Inhaltliche Daten
Caption
ILLUSTRATION - Ein Schattenriss ist am Donnerstag (26.04.2012) in Düsseldorf beim Start des so genannten Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auf einer Projektion mit der Startseite des Programmes zu sehen. Am Donnerstag (26.04.2012) wird in Nordrhein-Westfalen der Wal-O-Mat Online gestellt. Foto: Federico Gambarini dpa/lnw
pixel
Schlagworte
Automat , Wahl-O-Mat , Wahlen , Programm , Monitor , Computer , Schriftzug , Bildschirm , Landtag , Landtagswahl , Politik
pixel
Überschrift 
Wahl-O-Mat wird freig...  
Personen
 
Kontinent
-
Land
Deutschland  
Provinz
Nordrhein-Westfalen
Ort
Düsseldorf
pixel
Rechtliche Daten
Bildrechte
 Verwendung weltweit
Besondere Hinweise
-
Rechtevermerk
picture alliance / dpa
Notiz zur Verwendung
(c) dpa
pixel

6.2.2012 | Von:
Daniel Roleff

Digitale Politik und Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen

Offene Staatskunst mit offenen Daten

Die Debatte um die Offenlegung von öffentlichen Datenbeständen im Internet hat in den vergangenen Jahren stark an Fahrt aufgenommen. Im Kern geht es bei der Diskussion darum, inwiefern die von öffentlichen Stellen erhobenen Daten allgemein zugänglich gemacht werden sollen. Die Befürworter von offenen Daten argumentieren, dass die von Verwaltung und Politik generierten Datenbestände eine bislang kaum erschlossene Wissensressource darstellen. Die strukturierte Veröffentlichung von Informationen aus Bereichen wie Verbraucherschutz, Umwelt, Verkehr oder Gesundheit seien ebenso wie politische Datensammlungen die Grundlage für innovative Angebote und Dienstleistungen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Politisch wird zudem oft mit der Bedeutung von Transparenz argumentiert: Nur aufgeklärte und wissende Bürger könnten ernsthaft an demokratischen Prozessen teilhaben. Wer zum Beispiel wisse, wohin Steuergelder fließen oder wie Subventionen genau verteilt werden, sei auch in der Lage, diese Prozesse kritisch und konstruktiv zu begleiten.

Häufige Gegenargumente der Verwaltung, Daten nicht freizugeben, sind die Mehrkosten und die Vertraulichkeit von einigen Datenbeständen. Besonders das Kostenargument hat dabei Gewicht. Denn damit offene Daten überhaupt genutzt werden können, müssen sie in maschinenlesbaren Formaten vorliegen. Der Bundestag zum Beispiel veröffentlicht die meisten seiner Daten als Drucksache im Portable Document Format (PDF), ein Format, das nur schwer bis gar nicht von Computern ausgelesen werden kann. Eine Umstellung bei der Bereitstellung von Daten ist mit Mehrkosten verbunden, die größtenteils aus den laufenden Haushalten bestritten werden müssten, das heißt, für die de facto kein Geld übrig ist.

Dennoch wächst auch hier die Bereitschaft auf Seiten der Politik und der Verwaltung, sich dem Thema zu öffnen. So unterstützt das BMI einen Open-Data-Wettbewerb ("Apps für Deutschland") und arbeitet an einer Open-Data-Plattform, die auf Open-Data-Angebote in Bund, Ländern und Gemeinden verlinkt. Vorbilder sind auch hier die USA und Großbritannien, die mit "data.gov" bzw. "data.gov.uk" solche Plattformen bereits realisiert haben.