30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

"Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung." – "Die Deutsche Demokratische Republik fördert Wissenschaft, Forschung und Bildung mit dem Ziel, die Gesellschaft und das Leben der Bürger zu schützen und zu bereichern. Dem dient die Vereinigung der wissenschaftlich-technischen Revolution mit den Vorzügen des Sozialismus."
Diese beiden Auszüge aus dem Grundgesetz und der DDR-Verfassung von 1968 zeigen grundlegend verschiedene Auffassungen von Wissenschaft. Dementsprechend entwickelten sich seit 1945 zwei unterschiedliche Wissenschaftskulturen im Westen und im Osten Deutschlands. Hier stand die Wissenschaftslandschaft 1989/90 schließlich vor einem erneuten Umbruch.

Die Leipziger Universitätskirche St. Pauli wurde 1968 vom SED-Regime gesprengt. Nach Entwürfen des Architekten Erick van Egeraat wurde sie wiedererrichtet. Im Rahmen der 600-Jahr-Feier der Universität fand hier im Dezember 2009 ein erster Gottesdienst statt.

Daniel Hechler/Peer Pasternack

Zwischen Selbsterforschung und Imagepflege

Den ostdeutschen Hochschulen wird häufig attestiert, sich nur unzureichend mit ihrer eigenen DDR-Vergangenheit auseinanderzusetzen. Eine empirische Prüfung dieses Vorwurfs ergibt ein differenzierteres Bild. In diesem dominiert nicht zeitgeschichtliche Inaktivität, wohl aber Schwierigkeiten, die DDR-bezogene Selbstbefragung sowohl kontinuierlich als auch konsistent zu entfalten.

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Siegel der Medizinischen Akademie Magdeburg.

Christoph Lorke

"Bindekräfte" des Systems?

In den 1960er-Jahren versuchte die SED gezielt, ihren Einfluss bei der Umgestaltung des Bildungssystems geltend zu machen. Den Hochschullehrern kam dabei eine wichtige Rolle zu, waren sie doch in hohem Maße für die Ausbildung der "hochqualifizierten sozialistischen Persönlichkeit" ihrer Studierenden verantwortlich.

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Max Planck gratuliert Otto Hahn zum Nobelpreis, ca. Anfang 1946. Im Hintergrund Max von Laue, Adolf Windaus und Werner Heisenberg (v.l.).

Richard E. Schneider

Ein (Wieder-)Aufbau unter ungewissen Vorzeichen

Im Rahmen ihrer Reeducation-Politik setzten die Alliierten auf einen kompletten Um- bzw. Neuaufbau der deutschen Wissenschaft. Betroffen davon war auch die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, aus der 1946 unter der Ägide von Otto Hahn die Max-Planck-Gesellschaft hervorging.

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Plakat zur Werbung von Arbeitskräften: "Erz für den Aufbau. Deine Arbeit im Erzbergbau sichert die vorzeitige Planerfüllung und schafft Dir bessere Lebensgrundlagen!", Dezember 1950.

Juliane Schütterle

Gesundheit im Dienste der Produktion?

Beim Aufbau des Gesundheitssystems der Wismut AG hatten die Funktionsträger des Uranbetriebs nicht nur das Wohl ihrer Beschäftigten im Blick. Bemühungen um Unfall- und Krankheitsreduzierung oder die Einrichtung von Schonarbeitsplätzen standen gleichzeitig im Dienste des sozialistischen Wettbewerbs. Doch Leistungsdruck und Arbeitssicherheit ließen sich nicht immer vereinbaren.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 22. Oktober 1969
    Erstes Kabinett Brandt aus einer SPD /FDP-Koalition. Parlamentarische Staatssekretäre werden eingeführt. Einige Ressorts sind aufgelöst (Vertriebenen-, Schatz-, Bundesratsministerium), zusammengelegt (Verkehrs- und Post-, Familien- und Gesundheitsministerium)... Weiter
  • 22. Oktober 1995
    Die schwarzrote Senatskoalition muss bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus Stimmenverluste hinnehmen: Die CDU erhält 37,4 Prozent (1990: 40,4 Prozent), die SPD 23,6 Prozent (1990: 30,4 Prozent) der Zweitstimmen. Dramatisch sind die Einbußen der FDP,... Weiter