Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Der wirtschaftliche Fortschritt war immer ein wesentlicher Faktor für die Zufriedenheit der Bevölkerung – sowohl im Systemwettlauf des Kalten Krieges als auch seit der Wiedervereinigung. Deshalb galt das Augenmerk der SED-Medienpolitik gerade auch wirtschaftlichen Fragen. Die Infrastruktur der Reichsbahn hingegen litt auch unter der Präferenz des SED-Staates für die Sozialpolitik. Ihr desaströser Zustand kann als beispielhaft für weite Bereiche der DDR-Wirtschaft gelten, in denen selbst marxistische Wirtschaftstheorien nicht konsequent angewandt wurden. Die Umgestaltung der DDR-Wirtschaft seit 1990 hat die Hoffnungen vieler Ostdeutscher auf das politische und wirtschaftliche System der Bundesrepublik enttäuscht.

Der Rundfunk der DDR sendete zur Leipziger Messe das Sonderprogramm "Messewelle": ein "Kundendienstprogramm aus Leipzig für Messegäste und Gastgeber".

Christian Könne

Wirtschaftssendungen für die DDR

Weil der Aufbau einer sozialistischen Wirtschaft sich schwierig gestaltete, überlegte die SED zusammen mit dem DDR-Hörfunk, wie das sozialistische Wirtschaftsleben der DDR-Bevölkerung vermittelt werden könne. Die neuen Rundfunkformate sollten auch Unterhaltung bieten. Zur Finanzierung schreckte man selbst vor westlicher Werbung nicht zurück.

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Personenzug der Deutschen Reichsbahn am Erfurter Hauptbahnhof im Dezember 1984.

Ralph Kaschka

Die Neumann-Mittag-Kontroverse

Das wichtigste Transportmittel der DDR, die Eisenbahn, befand sich 1989 in einem katastrophalen Zustand. Wie kam es dazu? Um darauf eine Antwort zu finden, wird exemplarisch ein Konflikt zwischen zwei exponierten Vertretern der staatlichen Ebene und der SED analysiert.

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Karl-Marx-Monument von Lew Kerbel in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) 1988.

Dietrich Miller

Zur Wert und Kostentheorie
des realen Sozialismus und ihrer Praxis
in der Wirtschaft der DDR

Das Scheitern der DDR-Wirtschaft wird häufig mit Schwierigkeiten bereits beim Aufbau und der verfehlten Wirtschaftspolitik der SED sowie dem massiven Abwanderungsdruck begründet, der sich daraus entwickelt habe. Dagegen wird hier versucht, dies mit der fehlerhaften Anwendung marxistischer Wirtschaftstheorie zu erklären.

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Auf einer Demonstration am 19.12.1990 forderten Mitglieder der IG Metall, Betriebsräte und Belegschaftsmitglieder der Maxhütte Unterwellenborn GmbH von der Treuhand, den Stahl-Standort Unterwellenborn zu erhalten. Auf dem Transparent heißt es: "Wie weit treibt die Treuhand das Spiel mit unseren Arbeitsplätzen".

Jörg Roesler

Nur den Anforderungen des Marktes verpflichtet?

Bei der Privatisierung der ehemaligen Plan-wirtschaft im Osten Deutschlands kollidierten verschiedene Interessen miteinander: die der Belegschaften der vormaligen Volkseigenen Betriebe, der Bundesregierung und der Landes-regierungen sowie westlicher Unternehmen. Macht- und Interessenpolitik bestimmte die Entscheidungen der Treuhandanstalt, nicht aber demokratische Willensbildung.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 22. April 1949
    Das Ruhrstatut (Abkommen über die internationale Ruhrkontrolle) tritt in Kraft. Die Internationale Ruhrbehörde aus Regierungsvertretern der Besatzungsmächte, der Beneluxstaaten und später der BRD (vertreten durch die Alliierte Hohe Kommission) kontrolliert... Weiter
  • 22. April 1976
    14. Strafrechtsänderungsgesetz gegen Gewalttaten: Wer sie befürwortet, sie androht, zu ihnen anleitet, sie belohnt, billigt oder vortäuscht und andere bedroht, wird bestraft. Weiter
  • 22. April 1997
    Das Produktsicherheitsgesetz ermächtigt erstmals Behörden, vor offensichtlich gefährlichen Produkten zu warnen und Rückrufaktionen zu veranlassen, die bislang weitgehend im Ermessen der Hersteller lagen. Betroffen sind alle Produkte, die gewerbs- oder... Weiter
  • 21./22. April 1946
    Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) wird in Berlin durch Zwangsvereinigung der KPD mit der SPD in der SBZ gegründet. Zuvor hatten am 19./20. 4. die letzten Parteitage beider Parteien in der SBZ stattgefunden; trotz ihrer Vorbehalte... Weiter