BUNDESTAGSWAHL 2021 Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

5.2.2013 | Von:
Thomas Wiedemann

Rütteln an den Grundfesten der Adenauer-Republik

Der folgenschwere Dialog des Publizistikwissenschaftlers Walter Hagemann mit der SED

5. Folgen des Tabubruchs

Karikatur: Hinauswurf für Vernichtungshieb am falschen ObjektKarikatur: Hinauswurf für Vernichtungshieb am falschen Objekt (aus: Das freie Wort)
Hagemanns Engagement verfehlte sein Ziel. Weder bewegte er die CDU zu einem Richtungswechsel, noch brachte er den deutsch-deutschen Dialog in Gang. Durch seinen Auftritt in der DDR verspielte er im Gegenteil jeden Kredit, den er sich im Lauf seines Lebens als Journalist, Politiker und Wissenschaftler erworben hatte.

An seinen publizistischen Erfolg in der Weimarer Republik, als er eine Referenz in der Hauptstadtpresse war, konnte Hagemann nicht mehr anknüpfen. Stattdessen machte die Annäherung an die SED nicht nur seine Kontakte mit führenden Vertretern der journalistischen Zunft zunichte, sondern überdeckte auch sein Renommee als Chefredakteur der Germania in schwieriger Zeit. Zum einen bereitete es Hagemann plötzlich Schwierigkeiten, Artikel in der Presse unterzubringen. Weigerten sich zunächst nur bürgerliche Organe, seine Thesen abzudrucken, waren seine Beiträge nach der Nationalrats-Rede höchstens noch in kleinen linksgerichteten Blättern wie der Anderen Zeitung zu lesen. Zum anderen wurde Hagemann auf einmal von beinahe der ganzen westdeutschen Presse diffamiert. Nachdem er wegen seiner "Liebe zur Moskauer Außenpolitik" schon im Frühjahr 1958 dazu aufgefordert worden war, in den Osten zu gehen, waren sich die Kommentare nach seinem Auftritt mit Ulbricht endgültig einig über die Ziele seiner Opposition.[42] "Der unermüdliche Vorkämpfer für die Wehrlosigkeit der Bundesrepublik" habe nun "vollends die Maske fallen lassen", befand etwa Hans Töpfer im Rheinischen Merkur.[43] Als "bedingungsloser Mitläufer des sowjetischen Terrorsystems" wurde ihm vorgeworfen, "Verrat an der Freiheit" begangen zu haben.[44]

Das politische Gewicht, das Hagemann als Zentrums-Mitglied und Mitbegründer der CSU besessen hatte, konnte er auch nicht mehr geltend machen. Schon im Februar 1958 drang aus der CDU-Bundespartei, man möge endlich Maßnahmen gegen den Rebellen ergreifen.[45] Da Hagemann nicht bereit war, die Union freiwillig zu verlassen, konstituierte der CDU-Kreisverband in Münster ein Ehrengericht, das ihn am 21. April 1958 aus seinen Reihen ausschloss. Der Grund: Der Publizistikwissenschaftler habe sich "fortgesetzt in beleidigender und gehässiger Weise über die Politik der CDU und ihre führenden Persönlichkeiten in Wort und Schrift geäußert."[46] Hagemann beanstandete, es sei "nicht einmal der Versuch gemacht worden", sich "mit meinem Recht der freien Meinungsäußerung und meiner Verpflichtung als Hochschullehrer ernsthaft auseinanderzusetzen", und legte Berufung ein.[47] Bis zur Verhandlung vor dem Landesehrengericht hatte sich seine Position aber verschlechtert. Das prominent besetzte Gremium mit den Vorsitzenden Joseph Blank und Artur Sträter trat zwei Wochen nach der Nationalrats-Tagung zusammen und bestätigte nicht nur die Feststellungen des Kreisehrengerichts, sondern legte dem Professor auch dessen Auftritt in der DDR zur Last, mit dem er die "Grenzen des Zulässigen endgültig überschritten" habe.[48] Aus Hagemanns Netzwerk (zu dem auch der Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, Heinrich Krone, gehörte) fand sich niemand mehr bereit, für den einstigen Zentrums-Freund ein gutes Wort einzulegen und da die CDU über kein Ehrengericht auf Bundesebene verfügte, war der Ausschluss endgültig. Hinzu kam, dass die Staatsanwaltschaft am Dortmunder Landgericht gegen Hagemann ermittelte.[49] Der Vorwurf, die Westarbeit der SED und damit verfassungsfeindliche Bestrebungen unterstützt zu haben, beschädigte sein Ansehen weiter. Mit der Sympathie, die ihm anfangs vonseiten der SPD und der FDP entgegengebracht wurde, war es nun vorbei und selbst in Kreisen der außerparlamentarischen Opposition ging man auf Abstand.

Reaktion der Studenten auf Walter Hagemanns Suspendierung, 1959Reaktion der Studenten auf Walter Hagemanns Suspendierung, 1959 (© Privatarchiv Horst Hagemann)
Zwar leitete die Karlsruher Bundesanwaltschaft letztlich kein Strafverfahren ein, doch eröffnete der nordrhein-westfälische Kultusminister Werner Schütz (CDU) Anfang April 1959 ein Disziplinarverfahren gegen den Universitätsprofessor, weil er die für Beamten vorgeschriebene politische Mäßigung verletzt habe und für ein totalitäres System eingetreten sei.[50] Während die Öffentlichkeit noch darüber diskutierte, ob damit nicht ein Gesinnungsprozess angestrebt werde, ordnete man in Düsseldorf am 21. April 1959 an, Hagemann wegen sittlicher Verfehlungen zu suspendieren.[51] Vorgeworfen wurde ihm jetzt auch die Beziehung mit einer minderjährigen Studentin und die Staatsanwaltschaft am Oberlandesgericht in Hamm durchsuchte Hagemanns gesamte Privatkorrespondenz und vernahm ein halbes Dutzend Frauen aus dem Umfeld des Münsteraner Instituts für Publizistik. Das Ergebnis der Ermittlungen war eine über 100-seitige Anklageschrift, die Politisches und Privates vermischte und den Adenauer-Widersacher zu Fall brachte.[52] Bis auf einen Protestbrief von 30 Professoren (darunter der Marburger Politologe Wolfgang Abendroth) und mehrere Schreiben des Senats und der Philosophischen Fakultät der Universität Münster hielt sich die Entrüstung über das Vorgehen der Justiz in Grenzen.[53] Die Publizistikwissenschaft hatte sich schon zuvor von Hagemann abgewandt.[54] Der Angeklagte wies zwar alle privaten Vorwürfe zurück und beteuerte, er habe die "konspirative Absicht" der Nationalen Front nicht unterstützt, sondern nur ein „hohes Anliegen“ verfolgt, nämlich „das Leben und die Einheit meines Volkes“.[55] Dennoch beschied das Verwaltungsgericht Münster am 1. Dezember 1959, ihn vom Universitätsdienst zu entfernen, seinen Professorentitel einzukassieren und seine Pensionsansprüche zu streichen. [56]

Darüber hinaus hatte das Urteil ein strafrechtliches Nachspiel. Im November 1960 klagte die Staatsanwaltschaft am Landgericht Münster Hagemann "wegen Unzucht mit Abhängigen" sowie "wegen Meineids" in einer Vaterschaftsklage an.[57] Eine Welle der öffentlichen Empörung schlug über ihm zusammen.[58] Für Hagemann gestaltete sich die Situation immer auswegloser. Nachdem er bereits Anfang Januar 1961 zwei Tage in Untersuchungshaft verbracht hatte und im März untergetaucht war, um einem erneuten Haftbefehl wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr zu entgehen, setzte er sich in der Nacht vor Prozessbeginn am 14. April 1961 in die DDR ab.[59]

Die SED-Führung hatte für diesen Fall vorgesorgt. Hagemann erhielt ein Haus in Potsdam und wurde Professor für Imperialismus an der Humboldt-Universität. Um die "Bonner Hexenjagd" gegen ihn zu "brandmarken", bereitete das Stadtbezirksgericht Berlin-Lichtenberg zudem einen Schauprozess "vor Vertretern der Weltpresse" vor und sprach ihn am 11. August 1961 von allen Vorwürfen frei.[60] Mit dem Mauerbau zwei Tage später war der Überläufer aber kaum noch von Wert für die DDR-Kommunikationsstrategen. Da die eigene Bevölkerung nicht mehr fliehen konnte und die internationale Anerkennung sowie der Ausbau von Handelsbeziehungen auf die Tagesordnung rückten, ebbte die Kritik an der Bundesrepublik ab. Hagemann lobte in einigen Stellungnahmen zwar noch sein neues "Vaterland", das "mit Entschlossenheit, Optimismus und Erfolg den Weg der Freiheit und des echten Humanismus" beschreite, und trat im Februar 1962 feierlich der Ost-CDU bei, verstarb aber bereits am 16. Mai 1964.[61]

6. Fazit

Es ist bekannt, dass die SED-Führung bis 1989 jeden DDR-Bürger mit einem Bann belegte, der ohne Erlaubnis mit den Westmedien zusammenarbeitete. Für diese Praxis stehen nicht nur die Namen Wolf Biermann, Robert Havemann, Stefan Heym oder Roland Jahn, sondern auch der Umgang mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie der Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz in Zeitz im August 1976.[62] Der Fall Hagemann zeigt, dass die andere Seite in den 1950er Jahren ebenfalls höchst empfindlich reagierte, wenn ein westdeutscher Protagonist die öffentliche Bühne in der DDR nutzte, um die Bundesregierung zu kritisieren. Als der Publizistikprofessor sein Engagement im Jahr 1957 begann, war er eine angesehene Persönlichkeit in Politik, Journalismus und Wissenschaft. Wie selbstverständlich positionierte er sich in der Oppositionsbewegung gegen die Bundesregierung an vorderster Front und erhielt dort die erhoffte öffentliche Aufmerksamkeit. Sein Versuch, als Vermittler zwischen Ost und West zu agieren, wurde ihm aber zum Verhängnis. Die politischen Regeln in der damaligen Bundesrepublik erlaubten zwar, in der einheimischen Presse gegen die Adenauer-Politik anzuschreiben und sich an Protestveranstaltungen gegen die Atombewaffnung zu beteiligen, ein öffentlich sichtbarer Dialog mit der DDR-Spitze war dagegen ein Tabu. Nach seinem Auftritt vor dem Nationalrat wurde Walter Hagemann zur Unperson. Er verlor nicht nur seine Reputation als Politiker, sondern wurde auch aus Journalismus und Wissenschaft ausgeschlossen und schließlich moralisch vernichtet. Dass Kontakte mit dem Osten in der westdeutschen Politik der 1950er Jahre einen nicht zu überbietenden Fauxpas darstellten, lässt sich am Schicksal einiger prominenter Gegner der Außenpolitik Adenauers erahnen. So verlor etwa Joseph Wirth Anfang des Jahrzehnts seine Reichskanzlerpension, nachdem er den Dialog mit Moskau gesucht hatte und wiederholt auf Gesprächsangebote mit Vertretern der DDR eingegangen war.[63] Einen direkten Angriff auf das außenpolitische Credo der Bundesregierung vor einem offiziellen Gremium der SED hatte er sich aber gar nicht zuschulden kommen lassen. Vermutlich trug deshalb Walter Hagemanns öffentlicher Schulterschluss mit den Machthabern im Osten Berlins nicht nur zufällig dazu bei, dass seine Existenz in der Bundesrepublik ein abruptes Ende nahm.

Zitierweise: Thomas Wiedemann, Rütteln an den Grundfesten der Adenauer-Republik, Der folgenschwere Dialog des Publizistikwissenschaftlers Walter Hagemann mit der SED. In: Deutschland Archiv Online, 04.02.2013, Permalink: http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/wiedemann20130204

Fußnoten

42.
Exemplarisch Hagemann bei Pankow gelandet, in: Badische Neueste Nachrichten, 24.4.1958.
43.
Hans Töpfer, Walter Hagemann, der Nationalheld Pankows, in: Rheinischer Merkur, 24.10.1958.
44.
Exemplarisch Wolf-Bernd Althoff, Hagemann – Reporter Ulbrichts?, in: Deutsche Tagespost, 28.10.1958.
45.
Vgl. Bericht über den Stand des Ausschlussverfahrens gegen Hagemann, 15.3.1958, ACDP (wie Anm. 24).
46.
Beschluss des Ehrengerichts des CDU-Kreisverbandes Münster, 21.4.1958, ebd.
47.
Walter Hagemann an Ehrengericht des CDU-Landesverbandes Westfalen, 5.5.1958, ebd.
48.
Beschluss des Ehrengerichts des CDU-Landesverbandes Westfalen, 4.11.1958, ebd.
49.
Wie Anm. 26.
50.
Werner Schütz an Walter Hagemann, 3.4.1959, UA Münster (wie Anm. 29).
51.
Exemplarisch Wolfram Köhler, Wenn ein Professor nach Ostberlin fährt …, in: Die Welt, 20.4.1959; vgl. Wilhelm Rudolph, Bekanntmachung, 23.4.1959, UA Münster (wie Anm. 4).
52.
Wie Anm. 23.
53.
Wolfgang Abendroth an Werner Schütz, Juni 1959, BArch Koblenz, Nachlass Wolf, N1367/139; exemplarisch Wilhelm Rudolph an Werner Schütz, 14.5.1959, UA Münster (wie Anm. 29).
54.
Exemplarisch Emil Dovifat an Walter Hagemann, 11.5.1958, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Nachlass Dovifat, I HA Rep. 92, Nr. 556.
55.
Walter Hagemann, Stellungnahme zum Untersuchungsergebnis, 18.6.1959, ADL (wie Anm. 12).
56.
Wie Anm. 29.
57.
Anklageschrift Hagemann, 22.11.1960, BArch Berlin, Strafsache Hagemann, DP/3/2058.
58.
Exemplarisch Strafverfahren gegen Hagemann, in: Deutsche Zeitung und Wirtschaftszeitung, 23.1.1961.
59.
Beschluss des Landgerichts Münster, 10.3.1961, Landesarchiv NRW Münster, Staatsanwaltschaft Münster, Nr. 879.
60.
Paula Acker an Walter Ulbricht, 30.5.1961, BArch Berlin, ZK der SED, Büro Ulbricht, DY/30/3564.
61.
Walter Hagemann: Ansprache, 17.8.1961, UA Münster (wie Anm. 7).
62.
Michael Meyen, Öffentlichkeit in der DDR, in: Studies in Communication / Media 1 (2011), S. 3-69, hier 41.
63.
Vgl. Heinrich Küppers, Joseph Wirth, Stuttgart, 1997, S. 326-328.
Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Thomas Wiedemann für bpb.de

Sie dürfen den Text unter Nennung der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0 DE und des/der Autors/-in teilen.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Mehr lesen

Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


Mehr lesen

NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

Mehr lesen

Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

Mehr lesen

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Der Tag in der Geschichte

  • 17. September 1961
    Wahlen zum 4. Bundestag: Die CDU/ CSU verliert ihre absolute Mehrheit, die SPD überschreitet mit ihrem Kanzlerkandidaten Willy Brandt die 35-Prozent-Marke, die Gesamtdeutsche Partei (GDP) erleidet eine schwere Niederlage. Wahlgewinner ist die FDP, die mit... Weiter
  • 17. September 1982
    Ende der sozialliberalen Koalition: Bundeskanzler Schmidt kündigt vor dem Bundestag das Regierungsbündnis auf, das sich in einer Dauerkrise befindet. Die vier FDP-Minister Genscher, Lambsdorff, Baum und Ertl treten zurück. Schmidt bildet als... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen