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Boris Carmi – Fotografien aus Israel | Presse | bpb.de

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Boris Carmi – Fotografien aus Israel Ausstellung in der Akademie der Künste Berlin zeigt erstmalig außerhalb Israels Fotografien von Boris Carmi

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Carmi gilt als Pionier der israelischen Presse- und Dokumentationsfotografie. Seine Arbeiten sind nun erstmals als Einzelausstellung außerhalb von Israel zu sehen.

Boris Carmi (*1914 in Moskau - †2002 in Tel Aviv) gilt als Pionier der israelischen Presse- und Dokumentationsfotografie. Seine Arbeiten sind nun erstmals als Einzelausstellung außerhalb von Israel zu sehen. Die Ausstellung in der Akademie der Künste Berlin vom 15. Mai bis 27. Juni 2004 steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau und des israelischen Staatspräsidenten Moshe Katzaw und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb unterstützt. Schwerpunkt der Ausstellung sind Fotografien aus den Jahren nach der Staatsgründung, die u.a. den Unabhängigkeitskrieg (1948), die Einwanderungswellen aus aller Welt, die Auffanglager für Neueinwanderer, die Aufbauarbeit der 1950er und 1960er Jahre und den Sinai-Feldzug (1956) darstellen. Ferner zeigt die Ausstellung Momentaufnahmen aus Israels Alltag und der Entwicklung der Stadt Tel Aviv.

Boris Carmis individuelle Bildsprache setzt sich ab von der offiziellen Politik der zionistischen Bewegung und der damaligen israelischen Regierung, die in diesen Jahren das Motiv der "Ankunft" und das Ideal des "Neuen Menschen" in den Vordergrund stellte. Besonders charakteristisch sind dafür die Fotografien aus den frühen Jahren des Staates. Carmi fotografierte mit viel Einfühlungsvermögen die biographischen Tragödien und die Verletzbarkeit der Einwanderer von Bagdad bis Berlin. Sein Blick wanderte von einem Ende des Landes zum anderen: Er dokumentierte anonyme Helden, aber auch Persönlichkeiten aus dem politischen und kulturellen Leben, die maßgeblich zum Aufbau des Landes beigetragen haben.

Die Unterstützung dieser Ausstellung durch die bpb ist Teil der aktiven Förderung des deutsch-israelischen Dialoges und der Auseinandersetzung mit dem Nahost-Konflikt. Ziel ist es, die Wahrnehmung Israels und seiner Probleme an die Debatten über das Selbstverständnis der Deutschen rückzukoppeln und so einen Beitrag zur Bekämpfung von Anti-semitismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz in Deutschland zu leisten. Kernelement dieser Arbeit sind die seit 1963 erfolgreich durchgeführten Israel-Studienreisen der bpb.

Ausstellung Boris Carmi – Fotografien aus Israel
Akademie der Künste vom 15. Mai bis 27. Juni 2004
Hanseatenweg 10
Geöffnet: Di bis So, 11.00 bis 20.00 Uhr
10557 Berlin-Tiergarten
Eröffnung 14.05.2004, 18.00 Uhr

Begleitend zur Ausstellung ist im Prestel Verlag eine zweisprachige Monografie (englisch und deutsch) mit Beiträgen u.a. von Joachim Schlör und Yoram Kaniuk erschienen ("Boris Carmi – Photographs from Israel" von Alexandra Nocke (Hrsg.), Prestel: München, New York, ISBN 3-7913-2933-2).

Flyer im pdf-Format mit Fotos zur Ansicht unter www.bpb.de/veranstaltungen/8Z5G5T

Pressekontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Swantje Schütz
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel.: +49 228 99515-284
Fax: +49 228 99515-293
E-Mail: E-Mail Link: schuetz@bpb.de

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