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Ein Straßenschildermast in Berlin Mitte mit zwei Straßenschildern - das linke Schild ist überklebt der Aufschrift "Anton-W.-Amo-Straße", das rechte Schild mit der offiziellen Aufschrift "Mohrenstraße" ist mit Farbe ünbermalt.

9.10.2020 | Von:
Alice Hasters

Mückenstiche mit System. Zum Umgang mit Alltagsrassismus – Essay

Selten fühlen sich weiße Menschen so angegriffen, missverstanden und allein wie dann, wenn man sie oder ihre Handlungen "rassistisch" nennt. Das Wort wirkt wie eine Gießkanne voller Scham, ausgekippt über die Benannten. Weil die Scham so groß ist, geht es im Anschluss selten um den Rassismus an sich, sondern darum, dass ich jemandem Rassismus unterstelle. Weiße Menschen haben so wenig Übung darin, mit ihrem eigenen Rassismus konfrontiert zu werden, dass sie meist wütend darauf reagieren, anfangen zu weinen, oder einfach gehen. Für viele Menschen wirkt das R-Wort so, als ob man eine Fliege mit einem Baseballschläger erschlagen würde. Wenn ich jemanden rassistisch nenne, dann hört dieser Mensch meist nicht, was ich ihm oder ihr sage. Was er oder sie hört, ist: "Du bist ein schlechter Mensch. Du bist böse. Du bist ein Nazi." Das liegt auch daran, dass Menschen eine einseitige Vorstellung davon haben, was Rassismus ist.

Rassismus, so die geläufige Annahme, sei nur offener Hass und Verachtung, und trete seit 1945 nur noch vereinzelt auf. Kaum ein Land habe sich so viel Mühe gegeben wie Deutschland, die eigene rassistische Vergangenheit aufzuarbeiten, heißt es dann. Deshalb sei es jetzt auch mal gut. Und überhaupt: Rassismus gegenüber Schwarzen sei doch ohnehin ein Problem der USA – oder Großbritanniens oder Frankreichs.

Für Rassismus gibt es unterschiedliche Definitionen. Der Historiker Ibram X. Kendi definiert es zum Beispiel als "jegliche Vorstellung, die eine bestimmte ethnische Gruppe als einer anderen ethnischen Gruppe unterlegen oder überlegen betrachtet".[1] Doch in einer Welt, in der Ungleichheit besteht, ist auch Rassismus ungleich gewichtet. Viele Menschen gehen davon aus, dass grundsätzlich jede Person von ihm betroffen sein könnte. Diese Menschen sehen Rassismus als rein individuelle Haltung. Wie ein einzelner Mensch die Welt für sich ordnet, hat erst einmal wenige Konsequenzen. Doch Rassismus ist ein System, das mit der Absicht entstanden ist, eine bestimmte Weltordnung herzustellen. Es wurde über Jahrhunderte aufgebaut und ist mächtig. Darin wurde die Hierarchie rassifizierter Gruppen festgeschrieben, und die lautet, ganz grob, so: Weiße ganz oben, Schwarze ganz unten.

Wenn also jemand glaubt, Schwarze seien von Natur aus Weißen überlegen, dann ist das zwar theoretisch ein rassistischer Gedanke – aber praktisch ein recht wirkungsloser. Dafür gibt es keine Echokammer, dieser Gedanke wird sich nicht in der Welt widerspiegeln. Anders ist es, wenn jemand glaubt, weiße Menschen seien Schwarzen überlegen. Diese Vorstellung füttert das ohnehin bestehende System. Die Echokammer dafür ist riesig. Dieses System nennt sich white supremacy ("weiße Vorherrschaft").

Eine Person, die das schon lange vor mir erklärt hat, ist die Autorin und Antirassismus-Aktivistin Noah Sow. Sie merkte an, dass Rassismus nicht erst bei dem Unterlegenheitsgedanken anfängt. Rassismus sei heutzutage "der Glaube, dass Menschen bestimmte Prädispositionen (Veranlagungen) jedweder Art haben".[2] Würde man also sagen, dass weiße Menschen mit hoher und Schwarze Menschen mit tiefer Stimme sprechen würden, dann mag da erst einmal keine Wertung vorliegen. Rassistisch ist die Aussage trotzdem.

Wenn man Rassismus als Denkweise begreift, die ausschließlich bewusst und mit böser Absicht erfolgt, sind nur wenige Menschen Rassisten. Aber Rassismus ist mehr als das. Er ist schon so lange und so massiv in unserer Geschichte, unserer Kultur und unserer Sprache verankert und hat unsere Weltsicht so sehr geprägt, dass wir gar nicht anders können, als in unserer heutigen Welt rassistische Denkmuster zu entwickeln. Rassismus ist in unserem System. So sehr, dass er oft unbewusst geschieht – besonders der sogenannte Alltagsrassismus.

Kleine Momente, große Effekte

Rassismus wird man also nicht los, nur weil man behauptet, nicht rassistisch zu sein. Es kann zum Beispiel sein, dass man am Tag gegen Rassismus demonstriert – und trotzdem Angst bekommt, wenn ein Schwarzer Mann einem nachts über den Weg läuft. Oder dass man kurz überrascht ist, wenn eine Frau mit Hijab perfekt Deutsch spricht. Auch wenn diejenigen, die auf die andere Straßenseite wechseln oder kurz verdutzt sind, nicht weiter darüber nachdenken und glauben, diese eine Sekunde, diese eine harmlose Handlung bliebe unbemerkt und würde keinen großen Unterschied machen, tut sie es doch. Und zwar für die Betroffenen. Eine deutsche Hijabi bekommt täglich verdutzte Blicke, wenn sie den Mund aufmacht. Ein Schwarzer Mann sieht in seinem Leben Hunderte verängstigte Gesichter, wenn er durch die Straßen läuft. Sie bemerken es.

Diese kleinen Momente wirken wie Mückenstiche. Kaum sichtbar, im Einzelnen auszuhalten, doch in schierer Summe wird der Schmerz unerträglich. Diese Mückenstiche haben einen Namen: Mikroaggressionen. Auch davon gibt es unterschiedliche Abstufungen. Das können Angriffe oder Beleidigungen sein, wie die Verwendung des N-Wortes oder Aussagen wie "Wir sind hier in Deutschland". Es können unbewusste Handlungen sein – etwa wenn eine Frau ihre Tasche umkrallt, sobald ich mich in der Bahn neben sie setze. Aber auch das Negieren und Absprechen der eigenen Perspektive und Erfahrungen gehört dazu. Viele Menschen glauben mir nicht, wenn ich sage, dass manche Menschen Angst vor mir haben und mich für eine Diebin halten. Auch Ignoranz ist eine Form der Mikroaggression. Wer vermeidet, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, kann sich immer mit Unwissenheit herausreden und jegliche Verantwortung damit zurückweisen.

Nur, weil man sich nie bewusst Gedanken über Herkunft, Hautfarbe und Identität gemacht hat, läuft man nicht vorurteilsfrei durch die Gegend. Man bemerkt nur nicht, dass man diese Vorurteile hat. All diese Verhaltensmuster tragen dazu bei, das rassistische System aufrechtzuerhalten. Diese Unterschiede im Alltag zwischen weißen Menschen und Menschen, die von Rassismus betroffen sind, werden selten von Weißen bemerkt und adressiert. Denn in den meisten Fällen scheinen sie nicht der Rede wert zu sein.

Doch trotzdem können sie große Effekte haben. Es gibt einige Studien, über die Auswirkungen von Rassismuserfahrungen auf die psychische Gesundheit. Einige legen nahe, dass Rassismus Stress, Depressionen, chronische Erschöpfung und Wut auslösen kann, und das somit auch körperliche Beschwerden zur Folge haben kann.[3]

Erfindung der Menschenrassen

Rassismus ist das Märchen über angeborene Eigenschaften, die Annahme, dass wir von Natur aus verschieden seien. Es braucht nur einen bestimmten Kontext, die passende Stimmung und Verkettung von Ereignissen – schon trägt Rassismus nicht mehr nur am rechten Rand Früchte, sondern wuchert überall. Ein blöder Witz, ein heimlicher Gedanke, ein unüberlegtes Vorurteil – es stammt alles aus der gleichen Geschichte, aus der gleichen historischen Wurzel. Und diese treibt und keimt gerade ordentlich. Längst sind Dinge wieder salonfähig geworden, die vor ein paar Jahren noch verpönt schienen.

Um besser über Rassismus sprechen zu können, ist es vor allem wichtig, eines zu verstehen: Es gibt keine Menschenrassen. Es gibt allerdings die Erfindung der Menschenrassen – die Rassifizierung. Sie dient dazu, eine Hierarchie zwischen Menschengruppen zu etablieren. Bereits Aristoteles tat dies. Er schrieb über die "Barbaren" und meinte damit Völker, die seiner Ansicht nach den Griech*innen kulturell unterlegen waren. Später wurde insbesondere nach Familienzugehörigkeit rassifiziert. Während den Kreuzzügen und der Reconquista und der damit einhergehenden Christianisierung wurde das Konzept der Blutlinien stärker etabliert. Adelsfamilien sicherten so ihren Status, aber es diente auch dazu, weiterhin zwischen "echten Christen" und beispielsweise ehemaligen Juden und Jüdinnen oder Muslim*innen unterscheiden zu können. Ende des 15. Jahrhunderts setzte ein neues Zeitalter der Rassifizierung ein. Mit der Erkundung der Welt begannen Europäer*innen, eine globale Ordnung herzustellen, die auf Hautfarbe und Ethnie beruhte. Dieses Denken wurde bis zum 20. Jahrhundert kaum angezweifelt. Ziemlich lange also stützte sich das Verständnis der Europäer*innen von der Welt auf dieses ausgedachte Konstrukt. Dazu trug besonders die "verwissenschaftlichte" Rassifizierung ab dem 17. Jahrhundert bei, die im 19. Jahrhundert zur Zeit des Imperialismus noch einmal intensiviert wurde.[4]

In der sogenannten Rassentheorie gab es, grob gesagt, zwei unterschiedliche Ansätze. Manche Forschende gingen tatsächlich von unterschiedlichen Menschenrassen aus, die nicht miteinander verwandt waren. Diese These nennt man die "Polygenese". Andere vertraten die Theorie der "Monogenese", nach der alle Menschen zwar dieselbe Abstammung hätten, jedoch unterschiedlich weit entwickelt beziehungsweise degeneriert wären. Viele waren der Ansicht, dass der Mensch weiß und vollkommen auf die Welt gekommen wäre und sich immer weiter von seinem Ursprung entfernt hätte.[5] Ob Poly- oder Monogenese, alle kamen zum gleichen Schluss: Unter den "Menschenrassen" gab es eine Hierarchie. Ganz oben waren Weiße.

Forschende legten ihre Rassentheorien nach ihren eigenen Interessen aus. Sie erstellten diese Konstrukte, um eine Rechtfertigung zu finden, andere Menschen auszubeuten und zu vereinnahmen: "Die Europäer waren nicht zu Sklavenhändlern geworden, weil sie Rassisten waren. (…) Sie wurden zu Rassisten, um Menschen für ihren eigenen Profit versklaven zu können. Sie brauchten eine ideologische Untermauerung; eine moralische Legitimierung ihrer weltweiten Plünderungsindustrie. Kurz und plakativ: Sie wollten gut schlafen."[6]

Weiße Menschen haben sich selbst zu einer "überlegenen Rasse" erklärt. Diese Theorie trugen sie während der Kolonialisierung in fast jeden Winkel der Welt. Es stimmt, dass auch weiße Menschen die Auswirkungen von Rassismus zu spüren kriegen, jedoch – anders als bei mir – nicht als Benachteiligte, sondern als privilegierte Personen. Das, was vielleicht unangenehm sein mag, ist die unverdiente positive Aufmerksamkeit. Das heißt nicht, dass alle Begegnungen positiv sind. Doch der gravierende Unterschied ist: Weißen Menschen wird vielleicht unterstellt, dass sie wohlhabend seien, oder sie werden als besonders attraktiv wahrgenommen. Vielleicht in einem Ausmaß, das unangenehm oder sogar bedrohlich sein kann. Doch die Attribute, die ihnen zugeschrieben werden, sind positiv und höhergestellt. Die Attribute, die mir zugeschrieben werden, sind negativ und tiefergestellt. Weiße sind also strukturell von Rassismus bevorteilt.

Diese Erkenntnisse verunsichern gerade viele weiße Menschen. Oft äußern sie die Sorge darüber, dass man ja gar nicht mehr wisse, was man noch sagen dürfe. Diese Haltung ist eine Delegitimierung der Perspektive von Diskriminierten. Die "Kultur der Empörung", heißt es dann, kreiere eine bedrohliche Atmosphäre für alle, die potenziell diskriminieren könnten. Die Meinungsfreiheit sei bedroht, von "Sprachpolizei" und sogar "Gedankenpolizei" ist die Rede. Meist wird das von Menschen geäußert, die nicht von Diskriminierung betroffen sind. Noch kniffliger wird es, wenn Menschen, die selbst von Diskriminierung betroffen sind, den Diskriminierenden zur Seite springen.

Diese Menschen scheinen gerade für viele Medien besonders interessant. Sie werden gerne zu Talkshows eingeladen oder dürfen Meinungstexte verfassen, in denen beispielsweise eine Frau sagt, dass sie Feminismus "doof" findet, oder Schwarze Personen Rassismus für ein Hirngespinst halten. Diese Menschen behaupten oft, sie hätten Diskriminierung noch nie erlebt, und folgern daraus, man würde die Konflikte selbst erzeugen, weil man Aufmerksamkeit bräuchte oder verweichlicht sei. Diese Menschen meinen, besser zu wissen, wie man struktureller Benachteiligung begegnen soll: Man könne all das vermeiden, wenn man sich nur "richtig" verhalten würde. Sie geben dann gerne Ratschläge, etwa "Dann mach doch die Bluse zu", oder sagen, sie seien nicht beleidigt, wenn sie jemand mit dem N-Wort bezeichnet. Dahinter steckt die Annahme, dass die Welt einfach so sei, wie sie ist. Und anstatt die Welt zu ändern, sollte man sich lieber selbst ändern. Man solle sich anpassen. Sie machen sich zu Kompliz*innen einer Denkweise, die gegen sie arbeitet.

Eurozentristischer Milliardenmarkt

Normen sind weltweit von einer eurozentristischen Perspektive beeinflusst. Auch dort, wo nicht überwiegend weiße Menschen leben, ist "weiß" das angestrebte Schönheitsideal. Strukturelle Diskriminierung wird nicht nur von denen verinnerlicht, die davon profitieren, sondern auch von denjenigen, die sie benachteiligt. Diese verinnerlichte Unterdrückung führt dazu, dass die rassistischen Dynamiken sich innerhalb von rassifizierten Gruppen fortsetzen. Zum Beispiel gibt es auch unter Schwarzen Menschen strukturelle Diskriminierung. Die afroamerikanische Autorin Alice Walker hat dieser Dynamik 1983 den Namen "Colorism" gegeben. Sie definierte den Begriff als "ungleiche Behandlung aufgrund von Hautfarbe zwischen gleich-rassifizierten Menschen".[7] Jedoch spielt nicht nur Hautfarbe, sondern auch die Haartextur sowie Gesicht- und Körperformen eine Rolle.

Je näher man dem eurozentristischen Schönheitsideal kommt, desto größer werden die Aufstiegschancen und die Repräsentation in den Medien, als desto begehrenswerter gilt man. Darunter fällt jedoch nicht nur das Aussehen allein, sondern auch Faktoren wie Herkunft. Je höher die Proximität an europäisch-geprägten Ländern, desto privilegierter ist man. BIPoC (Black, Indigenous and People of Color) aus anderen europäischen Ländern, den USA oder Australien sind strukturell bevorteilt gegenüber jenen in Südamerika, Asien oder in der Karibik. Und diese sind wiederum noch höhergestellt als BIPoC aus afrikanischen Ländern. Auch die Elternkonstellation scheint eine Rolle zu spielen: Eine Studie in den USA zeigte, dass Schwarze Menschen allein schon als attraktiver wahrgenommen werden, wenn die Menschen davon ausgehen, dass sie ein nicht Schwarzes Elternteil haben.[8] Eine andere Studie stellte fest, dass Gefängnisstrafen in den USA für Schwarze Frauen mit dunkler Haut durchschnittlich länger ausfallen als die für Schwarze mit hellem Hautton.[9] Insgesamt scheinen Schwarze Frauen stärker von Colorism betroffen zu sein.[10] Das ist nicht so überraschend, denn Frauen werden gesellschaftlich stärker nach ihrem Aussehen bewertet als Männer.

Colorism füttert einen riesigen Markt. Abgesehen vom Milliardengeschäft mit chemischen Haarglättungsmitteln, werden tonnenweise Cremes, Seifen, Pillen und Injektionen verkauft, um dunkle Haut zu bleichen. In vielen afrikanischen und asiatischen Ländern werden Hautaufheller im Fernsehen wie hierzulande Waschgel gegen Pickel beworben. Die Menschen in den Werbungen vermitteln eine Botschaft: Mit heller Haut ist man attraktiver, erfolgreicher beliebter, sogar hygienischer. Der Markt um Bleichmittel wächst[11] – und auch in Deutschland werden die Produkte ver- und gekauft. Und je größer er wird, desto mehr manifestiert sich die Botschaft, dass hell schön und sauber bedeute, eine akzeptierte Norm und der Weg zu einem besseren Leben sei.

Reale Vielfalt statt maskottchenhafte Symbolpolitik

Damit sich BIPoC künftig besser repräsentiert sehen und solchen Botschaften etwas entgegengesetzt wird, muss Folgendes passieren: Mehr Chancen, mehr Optionen, mehr Bilder müssen angeboten werden. Mehr Geschichten müssen erzählt werden. Und ganz wichtig: Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, Herkünften, Körpern, Geschlechtern und sexuellen Orientierungen müssen mitentscheiden. Es reicht nicht, BIPoC vor die Kamera zu stellen. Wir brauchen BIPoC auch hinter der Kamera. Sie müssen durch die Linse schauen, das Licht einrichten, das Skript schreiben, den Ton abnehmen, Regie führen, den Sendeplan bestimmen und Produktionen und Redaktionen leiten. So macht man sie nicht nur sichtbar, sondern trägt auch zu einer strukturellen Veränderung bei. Und die ist nötig. Vielfalt ist wichtig, weil sie real ist. Wenn wir divers besetzten, ob in Redaktionen, im Bundestag oder im Lehrer*innenzimmer, dann nicht, weil man einer Utopie nachjagen möchte. Man möchte der Realität nachkommen.

Dieser Essay erschien erstmals im September 2019 im "Tagesspiegel" und wurde für APuZ leicht überarbeitet. Er basiert auf dem Buch der Autorin "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten".

Fußnoten

1.
Ibram X. Kendi, Gebrandmarkt. Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika, München 2017, S. 13.
2.
Noah Sow, Deutschland Schwarz Weiß, München 2008, S. 77.
3.
Vgl. Amma Yeboah, Rassismus und psychische Gesundheit in Deutschland, in: Karim Fereidooni/Meral El (Hrsg.), Rassismuskritik und Widerstandsformen, Wiesbaden 2017, S. 143–161; Alex L. Pieterse et al., Perceived Racism and Mental Health among Black American Adults: A Meta-Analystic Review, in: Journal of Counseling Psychology 1/2012, S. 1–9.
4.
Siehe auch Christian Koller, Was ist eigentlich Rassismus?, 8.12.2015, http://www.bpb.de/213678«.
5.
Vgl. Kendi (Anm. 1), S. 96–99.
6.
Tupoka Ogette, Exit Racism, Münster 2017, S. 33f.
7.
Alice Walker, In Search of Our Mothers Gardens, Boston 2004 [1983], S. 290.
8.
Vgl. Robert L. Reece, What Are You Mixed With: The Effect of Multiracial Identification on Perceived Attractiveness, in: The Review of Black Political Economy 2/2016, S. 139–147.
9.
Vgl. Bim Adewunmi, Racism and Skin Colour: The Many Shades of Prejudice, 4.10.2011, http://www.theguardian.com/world/2011/oct/04/racism-skin-colour-shades-prejudice«.
10.
Vgl. Robert L. Reece, The Gender of Colorism: Understanding the Intersection of Skin Tone and Gender Inequality, 11.3.2020, https://doi.org/10.1007/s41996-020-00054-1«.
11.
Siehe http://www.statista.com/statistics/863876/global-forecasted-market-value-of-skin-lightening-products«.
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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Alice Hasters für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de

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