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Glossar

Tötung auf Verlangen / Aktive Sterbehilfe

Die Tötung auf Verlangen meint das gewollte Herbeiführen des Todes eines Patienten durch einen Dritten, etwa durch einen Arzt, durch die Verabreichung einer tödlichen Substanz, etwa durch eine Giftspritze. In Deutschland ist die Tötung auf Verlangen verboten und wird mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft. In den Niederlanden, Luxemburg und Belgien besteht in besonderen Fällen keine Strafbarkeit, trotz des Vorliegens des Straftatbestands der Tötung auf Verlangen, so dass die aktive Sterbehilfe in diesen Fällen erlaubt ist.

Der Begriff der aktiven Sterbehilfe ist seit dem Urteil des BGH vom 25.06.2010 (Az. 2 StR 454/09) überholt. Der Bundesgerichtshof hat die Unterscheidung in eine stets verbotene Sterbehilfe durch aktives Handeln und in eine unter Umständen erlaubte Sterbehilfe durch das passive Unterlassen von Behandlungsmaßnahmen ausdrücklich aufgegeben.



14.07.2015