959, hektographiert), S. 201.
23.
Vgl. Friedemann Stengel, Die Theologischen Fakultäten in der DDR als Problem der Kirchen- und Hochschulpolitik des SED-Staates bis zu ihrer Umwandlung in Sektionen 1970/71, Leipzig 1998.
24.
Vgl. Infratest, Die Intelligenzschicht in der Sowjetzone Deutschlands, Bd. II: Analyse der Fluchtgründe, o.O. o.J. (Oktober 1959, hektographiert), S. 201.
25.
Vgl. Ralph Jessen, Vom Ordinarius zum sozialistischen Professor. Die Neukonstruktion des Hochschullehrerberufs in der SBZ/DDR, 1945 - 1969, in: ders./R. Bessel (Anm. 21), S. 76-107.
26.
Vgl. Helge Heidemeyer, Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR 1945/1949-1961. Die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik Deutschland bis zum Bau der Berliner Mauer, Düsseldorf 1994, S. 50-53.
27.
Vgl. hierzu und zum folgenden mit ausführlichen Belegen Thomas Großbölting, SED-Diktatur und Gesellschaft. Bürgertum, Bürgerlichkeit und Entbürgerlichung in Magdeburg und Halle, Halle 2001.
28.
Rainer Gries, "Walter Ulbricht - das sind wir alle! Inszenierungsstrategien einer charismatischen Kommunikation, in: Frank Möller (Hrsg.), Charismatische Führer der deutschen Nation, München 2004, S. 193 - 218, S. 201.
29.
Vgl. Nationalrat der Nationalen Front (Hrsg.), Walter Ulbricht. Ein Leben für Deutschland, Leipzig 1963, S. 160.
30.
Hierzu und zum folgenden Peter Hübner, Einleitung: Antielitäre Eliten?, in: ders. (Hrsg.), Eliten im Sozialismus. Beiträge zur Sozialgeschichte der DDR, Köln-Weimar-Wien 1999, S. 9 - 37, S. 13.
31.
Anna-Sabine Ernst, Vom "Du" zum "Sie". Die Rezeption der bürgerlichen Anstandsregeln in der DDR der 1950er Jahre, in: Mitteilungen aus der kulturwissenschaftlichen Forschung, 16 (1993) 33, S. 190 - 232.
32.
Vgl. Simone Hain/Stephan Stroux, Die Salons der Sozialisten. Kulturhäuser in der DDR, Berlin 1996.
33.
Anna-Sabine Ernst, Erbe und Hypothek. (Alltags-) Kulturelle Leitbilder in der SBZ/DDR 1945-1961, in: Kultur- und Kulturträger in der DDR. Analysen, hrsg. von der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat, Berlin 1993, S. 9-71, S. 13.
34.
Gerhard A. Ritter, Über Deutschland. Die Bundesrepublik Deutschland in der Geschichte, München 1998, S. 186.