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Redaktion Netzdebatte am 22.09.2015

Lobbyismus - die Fünfte Gewalt? Interview mit Rudolf Speth

Lobbyisten sind so etwas wie die Fünfte Gewalt im Staat. Das meint zumindest der Staatswissenschaftler Rudolf Speth. Wie sich das Verhältnis von Interessenvertretern und Staat verändert hat, was die Globalisierung damit zu tun hat und ob es heute schlichtweg mehr Interessen zu vertreten gibt als zuvor, erklärt er im Netzdebatte-Interview.

Rudolf Speth im Interview über Lobbyismus. (© 2015 Bundeszentrale für politische Bildung)



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Kommentare anderer Nutzer

Larina | 11.04.2016 um 10:45 [Antworten]

Lobbyismus als fünfte Gewalt

Lobbyismus wird heutzutage oftmals als „die fünfte Gewalt“ bezeichnet, weil sie so wie die Medien „vierte Gewalt“ eine beeinflussende Wirkung auf politische Entscheidungen hat. Mit Lobbyismus wird versucht die Staatsgewalt auf legislativer und exekutiver Ebene direkt zu beeinflussen. Allerdings denken wir, dass Lobbyismus heutzutage die Medien in seiner Einflussnahme auf politische Entscheidungen schon überholt hat. Trotzdem würde die parlamentarische Demokratie, bzw. Interessenvermittlung ohne Lobbyisten nicht mehr funktionieren.

Zusammenfassend denken wir, dass Lobbyismus gut und schlecht zugleich ist. Einerseits muss es Interessengruppen in einer Demokratie geben, aber anderseits ist unklar wer, wann und wie Einfluss darauf nimmt.


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