BUNDESTAGSWAHL 2021 Mehr erfahren
APUZ Dossier Bild

13.11.2009 | Von:
Hans-Joachim Reeb

Die "neue" Bundeswehr

Fazit und Ausblick

Als das Neue an der "neuen" Bundeswehr kann der aus dem sicherheitspolitischen Wandel abgeleitete Auftrag konstatiert werden. Nicht mehr abstrakte Abschreckungsfähigkeit, sondern die konkrete Einsatzrealität kennzeichnet die "neue" Bundeswehr. Diese Veränderung ist in den verfassungsrechtlichen Grundlagen, im Verhältnis der Streitkräfte zur Gesellschaft und in der Ausstattung der Bundeswehr noch nicht hinreichend nachvollzogen worden. Dagegen haben sich die meisten Soldatinnen und Soldaten mit den neuen Bedingungen arrangiert.

Deutschland wird ohne eine eigene Sicherheitsstrategie weiterhin von einer Ad-hoc-Entscheidung zur nächsten - beeinflusst durch die Verbündeten - getrieben werden. Eine militärpolitische Gestaltungsmacht setzt entsprechende Strukturen im vernetzten Sicherheitsdenken, verlässliche Planungen und den Willen zur Ausgestaltung der Bundeswehr voraus. Nur dann werden die neuen Aufgaben für die Gesellschaft nachvollziehbar, und es könnte eine breitere Basis für eine sicherheitspolitische Kultur in Deutschland entstehen.[22]

Fußnoten

22.
Vgl. als Grundlage für die politische Bildung: Hans-Joachim Reeb, Sicherheitspolitik, in: Wochenschau. Sek. II, 60 (2009) 3 - 4, S. 99 - 178.

NATO
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 15-16/2009)

NATO

Die 1949 gegründete NATO setzte der sowjetischen Militärmacht ein Bündnis von freiheitlichen Demokratien entgegen. Nach der Auflösung der Sowjetunion sucht die NATO eine neue, globale Aufgabenverteilung.

Mehr lesen