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25.9.2009 | Von:
Dieter Otten
Nina Melsheimer

Lebensentwürfe "50plus"

Generationengerechtigkeit?

Der Wohlstand der Generation 50+ ist das Produkt gesellschaftlicher Transfers aus dem System sozialer Sicherheit. Doch dieses Modell der 1950er Jahre mit der Sozialversicherungspflicht als Basis ist angesichts der demographischen Entwicklung auf Dauer nicht tragfähig. Die Generationengerechtigkeit verlangt gerade hinsichtlich der Zukunftschancen der jüngeren Jahrgänge eine vernünftige Lösung des Rentenproblems. Angesichts ihrer numerischen Überlegenheit in der Gesellschaft erscheint es unwahrscheinlich, dass Lösungen gefunden werden, die nicht vom politischen Willen der Generation 50+ getragen werden. Die zukünftige Wählerstruktur könnte aber durchaus zu überraschenden politischen Bündnissen und neuen Lösungen führen. Die Partei oder Koalition, die am ehesten in der Lage sein wird, realistische Perspektiven zur (zumindest teilweisen) Lösung des Problems der sozialen Sicherung für die Zukunft aufzuzeigen, dürfte ähnlichen Erfolg haben, wie die CDU Konrad Adenauers bei der Bundestagswahl 1957.


Die soziale Situation in Deutschland

Lebensformen und Haushalte

Immer weniger Meschen leben gemeinsam mit Kindern unter einem Dach. Gleichzeitig ist die Zahl der Einpersonenhaushalte so hoch wie nie zuvor. Und auch für die Zukunft wird eine Fortsetzung dieser Entwicklungen angenommen.

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