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18.1.2010 | Von:
Daniel S. Hamilton

Obama und Europa

Schlussfolgerung

Anhand der geschilderten sieben Eckpunkte lässt sich erkennen, vor welchen Herausforderungen eine strategischer als bisher angelegte transatlantische Partnerschaft steht. Sie machen die Diskrepanz zwischen der globalen Natur unserer Probleme, der Kapazität unserer Institutionen und den uns zur Verfügung stehenden Mitteln deutlich. Sie beleuchten die Realität der innereuropäischen Unterschiede in vielen dieser Fragen, die Bedeutung des amerikanischen Kongresses und der US-Regierung sowie die schwierige Aufgabe, die Popularität des Präsidenten in konkrete Erfolge umzumünzen.

Trotz alledem begegnen die transatlantischen Partner einander heute in einem ganz anderen Ton und Geist. Die Regierung Obama bietet Europa eine einmalige Chance: Dies ist der Zeitpunkt, eine atlantische Partnerschaft zu schmieden, die besser gewappnet ist, den Möglichkeiten und Herausforderungen einer neuen Mächteverteilung auf der Welt zu begegnen. Eine solche Partnerschaft muss jedoch auf mehr als nur auf hochtrabenden Worten aufgebaut sein; sie muss, was ihre "unverzichtbaren, aber noch unzureichenden Beziehungen" betrifft, auf einem neuen Konsens fußen - sowohl unter den Europäern als auch mit den Amerikanern; und sie muss von einer neuen Entschlossenheit geleitet sein, mit vereinten Kräften eine ernüchternd lange Liste von Aufgaben gemeinsam anzugehen.

Übersetzung aus dem Amerikanischen: Doris Tempfer-Naar, Krustetten/Österreich.


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