Beleuchteter Reichstag

Forum

Historisch-politische Aufarbeitung bedeutet in mehrfacher Hinsicht Grenzüberschreitung. Um Geschichte in ihren Kontexten zu verstehen ist es notwendig, über staatliche Grenzen hinwegzusehen und Verläufe auch über zeitliche Zäsuren hinweg zu betrachten. Zudem kann es hilfreich sein, sich aus vertrauten Narrationen und Konventionen der Wissenschaft zu lösen. Das gilt nicht zuletzt auch für die Vermittlung im Schulunterricht, wo Geschichtspolitik fehl am Platze wäre. Und es galt ebenfalls bei der Erarbeitung von Richtlinien für den Umgang mit den Stasi-Akten.

Zeithistorische Orientierungssuche für die Zeit "nach den Katastrophen" des 20. Jahrhunderts, East Side Gallery.

Marcus Böick / Angela Siebold

Die Jüngste als Sorgenkind?

Die Zeitgeschichtsforschung sollte sich den Blick auf die jüngste Vergangenheit nicht durch Zäsuren oder Narrative verstellen lassen. Als multiperspektivische Varianz- und Kontextgeschichte von Übergängen in Ost und West könnte es ihr gelingen, zeitgenössische Phänomene zu historisieren.

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Angela Merkel (r.) und Bronislaw Komorowski (l.) auf einer Pressekonferenz im Warschauer Schloss am 7.2.2011.

Karlheinz Lau

Wissen und Verständnis des Nachbarn

Das deutsch-polnische Schulbuch, das derzeit entwickelt wird, soll Geschichte vermitteln. Es soll das Wissen über den Nachbarn fördern und Verständnis für ihn wecken. Geschichtspolitik damit muss ausgeschlossen sein.

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Stürmung der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in der Berliner Normannenstraße am 15.1.1990.

Klaus Bästlein

"Meine Akte gehört mir!"

Die Öffnung der Stasi-Akten war heftig umstritten – auch unter den Ostdeutschen selbst. Sogar Bürgerrechtler waren sich nicht einig, wie mit der Erblast des MfS umzugehen sei: Vernichtung oder – teilweise oder vollständige – Öffnung der Akten?

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 2. Dezember 1949
    Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der BRD (KMK) wird in Bonn errichtet. Sie hatte sich bereits am 2. 7. 1948 konstituiert. Beschlüsse der Kultusminister/-senatoren zu überregionalen Angelegenheiten der Schul- und Kulturpolitik erfordern... Weiter
  • 2. Dezember 1954
    Die Deklaration der Moskauer Ostblockkonferenz billigt Deutschland die historische Rolle einer »Großmacht« zu, sofern es den friedlichen Weg gehe und an einem europäischen System der kollektiven Sicherheit teilnehme. Am letzten Tag der Pariser Konferenzen... Weiter
  • 2. Dezember 1990
    Bei den ersten Gesamtberliner Wahlen zum Abgeordnetenhaus seit 1946 wird die CDU stärkste Partei vor der SPD. Hauptergebnisse nach gültigen Zweitstimmen: CDU 40,4 Prozent, SPD 30,4 Prozent, PDS 9,2 Prozent, FDP 7,1 Prozent, Grüne/AL 5 Prozent, Bündnis 90/... Weiter
  • 2. Dezember 1990
    Erste freie gesamtdeutsche Parlamentswahl seit 1933: Die Wahl zum 12. Bundestag gewinnt die bisherige christlichliberale Regierungskoalition unter Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher mit 54,8 Prozent der Zweitstimmen (CDU 36,7 Prozent, CSU 7,1 Prozent und... Weiter
  • 2./3. Dezember 1996
    Die Staats- und Regierungschefs der OSZE-Teilnehmerstaaten verabschieden auf ihrem Gipfel in Lissabon ein gemeinsames und umfassendes Sicherheitsmodell für Europa im 21. Jahrhundert. Die Rüstungskontrollen, einschließlich Abrüstung sowie Vertrauens- und... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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