Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte im Film

"Das Leben der Anderen" ist das wohl jüngste prominente Beispiel für Zeitgeschichte im deutschen Film. Während dieser Streifen eine – von manchen als Provokation empfundene – Annäherung an die Geschichte der SED-Diktatur versuchte, blieben im deutschen Film lange Zeit bestimmte Aspekte deutscher Zeitgeschichte unterbelichtet oder wurden ausgeblendet. Dazu gehörte unter anderem das Thema "Flucht und Vertreibung", das erst in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erfuhr. Im DDR-Film hingegen gestaltete sich die Annäherung an das Thema der deutschen Teilung und der innerdeutschen Grenze besonders schwierig, im SED-Staat war der alltägliche "Besuch von drüben" über den Äther gar Anlass für rigorose Repression.

Mit Handzetteln sollten die Menschen überzeugt werden, auf das "Gift aus dem Äther" zu verzichten – womit auf diesem Flugblatt aus Leipzig der RIAS gemeint ist.

Deutschland Archiv Online 2/2012

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Flucht und Vertreibung sowie die deutsche Teilung sind in den letzten Jahren zu wichtigen Sujets im deutschen Film geworden, bis 1989 wurden sie weitestgehend gemieden.

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Hautpmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe). Szenenfoto aus "Das Leben der Anderen" – als DVD erhältlich.

Deutschland Archiv Online 2/2012

Forum

"Das Leben der Anderen" war national wie international ein großer Erfolg. In Deutschland aber wurde der Film von vielen als Provokation empfunden: Ein Stasi-Offizier konnte kein positiver Held sein.

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Die Berliner Mauer in der Kunst

Deutschland Archiv Online 2/2012

Literaturjournal

Neue Bücher zu Kunst und Literatur in Deutschland vor und nach 1989 sowie eine Auswahl von Schriften zu Deutschem, Deutschen und Deutschland.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei, Betriebskampfgruppen und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen, Demokratie und Reisefreiheit eintraten - und sich mit Kerzen, Worten und Zivilcourage gegen die Staatsmacht durchsetzten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 6.- 7. Juni 1947
    Einzige gesamtdeutsche Ministerpräsidentenkonferenz in München auf Einladung des bayerischen Ministerpräsidenten Hans Ehard (CSU): Die Zusammenkunft scheitert, da die SBZ-Vertreter bereits am Vorabend abreisen; denn ihr Antrag, »die Bildung einer deutschen... Weiter
  • 6. Juni 1962
    Adenauer schlägt der Sowjetunion über Botschafter Smirnow einen zehnjährigen Burgfrieden vor: Zehn Jahre lang solle man stillhalten und alles so akzeptieren, wie es jetzt sei, danach sehe man weiter; allerdings sollten die Menschen in der DDR davon... Weiter
  • 6. Juni 1986
    Walter Wallmann (CDU), bisher Oberbürgermeister von Frankfurt a. M., wird erster Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. - Rita Süssmuth erhält zugleich die Federführung für Frauenfragen. (26. 9. 1985) Weiter
  • 6. - 9. Juni 1987
    Die Volkspolizei schreitet gegen Jugendliche ein, die vom Brandenburger Tor aus Rockkonzerte vor dem Reichstag in West-Berlin mithören wollen. Trotz staatlicher Repressalien kommt es daraufhin zu Demonstrationen gegen die SED und die Mauer. Westliche... Weiter
  • 6. - 18. Juni 1990
    Nach Hinweisen von Bürgern und ehemaligen Stasi-Mitarbeitern werden u. a. folgende RAF-Aussteiger verhaftet: Susanne Albrecht am 6. 6. in Ost-Berlin, Inge Viett am 12. 6. in Magdeburg, Monika Helbing und Ekkehard Freiherr von Seckendorff-Gudent am 14. 6. in... Weiter