Beleuchteter Reichstag

Forum

Nonkonformität und Widerstand führten 1989 schließlich dazu, dass die Grenzen der DDR durchbrochen wurden. Die DDR-Bürger erlangten Freiheit, anders als die Deutschen 1848/49. Ein Streifzug durch Geschichte und Gegenwart des Widerstreites zwischen Grenzziehungen und Freiheitsdrang sowie durch das weite Feld unangepassten Verhaltens.

Demonstranten fordern die deutsche Einheit, Leipzig 11. Dezember 1989.

Rainer S. Elkar

Revolutionäre Wege zur Einheit

"Freiheit" gehörte immer zur politischen Rhetorik der Bundesrepublik, die sich damit in die revolutionäre Tradition von 1848/49 stellte. 1989/90 erlangte sie gewaltfrei eine neue einheitsstiftende Qualität. Ein Vergleich, aufbauend auf dem aktuellen Stand der Revolutionsforschung, macht Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich.

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Mit Plakaten gegen das geplante Bombodrom demostrieren diese Bureger am Ostersonntag, 11. April 2004, im Brandenburgischen Fretzdorf gegen das geplante Bombodrom der Bundeswehr in der Ruppiner Heide. Bereits zum zwoelften Mal kommen einige Tausend Bewohner der Region zum Ostermarsch an den nahegelegenen Bombenabwurfplatz. (AP Photo/Frank Hormann)

Alexander Leistner

Das Lob der ersten Schritte und der Nutzen von Vielfalt und Konflikt

Der Weg, in einer Gesellschaft grundlegende Veränderungen anzustoßen, ist meist steinig und mühsam, das Unterwegssein geprägt von typischen Problemen. Am Beispiel der DDR-Friedensbewegung wird daher die grundlegende Bedeutung bekannter wie unbekannter Schlüsselfiguren aufgezeigt: vom Pionier über den Vernetzer bis hin zum Aktionisten.

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Blick nach Ost-Berlin über die Mauer entlang der Bernauer Straße, 1980.

Ilko-Sascha Kowalczuk

Es gab viele Mauern in der DDR

"Grenzen und Mauern sind eine Grunderfahrung für meine Generation geworden", schrieb Ludwig Mehlhorn 1986. Wer in der Diktatur lebte, war gezwungen, mit dieser Grunderfahrung umzugehen. Ein Beitrag über den Zwang, die Normalität unter anormalen Verhältnissen zu suchen.

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Ein Loch in der Mauer: Blick nach Ost-Berlin, Februar 1990.

Michael Westdickenberg

Das Loch in der Mauer

Auch nach dem Mauerbau bestand ein innerdeutscher Literaturaustausch fort. Ein Kolloquium in Leipzig befasste sich mit der Mauer in der Literatur, mit Ablegern gleicher Verlage in Ost und West und der Beobachtung von Literaturkontakten durch die Staatssicherheit.

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Deutsche Flaggen auf Halbmast am Berliner Reichstagsgebäude.

Klaus Christoph

"Politikverdrossenheit"

Das Schlagwort "Politikverdrossenheit" verweist auf Unbehagen mit den politischen Zuständen im Lande - mit der Tendenz einer Abwendung vom Politischen. Bei näherem Hinsehen erweist sich diese Bestimmung (und der damit verknüpfte Begriff) allerdings als wenig aussagekräftig und führt zudem leicht auf manchen Holzweg.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 7. Dezember 1949
    Die Volkskammer verabschiedet das Gesetz über die Errichtung des Obersten Gerichts (erste und letzte Instanz bei Straftaten von »überragender Bedeutung« und Kassationsgericht) sowie der Obersten Staatsanwaltschaft nach dem Vorbild der sowjetischen Prokuratur.... Weiter
  • 7. Dezember 1970
    Warschauer Vertrag zwischen der BRD und der Volksrepublik Polen über die Grundlagen der Normalisierung ihrer gegenseitigen Beziehungen, unterzeichnet von Willy Brandt/Walter Scheel und Józef Cyrankiewicz/ Stefan Jedrychowski. Beide Staaten stellen fest, dass... Weiter
  • 7. Dezember 1989
    Erstmals tritt unter Moderation von Kirchenvertretern der Runde Tisch zusammen. An diesem Organ zur Beratung und Kontrolle der Regierung beteiligen sich je zur Hälfte Vertreter der »alten Kräfte« und der neuen bzw. oppositionellen Parteien und Gruppen.... Weiter
  • 7. Dezember 1990
    »Russlandhilfe«: Während die Perestroika Gorbatschows in politische Turbulenzen und Versorgungskrisen gerät, beginnt der Abtransport der Berliner Nahrungsmittelreserve (Notvorräte) nach Moskau mit zunächst sowjetischen, später auch deutschen Flugzeugen. Kohl... Weiter
  • 7. Dezember 1998
    Auftaktgespräch zu einem Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit. Unter dem Vorsitz Schröders beraten im Bonner Kanzleramt Spitzenvertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Bundesregierung über die Senkung der Lohnnebenkosten, über... Weiter
  • 7. Dezember 1999
    Landesparteitage der CDU und - mit knapper Mehrheit - der SPD votieren dafür, die in Berlin seit 1991 bestehende große Koalition unter dem Regierenden Bürgermeister Diepgen (CDU) fortzusetzen und den Senat zu verkleinern. Er wird am 9. 12. 1999 vom... Weiter
  • 6./ 7. Dez. 1947
    In Berlin tagt der 1.Deutsche Volkskongress, der aus Delegierten politischer Parteien und Organisationen besteht, z. T. auch aus den Westzonen. Als Instrument der SED-Bündnispolitik fordert er eine Volksabstimmung mit der Zielsetzung, die »demokratische... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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