30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Einige Ausstellungen erfahren ein breites mediales und öffentliches Echo, so zum Beispiel die erste Wehrmachtausstellung "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht". Wie keine andere Ausstellung markierte sie die Durchbrechung eines Tabus, der Legende von der "sauberen Wehrmacht". Im Schatten solcher Ausstellungen entstehen vielerorts weniger spektakuläre, gleichwohl innovative Schauen. Dazu gehören beispielsweise das Jugendwiderstandsmuseum in Berlin oder die virtuelle Ausstellung "Power to the People" in Leipzig. Der Stralauer Fischzug hingegen steht als Beispiel dafür, wie das SED-Regime versuchte, sich die Tradition eines Volksfestes für seine Propaganda anzueignen.

"Opa war ein Mörder": Junge Demonstranten gegen den Aufmarsch von Neonazis anlässlich der Wehrmachtausstellung in Hamburg, 27. März 2004.

Bogdan Musial

Der Bildersturm

Die "Wehrmachtsausstellung", die in den Jahren 1995 bis 1999 in Deutschland und Österreich gezeigt wurde, löste – trotz (oder dank) der gravierenden Fehler – Emotionen aus, die ohne Beispiel in der deutschen Nachkriegsgeschichte waren. Ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte.

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Flyer des Jugendwiderstandsmuseums.

Dirk Moldt

Wie gründet man ein Museum?

2008 wurde das Jugend[widerstands]museum Galiläa-Kirche in Berlin-Friedrichshain eröffnet. Es widmet sich vor allem den Erfahrungen junger Menschen in der Diktatur. Innerhalb von zehn Jahren soll hier ein neuer Museumsstandort etabliert werden.

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"Stadtrundgang" des Portals "Power to the people".

Achim Beier

"Power to the People" – Leipzig
zwischen Anarchie und Nationalstaat

1989/90: In der DDR setzte das Machtvakuum beachtliche Energien der Menschen frei. Eine virtuelle Ausstellung erzählt von der Dynamik des Aufbruchs in Leipzig: Runder Tisch, Polarisierung auf der Straße, neue Zeitung, Piratensender, "Montmartre" von Leipzig, Subkultur und Politik, "Stoppt den Tagebau" ...

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Plakat vom Stralauer Fischzug 1957.

Cornelia Kühn

Sozialistische Folklore?

In der frühen DDR wurden städtische Traditionen und regionale Folklore für die Konstruktion einer sozialistischen Heimat genutzt. Am Beispiel des Stralauer Fischzuges, der 1954 in Ost-Berlin wieder belebt wurde und bis 1962 auf der Halbinsel Stralau stattfand, lässt sich die sozialistische Inszenierung der Tradition exemplarisch darstellen.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Der Tag in der Geschichte

  • 30. Oktober 1989
    Hunderttausende demonstrieren erneut gegen das SED-Regime. Sie fordern Reformen, vor allem in Leipzig nach den traditionellen Montagsgebeten. Die Nachrichtensendung des Fernsehens »Aktuelle Kamera« wird reformiert, »Der schwarze Kanal« des... Weiter