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September 2018

04.09.2018: Neuregelung der Organspende? (Widerspruchslösung)

Guten Morgen,

heute wird's richtig ernst. Denn es geht um deinen Tod. Genauer: Was mit deinen Organen passiert, wenn du stirbst.

Bundesgesundheitsminister Spahn meint: Grundsätzlich sollte jede/-r von uns automatisch Organspender sein, wenn er oder sie nicht ausdrücklich widersprochen hat. (Widerspruchslösung)
  • Bislang läuft es anders: Es dürfen nur demjenigen Organe entnommen werden, der ausdrücklich zugestimmt hat.
  • Liegt keine Entscheidung vor (z.B. ein Organspendeausweis), müssen in der Regel Angehörige entscheiden.
Was spricht für die Widerspruchslösung?
  • Befürworter (z.B. die Deutsche Krankenhausgesellschaft) erhoffen sich mehr Organspenden für die mehr als 10.000 Menschen in Deutschland, die auf ein Spenderorgan warten.
  • Menschen würden sich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen und eine Entscheidung treffen, Angehörige würden entlastet.
Was spricht dagegen?
  • Kritiker (z.B. die Deutsche Bischofskonferenz) bemängeln, dass der Staat damit in das Recht des Einzelnen eingreife, über seinen Körper zu bestimmen.
  • Der Charakter einer freiwilligen Spende ginge verloren, stattdessen gebe es eine "Abgabepflicht".
  • Du kannst selbst entscheiden, ob du Organspender sein willst oder nicht, z.B. mit dem Organspendeausweis. Einfach ausfüllen, herunterladen und ausdrucken: www.organspende-info.de/organspendeausweis

    Mehr Fakten und Positionen und wann eine Organspende überhaupt in Frage kommt, erfährst du hier: kurz.bpb.de/dtdp107

    Viele Grüße
    deine bpb Online-Redaktion

    30.08.2018

    

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