Junge Menschen liegen während der Coronakrise unter Einhaltung der Abstandsregeln auf einer Wiese in Düsseldorf, 11.07.2020

Corona-Krise

Knapp ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem ab Mitte März 2020 bei dem Versuch, die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus in Deutschland einzugrenzen, das wirtschaftliche und öffentliche Leben für mehrere Wochen weitgehend heruntergefahren und tief in Grundrechte eingegriffen wurde. Der Staat stand und steht dabei vor der schwierigen Aufgabe, einen angemessenen Ausgleich zwischen der Freiheit und dem Schutz des Lebens seiner Bürgerinnen und Bürger herzustellen.

Ein Ende der Pandemie ist noch nicht absehbar. Bei Überlegungen, wie mit ihren langfristigen Folgen umgegangen werden kann, gewinnen Fragen nach der Problemlösungskompetenz von liberalen Demokratien, den Handlungsmöglichkeiten der EU und der Gestaltung von (De-)Globalisierungsprozessen an Relevanz.

Frederik Schetter

Editorial

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Hans-Jürgen Papier

Umgang mit der Corona-Pandemie: Verfassungsrechtliche Perspektiven

Die Corona-Pandemie stellt den Staat vor die schwierige Aufgabe, einen angemessenen Ausgleich zwischen Freiheit und Sicherheit herzustellen. Dabei gilt, die für Grundrechtseingriffe erforderliche demokratische Legitimation zu stärken und Rechtssicherheit zu gewährleisten.

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Nathalie Behnke

Föderalismus in der (Corona-)Krise? Föderale Funktionen, Kompetenzen und Entscheidungsprozesse

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland Anfang 2020 ist auch der deutsche Föderalismus wieder einmal verstärkt in die öffentliche Kritik geraten. Entgegen der landläufigen Kritik hat sich dieser gerade in der Krise als effizient und leistungsfähig erwiesen.

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Annelies G. Blom

Zum gesellschaftlichen Umgang mit der Corona-Pandemie. Ergebnisse der Mannheimer Corona-Studie

Welche Konsequenzen hat die Corona-Krise für das Zusammenleben in Deutschland? Die Antworten auf diese Frage sind vielfältig, zeigen aber, dass die Bevölkerung die implementierten Maßnahmen gerade zu Beginn der Pandemie im Allgemeinen als sinnvoll einschätzte.

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Evelyn Moser

Rückzug des Politischen? Beobachtungen zur politischen Soziologie der Corona-Pandemie

Die deutsche Krisenpolitik zeigt, dass eine liberale Demokratie zu einer erfolgreichen Pandemiebekämpfung fähig ist, dabei jedoch über ihre eigenen Prinzipien stolpern kann. Dies gilt es zu reflektieren, um für künftige, ähnlich gelagerte Probleme gewappnet zu sein.

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Aladin El-Mafaalani

"Lasst die Lehrkräfte in Ruhe, aber nicht die Schulen"

Mitte März 2020 wurden deutschlandweit die Schulen geschlossen. Präsenzunterricht soll erst im Schuljahr 2020/21 wieder zur Regel werden. Wer ist im Bildungsbereich von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen, und wie lässt sich Ungleichheiten entgegenwirken?

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Frank Biess

Corona-Angst und die Geschichte der Bundesrepublik

Die in Deutschland bislang relativ erfolgreiche Bewältigung der Corona-Pandemie ist auch ein Produkt historisch gewachsener Krisenkompetenz. Die Diskussion über langfristige Folgen und den Status des Ereignisses in der globalen Moderne hat indes erst begonnen.

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Philipp Ther

Wettbewerb der Systeme. Die Corona-Pandemie als Herausforderung für Demokratie und europäische Integration

Im Umgang mit der Corona-Pandemie lassen sich mit China und den USA zwei Pole ausmachen. Hat die EU trotz des Verfalls der Demokratie in manchen ihrer Mitgliedsstaaten eine Chance, als Sieger aus der Konkurrenz zwischen zwei Großmächten hervorzugehen?

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