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Marginalisierung der Sportgeschichte?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 35 Analysen & Essays. „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Krieg der Lügner Kalter und heißer Krieg. Wie beenden? „Ihr Völker der Welt“ „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Das Scheitern der Jugendhilfe in der DDR - ein Beispiel Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Heimat ist ein Raum aus Bytes Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? 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Marginalisierung der Sportgeschichte? Eine Disziplin zwischen Entakademisierung und wachsender öffentlicher Wertschätzung

Christian Becker

/ 17 Minuten zu lesen

Die Geschichte des Sports genießt seit einigen Jahren ein wachsendes öffentliches Interesse. Zugleich aber werden die Ausgaben für die akademische Erforschung der Sportgeschichte seit Jahren gekürzt, werden Institutionen zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Sportgeschichte geschlossen. Einblicke in ein Paradoxon.

In den kommenden Wochen werden wir auf vielen Wegen und in zahlreichen Medien mit allen unverzichtbaren und lässlichen Details zu den Olympischen Sommerspielen in London versorgt werden. Gewiss werden wir dabei auch – wenn vielleicht auch nur auf Arte – erfahren, dass bereits 1908 und 1948 Olympische Sommerspiele in der englischen Hauptstadt ausgetragen wurden.

Zieleinlauf des ersten Marathon-Olympiasiegers John Haynes bei den Olympischen Sommerspielen in London, 1908. (© picture-alliance, Mary Evans Picture Library)

In diesem Zusammenhang wird uns vermutlich erklärt werden, warum 1908 die Spiele insgesamt 193 Tage dauerten und die Marathondistanz seitdem exakt 42,195 km beträgt. Auch die Tatsache, dass 1948 bei den ersten Sommerspielen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zwar keine deutschen Sportlerinnen und Sportler zugelassen, sehr wohl aber deutsche Sportfunktionäre anwesend waren, dürfte uns näher gebracht werden – eventuell sogar von Menschen, die per Insert als Sporthistorikerin oder Sporthistoriker ausgewiesen werden. Es gibt sie also doch noch, diese rare und flüchtige Spezies von Experten, die sich professionell oder zumindest semi-professionell mit der Entwicklung des Sports und seinen kulturellen, politischen und sozialen Voraussetzungen wie Implikationen im historischen Kontext befasst.

Allein, dass dies an dieser Stelle derart betont werden muss, weist auf Entwicklungen hin, welche noch vor 20 Jahren kaum denkbar schienen: Noch zu Beginn der 1990er-Jahre beklagte zwar die Zunft der Sporthistorikerinnen und -historiker beinahe rituell die defizitäre Wahrnehmung sowie Anerkennung durch die Allgemeingeschichte und litt unter mangelnder öffentlicher Aufmerksamkeit, sie war jedoch universitär vergleichsweise gut etabliert. Heute werden sporthistorische Fragen und Themen dagegen publizistisch und museal in einem weitaus stärkeren Maße aufgegriffen, doch aus den universitären Stellenplänen und Curricula ist die Sportgeschichte mittlerweile beinahe gänzlich eliminiert worden. Und so bewegt sich das Fach momentan im Paradoxon von Entakademisierung und wachsendem öffentlichen Interesse.

Die Entakademisierung der Sportgeschichte

Die Geschichte von Körperkultur und Sport zählte traditionell zu den zentralen Inhalten der Turn- und dann später auch der Sportlehrerausbildung, die zunächst noch im außeruniversitären Raum stattfand. Nach 1945 etablierte sich zuerst an den ostdeutschen Hochschulen, ab den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren dann auch an den Instituten für Sportwissenschaft der westdeutschen Universitäten die Sportgeschichte als eigenständige Disziplin innerhalb der Sportwissenschaften, wenn auch stets mit einer geringeren Wertschätzung als die eher anwendungsorientierten naturwissenschaftlichen Disziplinen Trainings- und Bewegungswissenschaft sowie Sportmedizin und als die Sportpädagogik, der verständlicherweise in der Sportlehrerausbildung ein zentraler Raum gebührt. Dennoch lassen sich die 1970er- und 80er-Jahre als die "goldenen" Jahre der akademischen Disziplin Sportgeschichte zumindest in der Bundesrepublik bezeichnen, in der sie an zahlreichen Universitätsstandorten vertreten und in den Lehrplänen gut verankert war, die Lehrstuhlinhaberinnen und -inhaber bemerkenswerte Forschungsleistungen und Publikationen präsentierten und in den internationalen Fachgremien an führender Stelle tätig waren. Die Disziplin Sportgeschichte profitierte in Westdeutschland dabei auch von der Pluralisierung der Studienabschlüsse mit Diplom, Staatsexamen und vor allem Magister, die nun auch Kombinationen wie Geschichts- und Sportwissenschaft möglich machte und somit vermehrt Impulse von der Allgemeingeschichte bekam und aufnahm.

In diese Zeit fallen auch die Gründung einer eigenen wissenschaftlichen Vertretung, der Sektion Sportgeschichte innerhalb der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs, 1981), die seitdem jährlich Tagungen veranstaltet, und die erstmalige Herausgabe von Fachzeitschriften: "Stadion" (seit 1975) und der "Sozial- und Zeitgeschichte des Sports" (seit 1987), heute "SportZeiten".

Etwaige Hoffnungen, mit der Wiedervereinigung Deutschlands würde die Sportgeschichte als akademische Disziplin ihren Stellenwert sogar noch ausbauen können, weil sie für die wissenschaftshistorische und allgemeine "Aufarbeitung" des Sports in den beiden Teilen Deutschlands benötigt werden würde, wurden schnell enttäuscht. Zwar war Sportgeschichte an allen Instituten für Körpererziehung der Universitäten der DDR und natürlich auch an der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) in Leipzig breit gelehrt worden, besaßen einzelne ihrer ostdeutschen Vertreter auch in der Bundesrepublik und international einen guten Ruf, doch war sie vielfach als

"Die 1500 Mitglieder des Übungsverbandes der ASV [Armeesportverein] 'Vorwärts' gestalteten das Abschlußbild ihrer Vorführungen zur Sportschau im Leipziger Zentralstadion unter der Losung 'Stärkt unsere DDR'." (Originaltext ADN), 30. Juli 1977. (© Bundesarchiv, Bild 183-S0730-104; Foto: Peter Koard)

"Legitimationswissenschaft" missbraucht worden und galt aufgrund ihrer ideologischen Ausrichtung auf den Marxismus-Leninismus nun als derart belastet, dass auch aus diesen Gründen entsprechende Lehrstühle "abgewickelt" bzw. nicht wieder mit Sporthistorikern besetzt wurden.

Auch in Westdeutschland wurden seit den 1990er-Jahren Professuren und andere akademische Stellen für Sportgeschichte umgewidmet und zumeist der Sportpädagogik zugeschlagen, sodass es heute in der gesamten bundesdeutschen Universitätslandschaft im Zeichen von verkürzten Studienzeiten, Credit-Points, Bachelor und Master keinen Platz mehr für eine sporthistorische Lehre zu geben scheint und nur noch eine Professur explizit für Sportgeschichte (an der Deutschen Sporthochschule in Köln) denominiert ist. Die akademische Lehre und Forschung in der Sportgeschichte werden daher nun in erster Linie quasi nebenbei von Professorinnen und Professoren sowie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen, die schon qua Stellenbeschreibung primär anderen Disziplinen wie der Sportpädagogik verpflichtet sind. Dass dies bei allem Engagement und auch persönlichen Interessen nicht ohne Auswirkungen auf den Umfang und auf die Qualität von Lehre und Forschung in der Sportgeschichte bleiben kann, dass sich auf diese Weise keine kontinuierlich betreuten Forschungsschwerpunkte und vor allem auch kein akademischer Nachwuchs, geschweige denn etwaige "Schulen" in diesem Bereich bilden können, dürfte selbst Bildungs- und Wissenschaftspolitikern einsichtig sein. Innerhalb der Sportwissenschaften ist die Sportgeschichte zunehmend marginalisiert. Ihr langsames Absterben als wissenschaftliche Disziplin wird billigend in Kauf genommen, ohne dass sich dagegen angesichts der Verteilungskämpfe innerhalb der anderen sportwissenschaftlichen Disziplinen ernsthaft Widerstand regen würde.

Sportgeschichte als Thema der Geschichtswissenschaften

Nun ließe sich berechtigt hoffen und erwarten, dass der Sport als Thema und Untersuchungsfeld mit seinen politik-, sozial-, ideen-, kultur-, körper-, geschlechts-, medien- und mentalitätsgeschichtlichen Bezügen längst auch in der allgemeinen Geschichtswissenschaft angekommen wäre und aufgegriffen würde und somit die Entakademisierung der Sportgeschichte innerhalb der Sportwissenschaften ein wenig kompensiert werden könnte. Und natürlich widmen sich einzelne Historikerinnen und Historiker sowie Forschungsprojekte immer mal wieder auch dem Sport, doch von einer breiten Aufnahme und von einem kontinuierlichen Forschungsinteresse kann bislang leider nicht die Rede sein. So offenbart eine Analyse von zeithistorischen Überblicksdarstellungen und einschlägigen Fachzeitschriften eine weitgehende Ignoranz von sporthistorischen Fragestellungen, Themen und Erkenntnissen innerhalb der Geschichtswissenschaften.

In Hans-Ulrich Wehlers fünftem Band der "Deutschen Gesellschaftsgeschichte" beispielsweise, der sich den Jahren 1949–1990 widmet und den "vier Achsen" "Wirtschaft", "Soziale Ungleichheit", "politische Herrschaft" und "Kultur" folgen will, fehlt der Sport völlig, auch wenn einem gerade angesichts der vorgegebenen Strukturierung zahlreiche

Einmarsch der DDR-Mannschaft bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in München, 26. August 1972. (© picture-alliance, dpa-Sportreport)

Bezugspunkte zum Sport in der BRD und der DDR nach 1949 einfallen.

Beinahe noch frappierender ist die Erkenntnis, dass auch in den Darstellungen zur DDR-Geschichte der Sport kaum thematisiert wird, was seinem hohen Stellenwert in Gesellschaft, Kultur und Politik der DDR sicherlich keineswegs entspricht.

Auch die Auswertung von allgemein- und zeithistorischen Zeitschriften bringt hinsichtlich der Berücksichtigung von sporthistorischen Themen aus Sicht der Sportgeschichte wenig Hoffnungsvolles zutage: So sind zum Beispiel in "Geschichte und Gesellschaft" zuletzt drei Schwerpunkt-Hefte mit den Überschriften "Körpergeschichte" (4/2000), "Geschichte der Gefühle" (2/2009) und "Gefühle, Emotionen und visuelle Bilder" (1/2011) erschienen, in denen man spontan auch sporthistorische Aufsätze vermuten würde, doch – Fehlanzeige!

Ein Blick in die Jahresinhaltsverzeichnisse anderer anerkannter geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften bestätigt das weitgehende Desinteresse an der Sportgeschichte. Selbst Rezensionen von sporthistorischen Büchern sind hier kaum zu identifizieren. Einzig die "Zeitschrift für Geschichtswissenschaften" widmete sich 2011 in einem eigenen Heft der Debatte um den umstrittenen Sportfunktionär Carl Diem, seiner Rezeption und dem Thema Antisemitismus in der deutschen Turn- und Sportgeschichte.

Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass neben dem "Deutschland Archiv", das sich immer wieder für sporthistorische Themen offen zeigt, lediglich in der populärwissenschaftlichen Zeitschrift "Damals. Das Magazin für Geschichte und Kultur" eine nennenswerte Anzahl von sporthistorischen Beiträgen festzustellen war. Vor allem die Zeitgeschichte des Sports ist offenbar für die meisten Historikerinnen und Historikern immer noch ein Thema, welches man lieber den Journalisten überlässt, als hierzu selbst seriös zu forschen und zu publizieren.

Von einer "Hinwendung der allgemeinen Geschichte zum Sport" zu sprechen, wie dies der der Sportgeschichte zugetane Stuttgarter Historiker Wolfram Pyta tut, erscheint in diesem Lichte beinahe auf jeden Fall als beschönigend. Vielmehr herrscht zwischen den Zünften der Geschichtswissenschaftler und der Sporthistoriker – und dieser Befund ist keineswegs neu – immer noch eine weitgehende Kommunikationslosigkeit. Die Historikerinnen und Historiker, die sich der allgemeinen Geschichtswissenschaft zugehörig fühlen, beanstanden die methodische Rückständigkeit und Theorieferne, Innovationsunlust und nationale Begrenzung der bundesdeutschen Sportgeschichtsschreibung. Deren Vertreterinnen und Vertreter wiederum beklagen die mangelnde Anerkennung und Rezeption ihrer Leistungen und Publikationen durch die Geschichtswissenschaften. So "verirrt" sich selten eine Allgemein-Historikerin bzw. ein Allgemein-Historiker auf eine Jahrestagung der dvs-Sektion Sportgeschichte, wenn sie bzw. er nicht gerade als Keynote-Speaker(in) dazu "verhaftet" worden ist. Und Sektionen zu sportgeschichtlich relevanten Themen sind auf den Deutschen Historikertagen eher die Ausnahme als die Regel und werden dann auch wiederum von Vertreterinnen und Vertretern der allgemeinen Geschichtswissenschaft dominiert.

Dabei wähnten sich die deutschen Sporthistorikerinnen und -historiker schon einmal deutlich weiter. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hatten sie mit zahlreichen und umfangreichen Veröffentlichungen zur Arbeitersportgeschichte als Teil der Arbeiterkulturbewegung und zur Aufarbeitung der Geschichte des Sports und seiner "Führer" in der Zeit des Nationalsozialismus ihre Anschlussfähigkeit und die ihrer Themen an die Geschichtswissenschaft unter Beweis gestellt. Und als 1999 die Historikerin Christiane Eisenberg ihre vergleichende Habilitation zur Aufnahme und

36. Berlin-Marathon 2009: Läufer passieren das Brandenburger Tor. (© picture-alliance/AP)

Verbreitung des modernen Sports in der englischen und deutschen Gesellschaft veröffentlichte, wurde dies – trotz einiger Kritik im Detail – von der deutschen Sporthistorikerzunft fast schon als "Missing Link" zwischen der allgemeinen und der Sportgeschichtswissenschaft und als Aufnahme in den Schoß der bisherigen Stiefmutter "Geschichtswissenschaft" gefeiert.

Doch haben sich diese Hoffnungen – wie oben schon gezeigt wurde – kaum erfüllt. Mittlerweile arbeiten die Geschichtswissenschaften und die Sportgeschichtswissenschaft mit wenigen Ausnahmen wieder mehr oder weniger nebeneinander her, wobei die Sporthistorikerinnen und Sporthistoriker angesichts der dünnen Stellenausstattung zwangsläufig den schwächeren Part einnehmen müssen. Zwar hat sich auch die deutsche Sporthistoriker-Zunft längst für kulturwissenschaftliche Ansätze geöffnet, doch wird dies in der allgemeinen Geschichtswissenschaft noch nicht so recht honoriert.

Anstöße aus Politik und Gesellschaft

Wichtige Anstöße und dann auch Aufträge sowie Drittmittelfinanzierungen für sporthistorische Projekte, ohne die die sportgeschichtliche Landschaft deutlich ärmer dastehen würde, sind in den letzten 20 Jahren aus Politik und Gesellschaft erwachsen.

Dies begann mit der umfangreichen Untersuchung des Sports und der Sportpolitik in der DDR, die auf eine Empfehlung der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur" und auf Anregungen des Sportausschusses des Deutschen Bundestages zurückging. Die daraus resultierenden Forschungsprojekte wurden vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft, welches dem Bundesinnenministerium unterstellt ist, finanziell gefördert. Mittlerweile sind aus diesen Projekten zahlreiche Aufsätze und Monografien zur Genese und Formierung des DDR-Sports, zu einzelnen Sportarten und Tätigkeitsfeldern, zum Doping, zur Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit, zum Leistungssportsystem, zum Frauensport, ein Quellenband sowie ein Archivfindbuch entstanden. Zahl, Umfang und Inhalt dieser Publikationen nehmen sich imposant aus, haben eine wichtige Forschungsbasis geschaffen und in der Folge auch zahlreiche Qualifizierungsarbeiten nach sich gezogen. Dennoch bleiben in der Erforschung der DDR-Sportgeschichte noch zahlreiche Desiderate, die nach Auslaufen der genannten Drittmittelprojekte und angesichts der oben skizzierten Gesamtsituation der akademischen Disziplin Sportgeschichte auf absehbare Zeit sicherlich nicht beseitigt werden können. Hier offenbaren sich die grundsätzlichen Defizite, die aus der mangelnden universitären Ausstattung der Sporthistoriografie und der nur geringen Rezeption ihrer Ergebnisse resultieren.

Waren bereits die diversen Projekte zur Geschichte des DDR-Sports, die an verschiedenen Hochschulstandorten (unter anderem in Göttingen, Potsdam und Hannover) durchgeführt wurden, in ihrer Ausschreibung, ihren Grundannahmen, Konzeptionen, Durchführungen (Mitarbeiterauswahl, Stellenwert der Zeitzeugen) und Ergebnissen nicht unumstritten, so offenbarte ein weiteres sporthistorisches "Aufarbeitungsprojekt" die grundsätzlichen Wahrnehmungsprobleme einer nicht genuin universitär initiierten Forschung: 2001 beauftragte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Bonner Historiker Nils Havemann, die Rolle und Verstrickung des weltweit größten Sportfachverbandes im "Dritten Reich" zu untersuchen. Havemann legte seine Ergebnisse in der 2005 veröffentlichten Monografie "Fußball unterm Hakenkreuz. Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz" vor. Seine Schlussfolgerung, Anpassung und "Selbst"-Gleichschaltung des DFB seien keineswegs Ausdruck einer besonderen ideologischen Nähe zum Nationalsozialismus, sondern ökonomisch bzw. aus einem Selbsterhaltungstrieb begründet gewesen, löste einen Fußballhistorikerstreit aus, in dem Kritiker Havemann mehr oder weniger offen vorwarfen, "Auftragsforschung" im Sinne einer Reinwaschung für den DFB betrieben zu haben. Immerhin gelang es auf diese Weise – so möchte man achselzuckend angesichts des zum Teil unsachlich geführten Streits anmerken –, eine breite, nicht nur wissenschaftliche Öffentlichkeit für ein sporthistorisches Thema zu interessieren.

Ebenfalls nahezu einen Sporthistorikerstreit verursachte ein weiteres sportgeschichtliches Projekt, welches von der Deutschen Sporthochschule Köln und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Auftrag gegeben und von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mitfinanziert wurde: die Erstellung einer methodisch fundierten und quellengestützten Biografie zu "Leben und Werk" des

Carl Diem (r.) zusammen mit dem Staatssekretär Theodor Lewald als Führer der deutschen Olympiamannschaft in St. Moritz, Februar 1928. (© Bundesarchiv, Bild 102-05459; Foto: Georg Pahl)

Sportfunktionärs Carl Diem, der vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik maßgeblich den deutschen Sport geprägt hatte, dessen Rolle aber vor allem in der Zeit des Nationalsozialismus umstritten war und ist. An letzterem haben auch die mittlerweile vorgelegten vier Teilbiografien als Ergebnisse des Projektes aus der Feder des Münsteraner Historikers Frank Becker wenig geändert. Als besonders problematisch erwies sich hier die Verschränkung von geschichtswissenschaftlichen Intentionen mit geschichtspolitischen Erwartungen, die letztlich nicht miteinander zu versöhnen sind.

Im Überblick erstaunt, wie viel Konfliktpotenzial offenbar in zeithistorischen Projekten des Sports verborgen liegt. Dies verweist meines Erachtens auf zweierlei: zum einen auf die vermeintliche Alltagsnähe und Emotionalität des Sports, zum anderen auf die Tatsache, dass implizit wohl immer noch vielfach angenommen wird, sporthistorische Phänomene ließen sich alltagstheoretisch und ohne die Anwendung geschichtswissenschaftlicher Standards erklären.

Dass auch die beiden momentan laufenden Teilprojekte der Universität Münster und der Humboldt-Universität zu Berlin zum "Doping in Deutschland von 1950 bis heute aus historisch-soziologischer Sicht im Kontext ethischer Legitimation", wie der sperrige Ausschreibungstitel vollständig heißt, sogar schon vor ihrem Start heftig diskutiert wurden, kann hingegen kaum überraschen. Schließlich soll hier nach der Doping-Geschichte Ost vorrangig nun die Dopingvergangenheit und -gegenwart West- und Gesamtdeutschlands aufgearbeitet werden, womit in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft vielerlei, zum Teil sich gegenseitig widersprechende oder sogar ausschließende Erwartungen verbunden sind. Da das Gesamtprojekt wiederum vom DOSB initiiert und vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft finanziert ist, deren Geschichte in Bezug auf Doping im Zuge des Projektes natürlich auch thematisiert werden muss, werden auch hier Interessenskonflikte vermutet. Bereits die Vorstellung der Zwischenergebnisse sorgte für ein erhebliches Medienecho. Die Endberichte werden für Ende 2012 erwartet.

Weitere größere sporthistorische Projekte, die weitgehend über Drittmittel finanziert werden, sind am Historischen Institut der Universität Stuttgart ("Die Kulturgeschichte der Fußball-Bundesliga" mit Mitteln der Fritz Thyssen Stiftung) und am Institut für Sportwissenschaft der Universität Hannover ("Geschichte des jüdischen Sports im nationalsozialistischen Deutschland bis 1938 – unter besonderer Berücksichtigung des heutigen Niedersachsen", gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung) angesiedelt.

Darüber hinaus hat der DFB bereits angekündigt, nun auch die Geschichte des Fußballsports in der DDR wissenschaftlich untersuchen lassen zu wollen.

Mit diesem kurzen Überblick über größere abgeschlossene, laufende oder geplante Projekte mit zeitgeschichtlichen Fragestellungen des Sports sollte gezeigt werden, dass angesichts des zunehmenden Rückbaus der Sportgeschichte als akademische Disziplin derartige Vorhaben mittlerweile fast ausschließlich auf Anstöße und Finanzierung aus dem politischen und verbandlichen Raum angewiesen sind, was wiederum zwangsläufig den Vorwurf der Auftragsforschung impliziert, sofern nicht politisch neutrale Stiftungen in die Bresche springen. Eine weitere Folge ist, dass die Forschungen in diesen Bereichen mit Abgabe der jeweiligen Endberichte – mit Ausnahme weniger nachfolgenden Qualifizierungsarbeiten – quasi zum Erliegen kommen, da keine Lehrstühle vorhanden sind, die sie sinnvoll mit Eigenmitteln weiterführen könnten.

Sporthistorisches Arbeiten im außerakademischen Raum

Oben wurde bereits gesagt, dass das öffentliche Interesse an und das Verständnis für Sportgeschichte in den letzten Jahrzehnten erheblich gewachsen sind. Dies äußert sich unter anderem in populären Sachbüchern vornehmlich zur Fußballgeschichte, in Spiel-, Fernseh- und Dokumentarfilmen, aber auch in großen Ausstellungen wie

"Wir gegen uns: Sport im geteilten Deutschland". Cover des Begleitbuches zur gleichnamigen Ausstellung (© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland)

"Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland" im Haus der Geschichte Bonn bzw. Leipzig oder "Auf die Plätze. Sport und Gesellschaft" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Die Kuratorinnen und Kuratoren der letztgenannten Ausstellung verzichten jedoch bei Konzeptionierung und Realsierung auf die Expertise von Sporthistorikerinnen und Sporthistorikern, während diese bei der vorgenannten Ausstellung vom Haus der Geschichte ausführlich zu Wort kamen.

Eigene Sportmuseen mit Dauer- und Sonderausstellungen und breitem Sammlungsschwerpunkt existieren mittlerweile in Köln (Deutsches Sport- und Olympiamuseum), Leipzig (Sportmuseum Leipzig) und Berlin (Sportmuseum Berlin). Darüber hinaus sind zahlreiche kleinere Museen entstanden, die sich einzelnen Sportarten, einem spezifischen Raum oder einem bestimmten Verein (zumeist im Fußball) widmen. Daneben ist in den letzten Jahren eine "Hall of Fame des deutschen Sports" aufgebaut worden, die allerdings bislang vornehmlich virtuell unter Externer Link: www.hall-of-fame-sport.de zu besichtigen ist.

Und schließlich haben sich vielerorts professionelle, halb-professionelle und autodidaktische Sporthistorikerinnen und Sporthistoriker zusammengefunden, die in überwiegend ehrenamtlicher Arbeit zumeist in eingetragenen Vereinen wert- und verdienstvolle Leistungen für die Sportgeschichtsschreibung erbringen. Dazu zählen das Niedersächsische Institut für Sportgeschichte (1981 gegründet) und das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg (gegründet 1993). Beide haben sich der Sammlung, Bewahrung und Dokumentation von sporthistorisch relevanten Materialien verpflichtet. Darüber hinaus unterstützen, schulen und beraten sich Vereinsarchivare und -chronisten bei ihrer Arbeit und der Erstellung von Festschriften und tragen auf diese Weise ein Geschichtsbewusstsein in die Turn- und Sportvereine.

In Berlin ist 2004 das Zentrum für deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e. V. gegründet worden, das vor allem mit zahlreichen Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht hat und für seine Arbeit 2010 mit dem Einheitspreis der Bundeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet wurde. Daneben veranstaltet das Zentrum Führungen und Exkursionen im öffentlichen Raum und bemüht sich darum, Sportgeschichte stärker im Geschichtsunterricht an den Schulen zu verankern.

Die außeruniversitären sporthistorischen Einrichtungen und Vereine haben sich mittlerweile in der "Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Sportmuseen, Sportarchive und Sportsammlungen" organisiert, die ebenfalls jährliche Tagungen zu unterschiedlichen Aspekten der Sportgeschichte ausrichtet.

Perspektiven der Sportgeschichtsschreibung

Die Sportgeschichte lebt also noch, und zwar in verschiedenen Bezügen vor allem des außeruniversitären Raums. Eine lebendige Wissenschaft bzw. wissenschaftliche Disziplin benötigt jedoch immer Beides: auf der einen Seite die akademische Verankerung mit ihren Freiheiten und gesicherten Forschungsförderungen, die ein kontinuierliches Arbeiten an einem Thema unter einheitlichen Standards ermöglicht. Dem sollte auf der anderen Seite die gesellschaftliche Rezeption und Öffentlichkeit antworten, die für eine Rückkopplung sorgt und die wissenschaftliche Forschung bereichert, indem sie Bausteine beisteuert und neue Fragen aufwirft. Momentan haben sich für die Sportgeschichte die Gewichte zwangsläufig in Richtung Öffentlichkeit verschoben, da sie als Disziplin der Sportwissenschaften zunehmend aus der akademischen Lehre und Forschung verdrängt wird, ohne dass der Sport als gleichberechtigtes Thema letztlich eine dauerhafte Aufnahme und Berücksichtigung in den Geschichtswissenschaften gefunden hätte.

Ob die rein kulturwissenschaftliche Herangehensweise, wie sie jetzt zum Beispiel dem DFG-Projekt "Sport-Körper-Subjekt" zugrundeliegt, in dem Sportgeschichte vornehmlich als Körpergeschichte verstanden wird und anhand von körperlichen Praktiken und performativen Leistungen Kategorien und Zuschreibungen von "Rasse", "Klasse" und "Geschlecht" erschlossen werden sollen, dazu beitragen wird, der Sportgeschichte wieder zu einem besseren Anschluss innerhalb der Geschichtswissenschaften zu verhelfen, erscheint zumindest zweifelhaft. Zugleich besteht die Gefahr, dass sich in einer derart verstandenen Sportgeschichte der Sport im engeren Sinne gleichsam auflöst und als Thema der historisch orientierten Wissenschaften letztlich verloren geht.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Hierzu und zum Folgenden ausführlich Michael Krüger, Sportwissenschaft und Schulsport: Trends und Orientierungen (1). Sportgeschichte, in: Sportunterricht, 8/2006, S. 227–234, sowie ders./Hans Langenfeld, Sportgeschichte im Rahmen der deutschen Sportwissenschaft, in: dies. (Hg.), Handbuch Sportgeschichte, Schorndorf 2010, S. 12–19.

  2. Vgl. hierzu neben Krüger (Anm. 1) den Überblick von Hans Langenfeld, Sportgeschichtsschreibung nach 1945, in: Michael Krüger/ders. (Anm. 1), S. 29–37.

  3. Hans-Ulrich Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte 1949–1990, Bd. 5, München 2008.

  4. Hierzu auch Hans Joachim Teichler, Sport und Sportpolitik in der DDR, in: Krüger/Langenfeld (Anm. 1), S. 228.

  5. ZfG 59 (2011) 3. Die dort versammelten Beiträge geben allerdings nur einen Ausschnitt aus der bereits seit Jahrzehnten schwelenden Diem-Debatte wieder.

  6. Eine gewisse Ausnahme bildet die Fußballgeschichte, doch ist auch hier das Interesse eher kurzatmig an Jubiläen ausgerichtet.

  7. Wolfram Pyta, Sportgeschichte aus der Sicht des Allgemeinhistorikers. Methodische Zugriffe und Erkenntnispotentiale, in: Andrea Bruns/Wolfgang Buss (Hg.), Sportgeschichte erforschen und vermitteln, Hamburg 2009, S. 9.

  8. Zu diesem und den vorgenannten Kritikpunkten vgl. Olaf Stieglitz u. a., Sportreportage: Sportgeschichte als Kultur- und Sozialgeschichte, Externer Link: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/2009-05-001 [17.4.2012].

  9. Diesen Mangel betont z. B. Uta Andrea Balbier, "Spiel ohne Grenzen". Zu Stand und Perspektiven der deutschen Sportgeschichtsforschung, in: AfS 45 (2005), S. 585–598.

  10. So Michael Krüger, Zehn Thesen zur Entwicklung der deutschen Sportgeschichte, in: Geschichte und Gesellschaft 30 (2004) 1, S. 88f. Diesen Eindruck bestätigt auch Christiane Eisenberg vom Großbritannien-Zentrum der HU Berlin als eine der wenigen Allgemein-Historikerinnen, die sich über einen längeren Zeitraum kontinuierlich mit Sportgeschichte beschäftigt hat: dies., Die Entdeckung des Sports durch die moderne Geschichtswissenschaft, in: Historical Social Research 27 (2002) 2/3, S. 4–21.

  11. Vgl. auch folgende Literaturüberblicke, die den Umfang und die jeweiligen Schwerpunkte verdeutlichen: Eike Stiller, Literatur zur Geschichte des Arbeitersports in Deutschland von 1892 bis 2005, Berlin 2006; Lorenz Peiffer, Sport im Nationalsozialismus. Zum aktuellen Stand der sporthistorischen Forschung, Göttingen 2004.

  12. Christiane Eisenberg, "English sports" und deutsche Bürger. Eine Gesellschaftsgeschichte 1800–1939, Paderborn 1999. Eine Entgegnung aus der Sicht eines Sporthistorikers: Hans Joachim Teichler, in: Sportwissenschaft 31 (2001) 3, S, 334–342.

  13. Vgl. den Überblick bei Michael Thomas, Sportgeschichte und Kulturwissenschaft. Probleme, Konzepte und Perspektiven, in: Bruns/Buss (Anm. 7), S. 35–50.

  14. Wolfgang Buss/Christian Becker (Hg.), Der Sport in der SBZ und in der frühen DDR. Genese – Strukturen – Bedingungen, Schorndorf 2001.

  15. Wolfgang Buss/Christian Becker (Hg.), Aktionsfelder des DDR-Sports in der Frühzeit 1945–1965, Köln 2001.

  16. Giselher Spitzer, Doping in der DDR. Ein historischer Überblick zu einer konspirativen Praxis, 2. Aufl., Köln 2000.

  17. Giselher Spitzer, Sicherungsvorgang Sport. Das Ministerium für Staatssicherheit und der DDR-Spitzensport, Schorndorf 2005.

  18. Hans Joachim Teichler/Klaus Reinartz (Hg.), Das Leistungssportsystem der DDR in den 80er Jahren und im Prozess der Wende, Schorndorf 1999.

  19. Gertrud Pfister, Frauen und Sport in der DDR, Köln 2002.

  20. Hans Joachim Teichler, Die Sportbeschlüsse des Politbüros der SED, Köln 2002.

  21. Hans Joachim Teichler u. a. (Hg.), Archive und Quellen zum Sport in der SBZ/DDR, Köln 2003.

  22. Zuletzt René Wiese, Kaderschmieden des "Sportwunderlandes". Die Kinder- und Jugendsportschulen der DDR, Hildesheim 2012.

  23. Vgl. den Literaturüberblick von Lorenz Peiffer/Matthias Fink, Zum aktuellen Forschungsstand der Geschichte von Körperkultur und Sport, Köln 2003; sowie Hans Joachim Teichler, Sport und Sportpolitik in der DDR, in: Krüger/Langenfeld (Anm. 1), S. 227–240.

  24. Ein Großteil der kritischen Stimmen, aber auch Havemanns eigene Positionen sind versammelt in: Lorenz Peiffer/Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.), Hakenkreuz und rundes Leder. Fußball im Nationalsozialismus, Göttingen 2008.

  25. Frank Becker, Den Sport gestalten. Carl Diem, 4 Bde., Duisburg 2009–2011. Zur Diem-Debatte auch das o. a. Schwerpunkt-Heft der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (Anm. 5). Mittlerweile ist eine weitere Diem-Biografie erschienen: Ralf Schäfer, Militarismus, Nationalismus, Antisemitismus: Carl Diem und die Politisierung des bürgerlichen Sports im Kaiserreich, Berlin 2011.

  26. Aus dem Münsteraner Teilprojekt vgl. in der vorliegenden Ausgabe: Henk Erik Meier u.a., Dopingskandale in der alten Bundesrepublik, Interner Link: http://www.bpb.de/137402/).

  27. Vgl. u. a. Detlef Hacke/Udo Ludwig, "Ich will nur eines: Medaillen". Auch in Westdeutschland gab es vor der Wende offenbar ein staatlich gefördetes Dopingsystem, in: Der Spiegel, 39/2011, S. 120–124.

  28. Aus diesem Projekt ist jüngst erschienen: Lorenz Peiffer/Henry Wahlig, Juden im Sport während des Nationalsozialismus, Göttingen 2012.

  29. Zuletzt der Fernsehfilm "München 72 – Das Attentat", mit anschl. Dokumentation ausgestrahlt im ZDF, 19.3.2012.

  30. Der gleichnamige Begleitband erschien im Primus-Verlag, Darmstadt 2009.

  31. Vgl. Susanne Wernsieg u. a. (Hg.), Auf die Plätze. Sport und Gesellschaft, Göttingen 2011.

  32. Eine erste, allerdings sehr unvollständige Übersicht: Externer Link: http://webmuseen.de/sportmuseen.html sowie Externer Link: http://www.dag-s.de [18.4.2012].

  33. Das Zentrum hat u. a. (Wander-)Ausstellungen zum Fußball im geteilten Deutschland ("Doppelpässe – wie die Deutschen die Mauer umspielten"), zur Sportfotografie ("Ästhetik und Politik. Deutsche Sportfotografie im Kalten Krieg") und zur sog. "Republikflucht" von DDR-Sportlerinnen und -Sportlern ("ZOV Sportverräter. Spitzenathleten auf der Flucht") konzipiert und durchgeführt; z. T. "touren" diese Wanderausstellungen noch. Die Ausstellung "ZOV Sportverräter" (Externer Link: http://www.zov-sportverraeter.de/) ist zzt. bis 1.7.2012 zu sehen in der Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) Leipzig in der "Runden Ecke", Dittrichring 24, 04109 Leipzig (tägl. 10–18 Uhr), die Ausstellung "Doppelpässe" (http:/www.doppelpaesse.de/) bis 27.7.2012 in der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85, 22043 Hamburg (Mo–Fr, 9–16 Uhr); der Eintritt zu beiden Ausstellung ist frei.

  34. Vgl. hierzu: Jutta Braun/Berno Bahro, Sportgeschichte in Museum, Stadtführungen und Schulunterricht. Erfahrungsbericht des Zentrums deutsche Sportgeschichte e. V., in: Bruns/Buss (Anm. 7), S. 75–86.

  35. Davon zeugt auch die wachsende Buchproduktion mit sporthistorischen Inhalten. Das Programm des Göttinger Verlages Die Werkstatt z. B. wird mittlerweile von Fußballvereinschroniken dominiert, an denen auch etablierte Historiker als Autoren beteiligt sind.

  36. Vgl. hierzu den programmatischen Aufsatz von Jürgen Martschukat/Olaf Stieglitz, Sportgeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 27.2.2012, Externer Link: https://docupedia.de/zg/Sportgeschichte?oldid=81632 [18.4.2012].

M.A., Historiker, freiberuflicher Lektor und Redakteur, Hildesheim.