Beleuchteter Reichstag

Sport

Bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wie auch bei den Olympischen Spielen in London werden sich die Deutschen in den nächsten Wochen sicherlich wieder als begeisterte und möglicherweise auch als leistungsfähige "Sportnation" erweisen. Grund genug, auf Entwicklungen in der Sportpolitik der letzten Jahre, auf die Sportgeschichtsschreibung sowie auf ausgewählte Aspekte der deutsch-deutschen Sportgeschichte zu blicken: auf Dopingskandale in der alten Bundesrepublik, auf Hooliganismus in der späten DDR, auf den Versuch der SED, den Sport ideologisch zu vereinnahmen, und auf neuere Literatur zum Thema.

Rennsteiglauf 2007

Herbert Fischer-Solms

Sportnation Bundesrepublik Deutschland?

"Das Thema der Freiheit … kann in Zeiten fortschreitender Globalisierung Orientierung auch für den Sport geben", so DOSB-Präsident Thomas Bach. Doch welche Freiheit ist damit gemeint: Freiheit, sich nicht der Vergangenheit zu stellen, den Breitensport zu vernachlässigen oder beim Kampf um Medaillen nahezu jedes Mittel gelten zu lassen?

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"Wir gegen uns"

Christian Becker

Marginalisierung der Sportgeschichte?

Die Geschichte des Sports genießt seit einigen Jahren ein wachsendes öffentliches Interesse. Zugleich aber werden die Ausgaben für die akademische Erforschung der Sportgeschichte seit Jahren gekürzt, werden Institutionen zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Sportgeschichte geschlossen. Einblicke in ein Paradoxon.

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Der Spiegel 37/1987

Henk Erik Meier, Marcel Reinold, Anica Rose

Dopingskandale in der alten Bundesrepublik

Die Analyse der öffentlichen Rezeption von vier ausgewählten Dopingskandalen und der darauf folgenden sportpolitischen Reaktionen verdeutlicht, dass in den 1950er- und 60er-Jahren und teilweise bis in die 1980er-Jahre Doping nicht als allgemeines Problem des bundesdeutschen Sports wahrgenommen wird. Doping ist zu allen Untersuchungszeitpunkten zwar normativ negativ besetzt, die sportpolitischen Reaktionen darauf müssen aber als inadäquat charakterisiert werden und nahmen zunehmend scheinheilige Züge an.

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Christoph Lorke

"Ungehindert abreagieren"

Ausschreitungen randalierender Fans waren seit den 1980er-Jahren in einem wachsenden Maße auch bei Sportveranstaltungen in der DDR zu beobachten. Eine Annäherung an den Hooliganismus in der DDR, die sowohl die Perspektive der Staatsmacht als auch die soziale Bedeutung dieses gesellschaftlichen Phämonens zu berücksichtigen versucht.

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Turn- und Sportfest Leipzig 1977

Anne Wanner

"Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR"

1977 erhielten die leistungssportlichen Erfolge der DDR mit dem Leipziger Sportmuseum eine attraktive Plattform. Das Sportmuseum war jedoch mehr als ein Schaukasten realsozialistischer Erfolge. In den Museumsvitrinen wurden sowohl das Anerkennungsstreben der DDR als auch die deutsch-deutsche Systemkonkurrenz greifbar.

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Dennis/Grix, Sports under Communism

Literaturjournal

Neue Publikationen zeigen, wie vielfältig die Zugänge sowohl zur Geschichte des Sports in der DDR als auch zur Geschichte der (Massen-)Medien im Europa des 20. Jahrhunderts sind.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 1. August 1957
    An die Stelle der Bank Deutscher Länder tritt die Deutsche Bundesbank in Frankfurt a. M. Sie ist von Weisungen der Bundesregierung unabhängig, soll sie jedoch soweit wie möglich wirtschaftspolitisch unterstützen. Der Zentralbankrat, der aus dem... Weiter
  • 1. August 1973
    Tod Ulbrichts. Er war nach seinem Sturz am 3. 5. 1971 isoliert, diskriminiert und bespitzelt worden. Am 3. 10. wählt die Volkskammer Stoph zum Vorsitzenden des Staatsrats, Sindermann zum Vorsitzenden des Ministerrats als Nachfolger Stophs. Weiter
  • 1. August 1975
    KSZE-Schlussakte in Helsinki, unterzeichnet von beiden deutschen Staaten. (1. 8. 1975) Weiter
  • 1. August 1975
    Ende der KSZE-Konferenz und Unterzeichnung der Schlussakte in Helsinki. (1. 8. 1975) Weiter
  • 1. August 1975
    Nach zweijährigen Beratungen in Genf und Helsinki endet die KSZE-Konferenz mit der Unterzeichnung der Schlussakte durch Repräsentanten von 35 Staaten Europas (außer Albanien), der USA und Kanadas in Helsinki. Sie ist kein völkerrechtlicher Vertrag, der Rechte... Weiter
  • 1. August 1975
    Die DDR unterzeichnet in Helsinki die Schlußakte der KSZE (Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). Am Rande der Verhandlungen kommt es zu Gesprächen Helmut Schmidts mit Erich Honecker und Edward Gierek. (1. 8. 1975) Weiter
  • 1. August 1982
    Das Asylverfahrensgesetz tritt in Kraft. Es vereinheitlicht, verkürzt und beschleunigt den Instanzenweg im zuständigen Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge in Zirndorf und im Rechtsmittelverfahren. Die Verleitung zur missbräuchlichen... Weiter
  • 1. August 1984
    Neue Reiseerleichterungen: Der Mindestumtausch für Rentner, die in die DDR oder nach Ost-Berlin reisen, wird ermäßigt, die mögliche Aufenthaltsdauer für Westdeutsche und West-Berliner in der DDR verlängert. DDR-Rentner dürfen bis zu 60 Tagen nicht nur... Weiter
  • 1. August 1986
    Das 2. Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität tritt in Kraft. Es schafft neue Straftatbestände gegen den Computerbetrug (z. B. Datenfälschung, Datenausspähen, Datenveränderung und Computersabotage), gegen Kapitalanlagebetrügereien,... Weiter
  • 1. August 1994
    Ab sofort ist nach dem Beschäftigungsförderungsgesetz vom 26. 7. 1994 die private Arbeitsvermittlung ohne regionale Beschränkung zugelassen und damit das bisherige Monopol der Bundesanstalt für Arbeit abgeschafft. Privatvermittler müssen geeignet und... Weiter