Die Proklamation König Wilhelm I. von Preußen zum Deutschen Kaiser. Gemälde von Anton v. Werner 1885

4.1.2021 | Von:
Ulrich Pfeil

Versailles und der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71

Für den Januar 2021 planen der Deutsche Bundestag und die Französische Nationalversammlung ein gemeinsames Treffen im Schloss von Versailles, 150 Jahre nach der Proklamation des Deutschen Kaiserreiches. Während die Deutschen mit der Reichsgründung der Welt zu verstehen gegeben hatten, dass mit der Einheit nun ein alternativloser Weg zu seinem glücklichen Ende gekommen sei, hatte Frankreich seine dominierende politische Stellung in Europa und den Glauben an sich selbst verloren. Versailles galt fortan als Ort der französischen Demütigung und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zum Kristallisationspunkt für die deutsch-französische "Erbfeindschaft",[1] die weitere Waffengänge unausweichlich zu machen schien.

Heute wird der Deutsch-Französische Krieg oftmals als "vergessener Konflikt" bezeichnet, dominieren die Erinnerung in Deutschland und Frankreich doch die Kriege des 20. Jahrhunderts. Nichtsdestotrotz finden sich in beiden Ländern zahlreiche Spuren dieses ersten industriellen Krieges,[2] in Frankreich mehr als in Deutschland. Die großen Schlachten fanden auf französischem Territorium statt; die Mehrzahl der rund 139.000 getöteten französischen Soldaten und viele der 50.000 ums Leben gekommenen deutschen Leidensgenossen ruhen auf Friedhöfen westlich des Rheins. Hinzu kamen über 500.000 französische Kriegsgefangene, von denen 18.000 in deutschen Lagern starben. Die Menschen im französischen Territorium nördlich der Loire bekamen die Härten eines Besatzungsregimes zu spüren. Als Faustpfand für die Erfüllung der Reparationszahlungen blieben Departements im Norden und Osten Frankreichs auch nach dem Frieden von Frankfurt (10. Mai 1871) besetzt; die letzten deutschen Truppen zogen erst im September 1873 ab.

Im Folgenden wird die Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg in vergleichender Perspektive beleuchtet, jedoch auch nach Interaktionen zwischen den Erinnerungspraktiken in beiden Ländern gefragt. Unweigerlich kommt dem Schloss von Versailles eine zentrale Rolle zu, das ein deutsch-französischer Gradmesser für den konkurrierenden beziehungsweise geteilten Umgang mit der Vergangenheit in den letzten 150 Jahren war.

Deutschland: Erinnerungskonkurrenz zwischen Krieg und Reichsproklamation

Der Sieg über Frankreich nahm in den ersten Jahren nach der Reichsgründung einen zentralen Platz in der deutschen Erinnerungskultur ein. Zwischen 1871 und 1898 erschienen ungefähr 7000 historische Arbeiten zum Deutsch-Französischen Krieg.[3] Parallel entstand eine Erinnerungslandschaft, zu der Sedan- (u.a. in Berlin-Wilmersdorf 1888, Kiel 1900) und Spichernstraßen gehörten, um an die Kapitulation der französischen Armee in den Ardennen beziehungsweise in der lothringischen Gemeinde an der heutigen deutsch-französischen Grenze zu erinnern. Nicht der Tag der Reichsgründung war zum Erinnerungstag geworden, hätte der 18. Januar doch zu sehr die preußische Dominanz und den obrigkeitsstaatlichen Charakter dieses Tages in den Mittelpunkt gerückt, sondern der Sedantag, der an jedem 2. September den Sieg des "Volkes in Waffen" ins Gedächtnis der Deutschen zurückrief.[4]

Die Berliner Siegessäule mit der Siegesgöttin Viktoria wurde symbolträchtig zum dritten Jahrestag des Sieges in Sedan (1873) eingeweiht. Dieses erste Nationaldenkmal sollte an die drei Einigungskriege von 1864, 1866 und 1870/71 erinnern, liest sich jedoch vor allem, nicht zuletzt durch das Mosaik von Anton von Werner, als Warnung vor der immerwährenden französischen Gefahr. In der Kontinuität der "Befreiungskriege" gegen Napoleon positionierte er das Reich in einer nationalhistorischen Perspektive als neue "Wacht am Rhein" und fügte dem Konstrukt der "Erbfeindschaft" einen weiteren Mosaikstein hinzu.[5]

Wie sich auch am Niederwalddenkmal ablesen lässt (1883), konkurrierte das Gedenken an den Sieg gegen Frankreich rasch mit der Erinnerung an die Reichseinigung (Abbildung). Sie kam zum einen in einer großen Anzahl von Bismarck-Türmen und -Säulen (240) zum Ausdruck, zum anderen in Denkmälern für Kaiser Wilhelm I., wie zum Beispiel im monumentalen Reiterstandbild am Deutschen Eck in Koblenz (1897). Symptomatisch waren auch die Erinnerungsarbeiten von Künstlern und Schriftstellern, so etwa der "Kaisermarsch" von Richard Wagner ("… Als mit Dir wir Frankreich schlugen! Feind zum Trutz, Freund zum Schutz! Allem Volk das Deutsche Reich, zu Heil und Nutz!"), der Blick von Gustav Freytag auf die Reichsgründung als Beginn einer neuen Ära oder das "Triumphlied" (1871) von Johannes Brahms als Ausdruck des Wunsches nach nationaler Einheit.
Niederwalddenkmal, Rüdesheim, HessenNiederwalddenkmal, Rüdesheim, Hessen (© picture-alliance, Schoening)

Eine symbolische Wandlung vollzog sich auch in der Inszenierung des Sedantags nach 1890, der unter Wilhelm I. noch ein Ehrentag der Armee gewesen war. Unter dem neuen Kaiser Wilhelm II. ging der direkte Bezug zur siegreichen Schlacht zunehmend verloren; nationalistische Überheblichkeit, angriffslustiges Gebaren, imperiale Machtansprüche und ein Gefühl der militärischen Unbezwingbarkeit prägten nun die Feierlichkeiten, die ein Abbild der wilhelminischen Kultur waren.[6]

Gleichzeitig war nach der Jahrhundertwende festzustellen, dass die emotionale Aufladung des Deutsch-Französischen Krieges nachließ und die gesellschaftliche Mobilisierung für den Sedantag zunehmend abebbte. Die patriotischen Jubelszenen des Wilhelminismus verdeckten diese Entwicklung jedoch, genauso wie die Widerstände in den süddeutschen Regionen gegen die Feierlichkeiten am Sedantag, war doch der Argwohn gegenüber der preußischen Dominanz im Reich noch lange nicht verschwunden. Auch der "Kulturkampf" gegen die Katholiken und die gesellschaftliche Ausgrenzung der Sozialdemokraten ließen große Bevölkerungsgruppen in mentaler Distanz zur offiziellen Erinnerungspolitik. Mögen auch die Bilder des Hurrapatriotismus bis heute den Blick dominieren, so war die Erinnerungslandschaft des Kaiserreichs doch heterogener als vielfach angenommen und einem permanenten Wandel unterworfen.

Frankreich: Verarbeitung multipler Traumata

Wer sich heute an einen Essenstisch in Frankreich setzt, kann bisweilen den augenzwinkernd dahingesagten Satz hören "Noch ein Käse, den die Preußen uns nicht klauen" (während der Besatzungsjahre im Ersten und Zweiten Weltkrieg erlebte der Satz eine Aktualisierung).[7] Wenn es stark regnet, benutzt auch die junge Generation, zumindest im Osten Frankreichs, noch die Redewendung "Ça tombe/pleut comme à Gravelotte", in Erinnerung an die vielen gefallenen Soldaten und die "Stahlgewitter" während der Schlacht von Gravelotte (16. bis 18. August 1870). Dass der Konflikt Eingang in die Alltagssprache erhalten hatte und die Erinnerung in vielen französischen Familien über Generationen wachgehalten wurde, war nicht nur Folge der multiplen Traumata, sondern auch die Konsequenz eines bislang nicht gekannten Einsatzes von Medien (Zeitungen, Bilder, Karikaturen usw.).

Da Front und Heimatfront in diesem Konflikt zusammengerückt und aufeinander bezogen waren,[8] kam den Medien einerseits die Funktion zu, das Zusammengehörigkeitsgefühl auf der eigenen Seite immer wieder neu zu konsolidieren, andererseits aber genauso, den Widerstand der gegnerischen Bevölkerung durch propagandistische Agitation zu brechen.[9] Auch in den Nachkriegsjahren blieb der Waffengang ständiges Thema: 330 Publikationen waren zwischen 1871 und 1873 dem Krieg gewidmet, also ein Werk alle drei Tage.[10]

Besonders schmerzhaft war für die Franzosen der Verlust von Elsass-Lothringen, dessen innere Verbundenheit mit Frankreich in großer medialer Vielfalt thematisiert wurde. Bis heute legendär sind die Abbildungen von der traurigen "Elsa" als Personifikation des Elsass’ (oftmals in Ketten dargestellt), die von der nationalen Allegorie "Marianne" getröstet wird oder sich an einen französischen Soldaten klammert. Doch auch Autoren wie Maupassant, Zola und Flaubert thematisierten die Besetzung und Annexion der beiden Provinzen. Sie zeichnen mit bisweilen rassistischen Anklängen das "Bild vom hässlichen brutalen Sieger",[11] der sich durch Inhumanität und unzivilisiertes Verhalten auszeichnet und – im Gegensatz zum französischen Soldaten – seiner Individualität beraubt ist. Sie schufen mit ihren Beschreibungen ein Arsenal von Stereotypen im kollektiven Bewusstsein Frankreichs, die bis 1914 (und darüber hinaus) immer wieder gegen den "Erbfeind" mobilisiert werden konnten.

Dass Elsass-Lothringen unrechtmäßig annektiert worden sei und von der jungen Generation zurückgewonnen werden müsse, wurde den Schülern vor allem in den französischen Grundschulen vermittelt. Neben anderen Lehr- und Lesebüchern ist hier das von Augustine Fouillée (Pseudonym: G. Bruno) 1877 verfasste Werk "Le Tour de la France par deux enfants" zu nennen, das die jungen Franzosen an die Verbundenheit der beiden verloren gegangenen Provinzen mit dem Mutterland erinnern sollte. In dem Buch beginnen die beiden Kinder (Allegorie für Elsass und Lothringen) ihre Frankreichrundfahrt im lothringischen Phalsbourg, bei der sie die historischen, geografischen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen Frankreichs kennenlernen. Das Buch prägte Generationen, erfuhr es doch bis 1914 eine Auflage von 7,4 Millionen Exemplaren und wurde im Unterricht bis in die 1950er Jahre eingesetzt.[12] Die Historiker Nicolas Bourguinat und Gilles Vogt verweisen jedoch auch darauf, dass die Erinnerung an die verlorenen Provinzen nicht zugleich ein Aufruf zu einem neuen Krieg war, wurde der Waffengang von 1870/71 in den Schulbüchern doch auch als der zerstörerischste Konflikt seit dem Hundertjährigen Krieg (1337 bis 1453) dargestellt.[13]

So verwirft auch die heutige Forschung die These, dass der französische Revanchegedanke bis 1914 wachgehalten wurde und maßgeblich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs beigetragen habe. Nur eine kleine nationalistische Minderheit der Franzosen habe in einen neuen Krieg ziehen wollen, während sich die große Mehrheit zunehmend und stillschweigend in den Verlust von Elsass-Lothringen gefügt habe (Léon Gambetta: "Immer daran denken, nie davon sprechen"). Die mit der Niederlage einhergehenden Konsequenzen wurden zwar als eine tiefe patriotische Wunde empfunden, aber der Rückgewinn dieser Provinzen wurde in eine ferne Zukunft verschoben. Der folgende Satz des sozialistischen Politikers Jean Jaurès trifft dieses Denken sehr zutreffend: "Weder Krieg noch Verzicht".[14]

Die Differenzierung des Revanchegedankens geht mit der Beobachtung einher, dass das blutige Ende des Zweiten Kaiserreichs und der Beginn der Dritten Französischen Republik, die zwei Tage nach der Niederlage in Sedan ausgerufen worden war, die französische Gesellschaft auf Jahre spalten sollte. Parallel zu den Friedensverhandlungen brach am 18. März 1871 die Pariser Kommune aus, bei der sich die bürgerliche Regierung den revolutionären Forderungen von Sozialrevolutionären und Sozialisten gegenübersah. Regierungstruppen rangen im Mai 1871 schließlich die "Communards" in verlustreichen Straßenkämpfen nieder. Über 20.000 Kommunarden wurden erschossen, über 10.000 kamen ins Gefängnis oder wurden zu Zwangsarbeit in den Überseeterritorien verurteilt.[15] Der Aufstand und seine Niederschlagung vertieften die Gräben weiter, zwischen Katholiken und Laizisten, zwischen Republikanern, Monarchisten und Bonapartisten sowie zwischen dem proletarischen Paris und der konservativen Provinz.[16] Aufstand und Niederlage konkurrierten in der Erinnerung und ließen weite Teile der französischen Gesellschaft in einer kollektiven Schuld, die in den folgenden Jahren durch nationalistische Akte und Gesten wieder ausgetrieben werden sollte.

Die wechselseitige Perzeption reduzierte sich nach 1871 jedoch nicht auf Stereotype und Hasstiraden. Die durch die Besatzung erfolgte Nähe und die daraus entstandene Möglichkeit zur Beobachtung bewogen nicht wenige Franzosen, vom Gegner lernen zu wollen.[17] Sie konnten sich dabei auf den Chemiker und Biologen Louis Pasteur berufen, für den "das Unglück des Landes in so schmerzlicher Weise mit der Schwäche unserer wissenschaftlichen Organisation" zusammenhing.[18] So war das deutsche Hochschulwesen ein bevorzugtes Ziel von Bildungsreisen, die zwar persönliche Beziehungen über den Rhein hinweg ermöglichten, doch erwuchs die Lernbereitschaft in der Regel aus der Entschlossenheit, bei einer möglichen neuen Auseinandersetzung auf der Siegesseite zu stehen.

Deutschland und Frankreich: Von geteiltem Leid und gemeinsamer Trauer

Der Krieg durch das Prisma der militärischen und propagandistischen Mobilisierung verstärkt das Bild vom deutsch-französischen Antagonismus, der Fokus auf die Trauer in beiden Gesellschaften lenkt den Blick hingegen eher auf die gemeinsamen Wunden. Die Zahl der Kriegstoten gibt einen Hinweis auf die Dimension der beidseitigen Verluste, während uns die Beschäftigung mit den Ritualen, Symbolen und Denkmälern einen Eindruck von der Verarbeitung der Kriegstrauer bietet. Angesichts der neuen Massenheere (Frankreich 900.000 Soldaten, Deutschland 1.200.000) und der bisher nicht gekannten Feuerkraft der Waffen ließ sich u.a. ein Wandel im Umgang mit den Toten beobachten. Wurden sie in früheren Epochen zumeist auf den Schlachtfeldern zurückgelassen oder notdürftig verscharrt, bemühten sich die Familien angesichts des Massensterbens auf beiden Seiten, die sterblichen Überreste in die Heimat zurückzuholen und sie würdig zu begraben.

Anerkennung wurde nun nicht mehr nur den furchtlosen Armeen entgegengebracht, sondern auch dem toten Individuum – und nicht nur den Offizieren. Für die Überlebenden wurde es zur patriotischen Pflicht, den Gefallenen wie auf dem Kriegerdenkmal in Hamburg-Rotherbaum zu gedenken: "Den tapferen Soehnen die dankbare Vaterstadt. 1870–1871". Diese Form heroischer Sinnstiftung fiel der deutschen Seite angesichts des Sieges zwangsläufig leichter, blieb den französischen Kommunen doch nur der patriotische Dank für den geleisteten Opfergang.

Die offizielle Geschichtspolitik des Kaiserreichs kannte nur die siegreichen Helden. Ausgeblendet blieben die Schrecken des Krieges wie das Leid beziehungsweise die Traumata der Invaliden, Überlebenden und Hinterbliebenen.[19] Während die Deutschen den Schmerz verdrängten, wurde auf französischer Seite der Erinnerung der Kriegsgefangenen kein Platz gegeben, symbolisierten sie doch die demütigende Niederlage einer befleckten Nation.[20]

Legt der Vergleich die These von gemeinsamen Schicksalen nahe, so bietet die neu definierte deutsch-französische Grenzregion ein vielfältiges Bild wechselseitiger Bezogenheiten.[21] So dienten die Denkmäler zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten und die siegreichen Schlachten im neuen Reichsland Elsass-Lothringen nicht zuletzt dazu, die neuen Territorien auch symbolisch mit dem Reich zu vereinigen. Die Franzosen errichteten ihrerseits Denkmäler in Mars-la-Tour, einem kleinen Grenzort im französischen Lothringen, in dem nicht nur den französischen Gefallenen gedacht wurde, sondern wo die 1906 errichtete Statue für die Nationalheilige Jeanne d’Arc auch die Zugehörigkeit des Dorfes zu Frankreich bekräftigen sollte. Hierher kamen nach 1871 auch Personen aus dem deutschen Teil Lothringens, die in patriotischem Geist mit ihren ehemaligen Landsleuten den Toten des Krieges gedachten.

Die Verarbeitung der Trauer machte Elsass-Lothringen zu einem Kontaktraum, wie auch die 1887 gegründete Gesellschaft "Le Souvenir français" dokumentiert. Als eine französische Form der Kriegsgräberfürsorge wurde ihr im Reichsland erlaubt, lokale Abteilungen zu bilden, sich um die französischen Gräber zu kümmern und Denkmäler für die verstorbenen Soldaten zu errichten. Als die Gesellschaft jedoch in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg subversiv antideutsche Ressentiments schürte, verboten die deutschen Behörden ihre Aktivitäten im Reichsland.[22] Nachdem es in den 1890er Jahren und vor allem aus Anlass der 25-Jahrfeier des Krieges (1895) noch zu gemeinsamen deutsch-französisch-elsässischen Gedenkfeiern gekommen war, die Hoffnungen auf eine mentale Abrüstung in der Grenzregion schürten,[23] spitzte sich der deutsch-französische Antagonismus nach der Jahrhundertwende zu, sodass auch Geschichte und Erinnerung wieder zu schärferen Waffen wurden.

Versailles 1870/71: Auftakt zur deutsch-französischen "Erbfeindschaft" im 20. Jahrhundert?

"Die triumphalen Tage in Versailles in diesem Sommer [1919] können nicht nur als Lösegeld betrachtet werden, sondern auch als eine entfernte Folge der Ereignisse, die dort 1870, in den traurigen Monaten der preußischen Besatzung, stattfanden."[24]

Diese Worte des französischen Historikers Albert Pingaud von 1919 verweisen auf den Grad der Demütigung, welche die Kaiserkrönung im Spiegelsaal von Versailles 1871 bei den Franzosen hinterlassen hatte. Die Zahl vergleichbarer Zitate ist Legion, sodass es heute seltsam anmutet, zu lesen, dass auf deutscher Seite vor allem pragmatische Gründe den Ausschlag bei der Wahl des Ortes gegeben hätten.[25] Es ist historisch richtig, dass sich das Hauptquartier der deutschen Armeen seit Oktober 1870 in dem Schloss befunden hatte und, so der Historiker Michael Epkenhans, "eine Zeremonie in Berlin, fernab vom militärischen Geschehen, nicht opportun" gewesen sei,[26] weil die Kampfhandlungen noch andauerten und die Beschießung von Paris gerade begonnen hatte. Von Zufälligkeiten bei Ort und Tag zu sprechen, scheint jedoch abwegig, war der 18. Januar doch zugleich der 150. Jahrestag der Krönung von Friedrich I. zum König in Preußen (1701), ein Datum, das in historischer Perspektive den Beginn des Aufstiegs Preußens zu einer europäischen Großmacht markiert.

Den verantwortlichen Politikern auf deutscher Seite war Symbolik nicht fremd, sodass sie die Bedeutung des Schlosses von Ludwig XIV. nur schwerlich ignorieren konnten: "Es ist die monumentale und ornamentale Darstellung seiner Persönlichkeit, seiner Auffassung von königlicher Macht und damit auch seines Strebens nach einem mächtigen Frankreich."[27] Der französische Historiker Jacques Bariéty sieht im Schloss von Versailles zum damaligen Zeitpunkt einen "der heiligsten Orte im Geschichtsbewusstsein Frankreichs",[28] nicht zuletzt, weil die große Mehrheit der Franzosen mit dem Schloss immer noch den Glanz einer vergangenen Epoche verband. Dass die durchdachte Inszenierung der Kaiserproklamation "viel Ähnlichkeit mit den Kaisererhebungen vergangener Jahrhunderte" hatte,[29] verstärkt den Eindruck von einer "Instinktlosigkeit ohnegleichen".[30]

Dass die Symbolik der "Machtdemonstration gegenüber Frankreich" diente,[31] verdeutlichte auch die Siegesparade auf den Champs-Elysées am 1. März 1871 sowie der Einzug deutscher Truppen mit dem Kaiser an der Spitze am 16. Juni 1871 durch das Brandenburger Tor, fast auf den Tag genau 56 Jahre nach der Niederlage von Napoleon I. bei Waterloo (18. Juni 1815). Die Franzosen sahen sich ein weiteres Mal in dem Eindruck bestätigt, dass die Deutschen nachträglich auch die Niederlagen gegen den Sonnenkönig und Napoleon I. austilgen wollten. Für nicht wenige preußische Protestanten war es zudem ein später Sieg gegen den katholischen König Ludwig XIV., der durch den Widerruf des Edikts von Nantes (1685) Tausende von Hugenotten zur Flucht ins Ausland, nicht zuletzt nach Preußen gezwungen hatte.[32]

Presse und Öffentlichkeit in Deutschland hatten die Wahl von Versailles mit patriotischer Befriedigung begleitet, doch war der Jubel nach der Kapitulation von Paris einige Tage später und dem abzusehenden Kriegsende spürbar stärker. So entwickelte sich das Schloss auch nicht zu einem Wallfahrtsort des deutschen Nationalismus, blieb Versailles doch – nicht zuletzt "wegen seiner Lage außerhalb des deutschsprachigen Raums" – ein "immaterieller, trockener Begriff".[33] Erst die erinnerungspolitischen Anstrengungen des Kaiserreichs, nicht zuletzt das Gemälde der Kaiserkrönung von Anton von Werner, begründeten einen Gründungsmythos des Kaiserreichs, der auf der Überlegenheit des Militärs und der deutschen Kultur gegenüber Frankreich im Allgemeinen beruhte.

Versailles 1919: Eine vertane Chance

"Der Sieger von 1871 war der Besiegte von 1919, und Versailles annullierte Frankfurt, beseitigte aber gleichzeitig das 1871 an gleicher Stelle geschaffene Reich."[34]

Wie 1871 ließen sich für die Wahl des Ortes auch 1919 pragmatische Gründe anführen, residierte doch der Conseil Supérieur de la Guerre bereits seit November 1917 im Schloss. Dass es sich jedoch um eine "zweifache Revanche" handelte, wie es oben Jean-Claude Allain andeutet, belegen unzählige Aussagen von französischen Politikern aus dieser Zeit. Welche Bedeutung auch hier wieder der Symbolik zukam, verdeutlicht der Friedensschluss am 28. Juni 1919. Eckart Conze konstatiert, dass der deutschen Delegation im Vorfeld der Unterzeichnung des Versailler Vertrags "nichts erspart blieb",[35] ging es der französischen Seite doch nicht nur um eine Entschädigung für die Kriegszerstörungen, sondern auch um Vergeltung, den Beweis für die wiedergewonnene Ehre und die moralische Legitimation für den Kriegsschuldparagrafen. So ging der Krieg mit dem Friedensschluss nicht zu Ende, sondern schürte die deutsch-französischen Gegensätze weiter und belastete die Innenpolitik der jungen Weimarer Republik. Es gehörte zum Konsens zwischen allen Parteien in Deutschland, dass mit der Erinnerung an Versailles die Revision des Vertrages einherzugehen habe. Der Kampf gegen "Diktat" und "Kriegsschuldlüge" ließ wenig Platz für eine selbstkritische Herangehensweise zur eigenen Rolle vor und nach dem Kriegsausbruch. Auch wenn es im Kontext der Verträge von Locarno (1925) zu einer deutsch-französischen Annäherung kam, blieb die politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Mobilisierung gegen den Vertrag ein Kontinuum der deutschen Außenpolitik.[36]

In diese Kontinuität stellte sich auch Adolf Hitler, doch verbarg er hinter den revisionistischen Forderungen weitergehende expansionistische Bestrebungen, sodass er nach dem Sieg über Frankreich 1940 mit dem erinnerungspolitischen "Versailles-Ping-Pong" brach. Er ließ am 22. Juni 1940 jenen Eisenbahnwaggon aus dem Museum holen, in dem die Deutschen 1918 in Compiègne den Waffenstillstand unterzeichnen mussten. Damit wurde die deutsch-französische "Erbfeindschaft" durch einen weiteren Erinnerungsort "bereichert".

Versailles 2003: symbolische Überschreibung der "Erbfeindschaft"

Es gehört zur Geschichte der deutsch-französischen Verständigung nach 1945, dass Erinnerungsorte der deutsch-französischen "Erbfeindschaft" mit freundschaftlichen Gesten bzw. Bildern überschrieben wurden.[37] Nachdem Konrad Adenauer und Charles de Gaulle im Juli 1962 eine feierliche Messe in der Kathedrale von Reims abgehalten hatten, um die Versöhnung zwischen beiden Völkern zu "besiegeln", wurde der 40. Jahrestag des Élysée-Vertrages 2003 genutzt, um nun auch Versailles zu einem Symbol der deutsch-französischen Freundschaft zu machen. Anlass war jedoch weder der Deutsch-Französische Krieg noch die Kaiserproklamation im Spiegelsaal, sondern ein runder Geburtstag des Vertrags "über die deutsch-französische Zusammenarbeit" aus dem Jahre 1963. So saßen am 22. Januar 2003 ca. 900 Abgeordnete aus Deutschland und Frankreich im Versailler Schloss "bunt gemischt durcheinander" und lauschten den feierlichen Reden.[38] Während sich der französische Parlamentspräsident Jean-Louis Debré ganz auf die Zeit nach 1945 konzentrierte,[39] wich der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse dem Rückblick auf die schmerzvolle Vergangenheit nicht völlig aus, um dann aber schnell zur "festen Freundschaft" und der Kooperation zwischen beiden Ländern zu kommen.[40] Der französische Staatspräsident Jacques Chirac scheute hingegen nicht die schmerzhafte Retrospektive: "Versailles markierte zweimal sowohl den Epilog als auch den Auftakt zu unseren brudermörderischen Kämpfen. Im Spiegelsaal, nur wenige Schritte von uns entfernt, sollten die Proklamation des Deutschen Reiches und ihre Folgen die französische Gesellschaft ein halbes Jahrhundert lang heimsuchen. Versailles, und wieder der Spiegelsaal, wo die Bedingungen, die Deutschland nach 1918 auferlegt wurden, Erniedrigung und Unfrieden über den Rhein verursachten."[41]

Bundeskanzler Gerhard Schröder wollte Versailles nicht auf 1871 und 1919 reduzieren und fügte eine weitere Erinnerungsschicht hinzu, um den Ort zu einem Symbol für gemeinsame Politik in Gegenwart und Zukunft zu machen: "Aber Versailles ist eben auch der Ort, der auf immer mit der Verkündung der allgemeinen Menschenrechte im Jahre 1789 verbunden bleiben wird. An jenen großen Augenblick der Geschichte knüpfen wir heute an."[42]

Die vier Redner unternahmen mit unterschiedlichen Akzentuierungen den Versuch, Versailles als Ort der doppelten Erinnerung – Symbol einer zweifachen Demütigung und Quelle des Hasses – in einen positiven Ort der überwundenen "Erbfeindschaft" umzuwidmen.[43] Dabei gehört es zu den Praktiken der deutsch-französischen Kooperation, dass eine solche Geschichtspolitik durch eine Aufarbeitung der Geschichte "von unten" ergänzt wird, um "dialogisches Erinnern" (Aleida Assmann) zu vertiefen. So erschien auf Initiative des im Januar 2003 versammelten deutsch-französische Jugendparlaments ab 2006 das deutsch-französische Schulgeschichtsbuch, das sich gerade auch um eine multiperspektivische Herangehensweise an Versailles und den Deutsch-Französischen Krieg bemüht.

Schluss

Versailles spiegelt wie vielleicht kein anderer Ort die Konjunkturen der deutsch-französischen Beziehungen seit dem 18. Jahrhundert. Es oszilliert zwischen dem Konstrukt der "Erbfeindschaft" und ihrer Überwindung. Versuchten Deutsche und Franzosen bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, durch symbolisches Überschreiben historische Niederlagen auszulöschen, steht das Schloss heute für die gemeinsamen Anstrengungen von Politikern, Historikern und Geschichtslehrern, die Annäherung spürbar und anschaulich zu machen, aber auch die wechselvolle Geschichte der beiden Nationen gemeinsam aufarbeiten zu wollen. So ist es heute möglich, dass der Kriegsverlierer von damals den Sieger von 1870/71 nach Versailles einlädt.

Wie fruchtbar diese Transnationalisierung von Erinnerung und Geschichtsschreibung weiterhin ist, zeigt sich seit 2014 auch im "Museum des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und der Annexionszeit" in Gravelotte bei Metz. Es reiht sich in die Liste der Museen ein, die wie das Historial de la Grande Guerre in Péronne (1992), das wiedereröffnete Mémorial de Verdun (2016) und das Historial franco-allemand du Hartmannswillerkopf (2017) die großen Konflikte des 20. Jahrhunderts in einer multiperspektivischen Gesamtschau präsentieren wollen. In dieser Dichte sind sie in Europa einzigartig und dienen als historische Lernorte für Versöhnungsprozesse zwischen ehemals verfeindeten Nationen. Sie befinden sich in Grenzregionen, die in der Vergangenheit schon "so oft unseren europäischen Herzschmerz verkörpert" haben,[44] mittlerweile aber – wie Lothringen – wichtige Kontakt- und Erfahrungsräume von Versöhnung und Kooperation darstellen. Ihre besondere historische Bedeutung sollte gerade in Corona-Zeiten nicht aus dem Auge verloren werden, sind doch Grenzen stets sensible Seismografen für den Zustand bilateraler Beziehungen.

Fußnoten

1.
Vgl. François Roth, La guerre de 1870, Paris 2011.
2.
Für eine militärhistorische Perspektive siehe Klaus-Jürgen Bremm, 70/71. Preußens Triumph über Frankreich und die Folgen, Darmstadt 2019.
3.
Vgl. David Wetzel, Duell der Giganten. Bismarck, Napoleon III. und die Ursachen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870–1871, Paderborn 2005, S. 13.
4.
Vgl. Christoph Nonn, 12 Tage und ein halbes Jahrhundert. Eine Geschichte des deutschen Kaiserreichs 1871–1918, München 2020, S. 55.
5.
Vgl. Matthias Braun, Die Siegessäule, Berlin 2000.
6.
Vgl. Jörg Koch, Von Helden und Opfern. Kulturgeschichte des deutschen Kriegsgedenkens, Darmstadt 2013, S. 51–64, hier S. 59.
7.
Vgl. Étienne François, Den Käse kriegen sie nicht. Warum ist der Krieg von 1870/71 in Frankreich so viel bekannter als in Deutschland?, in: Zeit Geschichte 4/2020, S. 94ff.
8.
Vgl. Alexander Seyferth, Die Heimatfront 1870/71. Wirtschaft und Gesellschaft im deutsch-französischen Krieg, Paderborn 2007.
9.
Vgl. Mareike König/Élise Julien, Verfeindung und Verflechtung. Deutschland und Frankreich 1870–1918, Deutsch-Französische Geschichte, Bd. 7, Darmstadt 2019, S. 17ff.
10.
Vgl. Nicolas Bourguinat/Gilles Vogt, La guerre franco-allemande de 1870. Une histoire globale, Paris 2020, S. 347.
11.
Karl Heinz Bohrer, Kein Wille zur Macht, München 2020, S. 31.
12.
Vgl. Hartmut Stenzel, Le tabou de la défaite. "Le Tour de la France par deux enfants" et le discours identitaire sous la Troisième République, in: Ulrich Pfeil (Hrsg.), Mythes et tabous des relations franco-allemandes au XXe siècle, Bern 2012, S. 7–20.
13.
Vgl. Bourguinat/Vogt (Anm. 10), S. 396f.
14.
La Dépêche de Toulouse, 31. Dezember 1887, zit. nach Bertrand Joly, La France et la revanche (1871–1914), in: Revue d’histoire moderne et contemporaine 2/1999, S. 325–347, hier S. 335.
15.
Vgl. zum Verhältnis von Krieg und Kommune: Pierre Milza, L’année terrible, 2 Bde., Paris 2009.
16.
Vgl. Michael Epkenhans, Der Deutsch-Französische Krieg 1870/1871, Stuttgart 2020, S. 144.
17.
Vgl. Claude Digeon, La crise allemande de la pensée française (1870–1914), Paris 1959; Martin Aust/Daniel Schönflug (Hrsg.), Vom Gegner lernen. Feindschaften und Kulturtransfers im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts, Frankfurt/M. 2007.
18.
Louis Pasteur, Quelques réflexions sur la science en France, Paris 1871, S. 205.
19.
Vgl. Tobias Arand, 1870/1871. Die Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges erzählt in Einzelschicksalen, Hamburg 20193, S. 647.
20.
Vgl. Odile Roynette, 500.000 prisonniers, in: L’Histoire 3/2020, S. 54–57.
21.
Vgl. dazu auch Christoph Jahr, Blut und Eisen. Wie Preußen Deutschland erzwang, München 2020, S. 276ff.
22.
Vgl. Bourguinat/Vogt (Anm. 10), S. 380f.
23.
Vgl. König/Julien (Anm. 9), S. 246.
24.
Albert Pingaud, Versailles en 1870–1871, in: Revue des Deux Mondes 4/1919, S. 917–934, hier S. 934.
25.
Vgl. Hagen Schulze, Versailles, in: Étienne François/Hagen Schulze (Hrsg.), Deutsche Erinnerungsorte I, München 20204, S. 407–421, hier S. 410.
26.
Epkenhans (Anm. 16), S. 120.
27.
Jean-Claude Allain, Das Schloß von Versailles, in: Horst Möller/Jacques Morizet (Hrsg.), Franzosen und Deutsche. Orte der gemeinsamen Geschichte, München 1996, S. 59–77, hier S. 60.
28.
Jacques Bariéty, Das Deutsche Reich im französischen Urteil, in: Klaus Hildebrand (Hrsg.), Das Deutsche Reich im Urteil der Großen Mächte und europäischen Nachbarn (1871–1945), München 1995, S. 203–218, hier S. 204.
29.
Epkenhans (Anm. 16), S. 121.
30.
Volker Ullrich, Die nervöse Großmacht 1871–1918. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, Frankfurt/M. 1997, S. 19.
31.
"Dieser Krieg hat die Machtverhältnisse umgekehrt". Interview mit Andreas Wirsching, 25.6.2020, http://www.deutschlandfunk.de/deutsch-franzoesischer-krieg-vor-150-jahren-dieser-krieg.694.de.html?dram:article_id=479289«.
32.
Vgl. Tillmann Bendikowski, 1870/71. Der Mythos von der deutschen Einheit, München 2020, S. 351.
33.
Allain (Anm. 27), S. 64.
34.
Ebd., S. 65.
35.
Eckart Conze, Die große Illusion. Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt, München 2018, S. 9.
36.
Vgl. Gerd Krumeich, Die unbewältigte Niederlage. Das Trauma des Ersten Weltkriegs und die Weimarer Republik, Freiburg/Br. 2018.
37.
Vgl. Simone Derix, Bebilderte Politik. Staatsbesuche in der Bundesrepublik Deutschland 1949–1990, Göttingen 2009, S. 138.
38.
"In einer Schicksalsgemeinschaft verbunden". Festakt im Schloss von Versailles, 22.1.2003, http://www.spiegel.de/politik/ausland/a-231909.html«.
39.
Discours de Monsieur Jean-Louis Debré, Président de l’Assemblée nationale, 22.1.2003, http://www.assemblee-nationale.fr/12/dossiers/assemblee-bundestag-discours.asp«.
40.
Wolfgang Thierse, Rede zum deutsch-französischen Parlamentstreffen, 22.1.2003, http://www.thierse.de/reden-und-texte/reden/rede-deutsch-franzoesisches-parlamentstreffen«.
41.
Discours de M. Jacques Chirac, Président de la République française, 22.1.2003, http://www.assemblee-nationale.fr/12/dossiers/assemblee-bundestag-4.asp#chirac«.
42.
Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder zum 40. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages in Versailles, 23.1.2003; https://gerhard-schroeder.de/2003/01/23/40-jahrestag-elysee-vertrag«.
43.
Vgl. Robert Frank, Le traité de l’Élysée: un lieu de mémoire franco-allemand?, in: Corine Defrance/Ulrich Pfeil (Hrsg.), La France, l’Allemagne et le traité de l’Élysée, 1963–2013, Paris 2012, S. 397–413; Corine Defrance, Die Meistererzählung von der deutsch-französischen "Versöhnung", in: APuZ 1–3/2013, S. 16–22.
44.
Philippe Marque, Gravelotte, "symbole de réconciliation entre France et Allemagne", 31.8.2020, http://www.republicain-lorrain.fr/societe/2020/08/30/gravelotte-symbole-de-reconciliation-entre-france-et-allemagne«.
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