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Glossar

Palliative Sedierung

Palliative Sedierung oder auch Terminale Sedierung meint die Verabreichung starker Beruhigungsmittel, die ein schwerkranker Patient in der Regel auf eigenen Wunsch erhält, wenn er sein Leiden als unerträglich empfindet. Dieses medikamentös induzierte ("künstliche") Koma ist eine Form der indirekten Sterbehilfe. Es wird in der Palliativmedizin nur bei Patienten in der s.g.Terminalphase eingesetzt. Grundsätzlich fällt unter diesen Begriff aber jede bewusstseinsbeeinträchtigende Maßnahme, die die Linderung der belastenden Symptome am Lebensende zum Ziel hat. Palliative Sedierung ist nur zulässig, wenn der Patient aufgeklärt worden ist und zugestimmt hat. Die Sedierung geht außerdem nicht immer so weit, dass der Patient ins Koma fällt und sein Bewusstsein vollständig verliert.



14.07.2015